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Supply Chain Management

 
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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Ruth Melzer-Ridinger
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 1. Auflage, 2007
Umfang: 290 Seiten
Format: PDF: 5,33MB
ISBN: 3486582593
Bestell-Nr.: 48658259P
Artikeltyp: E-Book
 

Ruth Melzer-Ridinger
Supply Chain Management
Prozess- und unternehmensübergreifendes Management von Qualität, Kosten und Liefertreue
2007. XIII, 275 S., br.
ISBN 978-3-486-58259-8


Das Buch zeigt auf, welche Instrumente Einkäufer und Materialdisponenten anwenden müssen, um Kosten senken zu können.

Einkäufer und Materialdisponenten sollen kontinuierlich Kostensenkungspotenziale erschließen. Dieses Buch gibt Antworten auf die Fragen: Wie findet man Lieferanten und Materialien, die Einsparpotenziale bei den Beschaffungspreisen, Bestandskosten oder Prozesskosten versprechen? Welche Möglichkeiten hat der Einkauf Materialpreise zu beeinflussen, wenn Preisdrückerei nicht (mehr) möglich ist? Welche Analysen sind geeignet, Bestandssünder zu identifizieren? Wie sollte die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Produktionsplanung und Einkauf gestaltet werden, um gleichzeitig die Versorgung zu verbessern und Bestandskosten zu reduzieren? Wie können Beschaffungsprozesse vereinfacht, standardisiert und automatisiert werden, um die Prozesskosten zu senken?

Die Qualität des Enderzeugnisses ist bei geringer Fertigungstiefe in hohem Maße von der Materialqualität abhängig. Einkäufer finden in diesem Buch Antworten auf die Fragen: Wie kann die Fähigkeit und Zuverlässigkeit eines Lieferanten, die geforderte Spezifikation zu liefern, vor der Auftragsvergabe geprüft werden? Welche vertraglichen Vereinbarungen sind geeignet, die Lieferung fehlerfreier Materialien sicherzustellen? Wie können die Folgekosten fehlerhafter Lieferungen auf den Lieferanten übergewälzt werden?

Die Leistungsfähigkeit des Supply Chain Managements wird für den Kunden an der Liefertreue deutlich. In diesem Buch werden die Ursache-Wirkungs-Ketten dargestellt, die unzureichende Termintreue trotz hoher Bestände erklären. Die Akteure des Supply Chain Management erhalten Anregungen, die Zusammenarbeit mit den Partnern auf der buy-side und der sell-side neu zu gestalten.

Das Buch richtet sich an Studierende der Produktionswirtschaft und der Logistik sowie an Einkäufer und Materialdisponenten in der Praxis.

Information für Hochschuldozenten: Vorlesungsfolien als Powerpoint-Datei können unter Angabe der Vorlesung und Bildungseinrichtung direkt bei der Autorin unter melzer-ridinger@ba-mannheim.de angefordert werden.

Über den Autor

Ruth Melzer-Ridinger
Prof. Dr. Ruth Melzer-Ridinger ist ausgewiesene Spezialistin für anwendungsorientierte Lehre und Forschung in Supply Chain Management. Sie hat eine 20jährige Lehrerfahrung an der Berufsakademie Mannheim und hat ein etabliertes Grundlagenlehrbuch Materialwirtschaft sowie zahlreiche Beiträge zu Qualitätsmanagement im Einkauf sowie zum Managementkonzept Supply Chain Management und seiner Bedeutung für die Arbeit des Einkaufs und der Disposition veröffentlicht.

Prof. Dr. Melzer-Ridinger promovierte an der Universität Mannheim und lehrt seit 1988 an der Berufsakademie Mannheim Materialwirtschaft, Produktionsmanagement und Supply Chain Management. Sie ist ausgewiesene Spezialistin für anwendungsorientierte Lehre und Forschung. Der intensive Kontakt zu den Dualen Partnern der Berufsakademie stellt sicher, dass die behandelten Fragestellungen eine große Praxisrelevanz haben. Sie hat ein etabliertes Grundlagenlehrbuch Materialwirtschaft sowie zahlreiche Beiträge zu Qualitätsmanagement im Einkauf sowie zum Managementkonzept Supply Chain Management und seiner Bedeutung für die Arbeit des Einkaufs und der Disposition veröffentlicht.




Leseprobe:

4 Kostenmanagement mit dem Fokus Einkaufspersonalkosten (S. 155)

4.1 Treiber der Einkaufspersonalkosten

Nachdem sich das Interesse in Theorie und Praxis lange Zeit auf die Beschaffungsobjektkosten (Preise für fremdbezogene Produkte und Leistungen) konzentriert hatte, werden in den letzten Jahren die Gefahren hoher Gemeinkostenbelastungen (Fixkostencharakter der Gemeinkosten, bei geringwertigen Produkten sind die Einstandskosten im Vergleich zu den im Einkauf verursachten Gemeinkosten sehr gering) und die dort vermuteten Einsparpotenziale stärker beachtet.

Ziel des Gemeinkostenmanagements ist die Senkung des Niveaus der Gemeinkosten oder eine Verbesserung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses (auch als value management bezeichnet). Das Gemeinkostenmanagement betrachtet die Personal- und Sachkosten nicht mehr als unveränderlich, sondern untersucht und gestaltet systematisch die Verursacher der in der eigenen Kostenstelle zu verantwortenden Gemeinkosten, die sog. Kostentreiber. Verbesserungspotenziale werden vor allem in den operativen Geschäftsprozessen der Bestellabwicklung vermutet. Die historisch gewachsenen Abläufe und die Arbeitsteilung zwischen den an der Beschaffung beteiligten Funktionsträgern im Einkauf, im Wareneingang, im Lager, in der Verwaltung und in den Sachabteilungen werden im Geschäftsprozessmanagement in Frage gestellt. Ein Ziel des Geschäftsprozess-Managements ist die zeitliche Entlastung des Einkaufs von administrativen Aufgaben. Die dadurch gewonnene Personalkapazität soll für strategische Überlegungen zur Verbesserung der Versorgung, Flexibilität und Qualität eingesetzt werden.

Durch die Beschäftigung mit Gemeinkosten- und Geschäftsprozessmanagement gerieten die C-Teile in den Mittelpunkt des Interesses: Das Verhältnis der Prozesskosten, die beim Bedarfsträger, in der Funktion Beschaffung und in der Kreditorenbuchhaltung anfallen, liegt in einem krassen Missverhältnis zu dem Bestellwert von C-Teilen. Man geht in der Regel davon aus, dass die Prozesskosten für einen Beschaffungsvorgang zwischen 50 und 100€ liegen. Der Bestellwert pro Bestellung bei indirekten C-Teilen bewegt sich hingegen um einen Durchschnittswert von 25€. Aufgrund dessen und der häufigen Beschaffung von C-Teilen kommt es zu folgendem allgemeingültigen Verhältnis von Bestellwerten und Beschaffungskosten: C-Teile machen im Allgemeinen zwar nur circa 5% des Einkaufsvolumens eines Unternehmens aus, verursachen aber bis zu 80% der gesamten Beschaffungsprozesskosten eines Unternehmens, auf sie entfallen 60% der Bestellungen und 70% der Lieferanten (Wildemann 2000 S. 26).

Das dritte Handlungsfeld eines umfassenden Materialkostenmanagements sind daher die Personal- und Sachkosten, die für den Beschaffungsprozess anfallen, im Rechnungswesen werden diese als Materialgemeinkosten bezeichnet.

Hierzu zählen die

• Personalkosten für die Mitarbeiter, die am Beschaffungsprozess beteiligt sind, also Einkauf, Wareneingang, Qualitätsprüfung und Disposition, Einlagerung, Auslagerung, Kommissionierung,
• Sachkosten (Software, Prüfmaterial, Büromaterial, Reisekosten, Telefon).
• Umlagekosten (Raumkosten, Kantine etc.).



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