SIP, TCP/IP und Telekommunikationsnetze Next Generation Networks und VoIP-konkret, m. CD-ROM
Buchausgabe: 49,80€
Download-Version: 44,80€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Ulrich Trick, Frank Weber |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 3. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 577 Seiten |
| Format: | PDF: 7,38MB |
| ISBN: | 3486582283 |
| Bestell-Nr.: | 48658228P |
| Artikeltyp: | E-Book |
SIP, TCP/IP und Telekommunikationsnetze
Next Generation Networks und VoIP - konkret
3., überarbeitete und erweiterte Auflage 2007. XVIII, 558 S., mit CD-ROM , br.
ISBN 978-3-486-58228-4
Die fundierte Einführung in SIP, TCP/IP und Telekommunikationsnetze. Hier bekommen Sie das Rüstzeug für laufende und zukünftige Entwicklungen in der Telekommunikation.
Auf dem Gebiet der Telekommunikationsnetze sind umfassende Veränderungen im Gange. Stichworte in diesem Zusammenhang sind "All over IP", Mobilität, höhere Bandbreiten, das Konzept der Next Generation Networks (NGN) und das Session Initiation Protocol (SIP). Für diesen wichtigen und spannenden Veränderungsprozess stellt dieses Buch das nötige Fachwissen bereit, gibt Impulse und fördert die Diskussionen auf dem Weg zur Telekommunikationsinfrastruktur der Zukunft.
- Anforderungen
- Die heutigen Telekommunikationsnetze (ISDN, GSM, Internet, Intelligentes Netz)
- Next Generation Networks
- Multimedia over IP (Funktionsweise, Techniken, Protokolle, Quality of Service)
- SIP und SDP (Protokollfunktionen, Netzelemente, Routing, ENUM, Network Address Translation, Leistungsmerkmale, Quality of Service, Mobilität, Sicherheit)
- SIP in Telekommunikationsnetzen (IP- und heterogene Netze, Mobilfunk der 3. und 4. Generation, Migration)
- Standardisierung und Ausblick
Hauptziel des Buches ist es, fundiertes theoretisches und praktisches Wissen über SIP, TCP/IP und Telekommunikationsnetze zu vermitteln, Wege in die Zukunft aufzuzeigen und damit wertvolles Rüstzeug für die bereits laufenden und die sich abzeichnenden technischen Veränderungen in der Telekommunikation zu sein.
Dabei kann dieses Buch als Einstieg in die Themen SIP und Voice over IP, für die praxisnahe Einarbeitung in die TCP/IP-Protokollfamilie und/oder die Beschäftigung mit den zukünftigen Telekommunikationsnetzen, den Next Generation Networks dienen.
Eine Besonderheit dieses Buches ist sein Praxisteil, der den theoretischen Stoff verdeutlicht und vertieft.
Auf der beiliegenden CD befindet sich die Protokollanalyse Software Packetyzer sowie der SIP User Agent PhonerLite. (nicht im eBook enthalten, Inhalte auf Anfrage)
Über den Autor
Ulrich Trick
Ulrich Trick ist Professor für Telekommunikation an der Fachhochschule Frankfurt am Main und leitet dort die Forschungsgruppe für Telekommunikationsnetze. Seine Forschungsschwerpunkte sind öffentliche und private Kommunikationsnetze, Netzoptimierung, Zukunft der Netze, VoIP (Voice over IP), NGN (Next Generation Networks) und SIP (Session Initiation Protocol).
Frank Weber
Frank Weber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe für Telekommunikationsnetze an der Fachhochschule Frankfurt am Main.
Leseprobe:
7 SIP-Routing und ENUM (E.164 Number Mapping) (S. 243)
Dieses Kapitel beschreibt die wesentlichen Details zur Adressierung und Vermittlung von SIP-Anfragen und -Statusinformationen in verschiedenen Kommunikationsszenarien. Neben den Standardmechanismen zum Routing von SIP-Nachrichten in herkömmlichen SIPInfrastrukturen (siehe Kapitel 7.1) werden zusätzlich die Themen Peer-to-Peer SIP (siehe Kapitel 7.2) sowie ENUM (E.164 Number Mapping, siehe Kapitel 7.3) angesprochen.
7.1 SIP-Routing
Die folgenden Kapitel widmen sich ausführlich der Vermittlung von SIP-Nachrichten in SIPKommunikationsinfrastrukturen. Hierbei werden die wesentlichen Prinzipien und Mechanismen des SIP-Routings verdeutlicht. Somit wird die generelle Funktionsweise von SIP Proxy Servern dargelegt.
7.1.1 Routing von SIP-Nachrichten
Das Routing von SIP-Anfragen bzw. -Statusinformationen durch SIP-Netzelemente (SIP Proxy Server etc.) erfolgt prinzipiell anhand der folgenden Regeln.
. SIP-Anfragen werden üblicherweise anhand der in der Start-Line enthaltenen Request
URI geroutet (siehe Kapitel 5.6). Ein sog. Inbound Proxy Server erfüllt die Funktion eines zentralen Eingangs-Servers für SIP-Nachrichten, die für die Nutzer einer betrachteten SIP-Infrastruktur bzw. SIP-Domain aus anderen Domains eintreffen. Durch Anfrage bei einem Location Server (siehe Kapitel 6.5) ermittelt ein Inbound Proxy Server anhand der in der Start-Line als Request URI enthaltenen ständigen SIP URI, an die eine eintreffende SIP-Anfrage gerichtet ist, die aktuelle temporäre SIP URI des vom entsprechenden Teilnehmer genutzten Endsystems und leitet die eingetroffene SIP-Anfrage an diesen User Agent weiter. Ein sog. Outbound Proxy Server stellt den Nutzern einer SIP-Infrastruktur die nötigen Routing-Funktionen für die Vermittlung von SIP-Nachrichten in andere SIPDomains zur Verfügung. Zu diesem Zweck setzt ein Outbound Proxy Server nötigenfalls DNS ein, um anhand von Domain-Namen die jeweils zugehörigen IP-Adressen von SIP Servern anderer Domains ermitteln zu können. Empfängt ein sog. Outbound Proxy Ser- ver eine SIP-Anfrage zur weiteren Vermittlung, fragt er bei einem DNS Server die IPAdresse derjenigen Domain ab, deren Hostname Bestandteil der Request URI ist. Anschließend leitet er die SIP-Anfrage an die ermittelte IP-Adresse weiter.
Eine Ausnahme bezüglich des Routens von SIP-Anfragen durch SIP Proxy Server anhand der jeweiligen Request URI bildet der Einsatz spezieller Routing-Mechanismen („Strict Routing" bzw. „Loose Routing", siehe Kapitel 7.1.2).
Ein Einsatzbeispiel für die Verwendung von Inbound- und Outbound Proxy Servern, auch in Verbindung mit dem „Loose Routing"-Mechanismus, ist in Kapitel 7.1.3 dargestellt.
. SIP-Statusinformationen werden normalerweise anhand der Host- oder IP-Angabe im
obersten enthaltenen SIP-Header-Feld „Via" geroutet (siehe Kapitel 5.6.2). Jedes SIPNetzelement, das eine SIP-Anfrage erstellt (z.B. SIP User Agent) oder weiterleitet (SIP Proxy Server), fügt dem Message Header ein neues Via-Header-Feld oberhalb ggf. bereits bestehender Via-Header-Felder hinzu. Ein UAS, der eine SIP-Anfrage beantwortet, übernimmt sämtliche Via-Header-Felder aus der zu beantwortenden Anfrage in die resultierende Statusinformation und leitet diese an die im obersten Via-Header-Feld enthaltene Kontaktadresse (IP-Adresse oder per DNS auflösbarer Host-Name) weiter. Ein SIP Proxy Server, der eine SIP-Statusinformation empfängt, geht bei deren Bearbeitung schematisch gemäß Bild 7.1 vor [John1].
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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