Schnelleinstieg IFRS
Buchausgabe: 24,80€
Download-Version: 18,99€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Klaus Schneider, Georg Hauer |
| Verlag: | Haufe Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 272 Seiten |
| Format: | PDF: 1,7MB |
| Gewicht: | 538 g |
| ISBN: | 3448075345 |
| Bestell-Nr.: | 44807534P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Der Schnelleinstieg IFRS führt Sie einfach und verständlich Schritt für Schritt durch die IFRS-Regeln. Der einzige IFRS-Titel mit Übungsprogramm auf CD-ROM bietet Ihnen zahlreiche Beispiele sowie einen direkten Überblick zu den Unterschieden zum HGB.
INHALTE - Grundlagenwissen IFRS mit Übungen zur Vertiefung - Einführung in die IFRS - IFRS und HGB im Vergleich - Bilanzierung nach IFRS - Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS - Berichtselemente, z.B. Anhang, Segmentberichterstattung, Ergebnis je Aktie
AUF DER CD-ROM (Inhalte werden nach Kauf auf Anfrage zur Verfügung gestellt)
- EU-Verordnung und Bilanzierungsrichtlinien
- Checklisten
- Excelrechner zur Bilanzierung
- Trainingsprogramm IFRS
Die Autoren
Prof. Dr. Klaus Schneider lehrt Bilanzierung und Steuerrecht an der Hochschule für Technik in Stuttgart
Prof. Dr. Georg Hauer lehrt Controlling, Rechnungswesen und Finanzierung an der Hochschule für Technik in Stuttgart.
Leseprobe:
2 Die Grundzüge der IFRS (S. 24)
Motor der Entwicklung international gültiger Rechnungslegungsgrundsätze ist seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts das International Accounting Standards Committee (IASC), seit 2001 das International Accounting Standards Board (IASB). Es nimmt Berichte des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC, früher SIC) hinsichtlich der Interpretationen einzelner IFRS/IAS entgegen, entscheidet aber selbst über Veröffentlichung und damit Wirksamwerden dieser IFRIC. Ebenso entscheidet es über Veröffentlichung und Wirksamwerden der Standards.
Mit der Namensänderung der Organisation änderte sich auch die Bezeichnung der Standards. Allerdings bleiben die ursprünglich entwickelten International Accounting Standards (IAS) zunächst in Kraft, neu entwickelte Standards firmieren seit 2001 als International Financial Reporting Standards (IFRS). Entsprechend wird im Folgenden in der Zitierung der Normen zwischen IAS und IFRS differenziert. Geht es um die Standards in ihrer Gesamtheit, werden sie als IFRS bezeichnet.
2.1 So sind die IFRS aufgebaut
Bei den Gründungsmitgliedern überwog die angloamerikanische Rechtstradition des Case Law (Australien, Großbritannien, Kanada, Mexiko, Niederlande, USA), während die kontinental-europäische Tradition des Code Law nur von Deutschland, Frankreich und Japan vertreten wird. Entsprechend erklärt sich auch die Struktur des IFRS, das der Tradition des Case-Law-Systems folgt:
Beim IFRS handelt es sich um einzelfallbezogene Regelungen, die untereinander keiner systematischen Ordnung folgen. Der Vorteil des Case Law liegt in der genauen Regelung einzelner Sachverhalte, nachteilig sind die zwangsläufig auftretenden Wiederholungen.
Die IFRS bestehen aus folgenden Elementen:
• Vorwort
• Rahmenkonzept
• Standards
• Interpretationen
Das Rahmenkonzept oder „Framework"
Die theoretische Basis bildet das im Juli 1989 veröffentlichte Rahmenkonzept (engl. Framework). Es enthält allgemeine Aussagen über Zielsetzung und Grundannahmen des IFRS-Abschlusses, formuliert die zentralen qualitativen Anforderungen an den IFRSAbschluss und definiert wichtige Begriffe wie zum Beispiel den des Vermögensgegenstandes oder den der Schuld.
Das Rahmenkonzept hat keinen Standardstatus und ersetzt auch keinen Standard. Findet sich allerdings für einen betrieblichen Sachverhalt kein passender Standard, so erfolgt die Bilanzierung nach dem Rahmenkonzept.
Die Standards
Die eigentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind in den Standards enthalten. Die Standards regeln fallbezogen spezielle betriebliche Sachverhalte. Alle neuen Standards werden IFRS (International Financial Reporting Standards) genannt, sodass die Bezeichnung IAS (International Accounting Standards) im Laufe der Zeit ersetzt wird.
Die Interpretationen
Um die Auslegung der in den Standards festgelegten Regelungen durch Unternehmen zu vereinheitlichen, wurden Interpretationen veröffentlicht. Herausgeber der Interpretationen ist das International Financial Reporting Interpreations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretatoins Committee (SIC).
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gilt folgende Reihenfolge: Spezielle Vorschriften sind vor den allgemeinen anzuwenden. Die Anwendung erfolgt damit in umgekehrter Reihenfolge zum hierarchischen Aufbau der IFRS.
2.2 So sind die einzelnen Standards aufgebaut
Die IFRS sind einzelfallbezogen, da sie, wie bereits erwähnt, der angloamerikanischen Rechtstradition des Case Law folgen. Dies führt dazu, dass IFRS-Standards im Vergleich zu einzelnen Paragrafen des HGB weitaus umfangreicher sind. IFRS-Standards müssen ausführlich sein, um ein möglichst breites Feld an Detailregelungen zu den jeweils behandelten Rechnungslegungsproblemen abzudecken.
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