Software-Komponenten im Überblick
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Olaf Zwintzscher |
| Verlag: | W3L. GmbH |
| Version: | 1. Auflage, 2004 |
| Umfang: | 147 Seiten |
| Format: | PDF: 1,17MB |
| Gewicht: | 175 g |
| ISBN: | 3937137602 |
| Bestell-Nr.: | 93713760P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Dieses Buch richtet sich an Leser, die in kürzester Zeit ein Grundverständnis der komponentenbasierten Softwareentwicklung erlangen wollen. Neben zentralen Begriffen werden die etablierten Komponentenmodelle besprochen. Hierbei steht jedoch weniger eine detaillierte Beschreibung im Vordergrund, als vielmehr die Vermittlung eines Grundverständnisses der einzelnen Techniken. Jeder Software-Entwickler und jeder Studierende der Informatik muss heute das Wichtigste über diese moderne Software-Technik wissen.
Der Autor ist Dr.-Ing. Olaf Zwintzscher, ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der komponentenbasierten Software-Entwicklung.
Leseprobe:
4 Terminologie und Konzepte (S. 79)
4.1 Zentrale Begriffe
Obwohl die in Abschnitt »Komponentenmodelle« (S. 27) beschriebenen Komponentenmodelle in technischer Hinsicht und in der Zielsetzung einige Unterschiede erkennen lassen, weisen sie wichtige konzeptionelle Gemeinsamkeiten auf, die im Folgenden herausgearbeitet werden sollen. Gleichzeitig werden für die komponentenbasierte Softwareentwicklung zentrale Begriffe eingeführt und erläutert.
4.1.1 Komponente als binärer Softwarebaustein
Alle in Abschnitt »Komponentenmodelle« (S. 27) be- schriebenen Komponentenmodelle haben gemeinsam, dass eine Komponente physisch auf eine oder mehrere Binärdateien abgebildet werden. Bei JavaBeans und EJBs handelt es sich um .class-Dateien und in der Windows-Welt, bei COM und .NET, um DLLs.
In der Regel werden Komponenten und zusätzliche Dateien, die von der Komponente benötigt werden, wie z.B. Bilder, zusammen in Komponenten- Archive verpackt, damit die gemeinsame Auslieferung vereinfacht wird. Auch wenn das technische Format der Archive unterschiedlich ist – .cab-Dateien für COM-Komponenten, Java-Archive (.jar-Dateien) für JavaBeans und EJBs – verwenden alle Komponentenmodelle das Konzept der Komponenten- Archive.
.cab-Datei Bei den .cab-Dateien handelt es sich um ein von Microsoft entwickeltes Dateiformat, welches die komprimierte Zusammenfassung von mehreren einzelnen Dateien zu einer einzigen .cab-Datei erlaubt. .Cab-Dateien werden häufig als Auslieferungseinheiten für Programme verwendet.
ActiveX-Controls werden z.B. in .cab-Dateien verpackt, um beim Online-Zugriff Übertragungszeit zu sparen. JAR-Datei (JAR file) JAR (Java ARchive) ist ein plattformunabhängiges Datei-Format, das viele Dateien, z.B. Klassen, Bilder, Audio, in einer komprimierten Datei zusammenfasst, insbesondere um die Ladezeiten auf den Web-Client zu reduzieren.
JAR-Dateien werden bei der Java-Programmierung eingesetzt. Die Dateiendung lautet .jar. Das Kompressionsverfahren entspricht dem ZIP-Format. Für Web- Anwendungen wird das vergleichbare WAR-Format verwendet.
Komponenten-Archiv Bezeichnet eine Auslieferungseinheit für Komponenten, in der, neben der eigentlichen Komponentendatei, auch alle externen Abhängigkeiten einer Komponente, wie z.B. Bild- und Tondateien, verpackt werden.
4.1.2 Komponentenplattform
Komponenten können von anderen Komponen- ten und Bibliotheken abhängig sein. Neben diesen expliziten Kontextabhängigkeiten, die eine Komponente offenlegen sollte (vgl. Abschnitt »Zum Komponentenbegriff« (S. 21)), besitzen Komponenten der in Abschnitt »Komponentenmodelle« (S. 27) vorgestellten Komponentenmodelle noch implizite, nach außen nicht sichtbare Abhängigkeiten: Komponenten werden in einer speziellen Komponenten- Laufzeitumgebung ausgeführt.
Die Laufzeitumge- bung sorgt für die sichere Ausführung der Komponenten und stellt ihnen Dienste zur Verfügung. Für JavaBeans besteht diese Laufzeitumgebung lediglich aus der Java virtual machine. Normale .Net-Komponenten werden von der Common Language Runtime ausgeführt.
EJBs, CORBA und COM+-Komponenten benötigen ei- ne etwas komplexere Laufzeitumgebung, die sich aus der Zielsetzung der Komponentenmodelle ergibt, nämlich hochperformante, sichere und skalierbare Unternehmenslösungen zu unterstützen.
Hier stellt die Laufzeitumgebung zusätzliche Dienste, wie z.B. Persistenz und Transaktionen zur Verfügung. Neben der Laufzeitumgebung werden oftmals zusätzliche Werkzeuge zur Entwicklung und Auslieferung von Komponenten benötigt.
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