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PostgreSQL-Administration

 
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Download-Version: 28,00€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Peter Eisentraut, Bernd Helmle
Verlag: O'Reilly Verlag
Version: 1. Auflage, 2008
Umfang: 336 Seiten
Format: PDF: 2,59MB
ISBN: 3897217775
Bestell-Nr.: 89721777P
Artikeltyp: E-Book
 

PostgreSQL - das fortschrittlichste Open-Source-Datenbankmanagementsystem der Welt. So lautet weithin unangefochten seit einem Jahrzehnt der Untertitel zu PostgreSQL. Mittlerweile ist es millionenfach im Einsatz, Teil der kritischen öffentlichen Infrastruktur des Internets und ein zentrales Element in der Zukunft der Datenbankwelt. PostgreSQL ist Open Source, es ist kostenlos verfügbar und wird von einer großen, offenen Community aus Anwendern und Entwicklern vorangetrieben. 

Stabile und performante Datenbank PostgreSQL-Administration richtet sich primär an Administratoren von PostgreSQL-Datenbanksystemen. Es soll dabei helfen, PostgreSQL-Datenbanksysteme erfolgreich stabil und performant zu betreiben. Es wird davon ausgegangen, dass der Leser entweder schon Umgang mit PostgreSQL hatte oder Erfahrungen mit der Administration von anderen Datenbanksystemen hat. Vertrautheit mit SQL und Unix-Shells wird von Vorteil sein. 

Dieses Buch soll die PostgreSQL-Dokumentation um praktische Erfahrungswerte ergänzen. Es kann für den PostgreSQL-Administrator im Alltag, aber auch als alleinige Dokumentation und Referenz nützlich sein. Das Buch enthält zehn Kapitel. Die Kapitel sind in der Reihenfolge ausgelegt, in der man die entsprechenden Themen im Laufe des Lebens eines Datenbanksystems ungefähr betrachten wird. Wer also schnell "von 0 auf 100" kommen möchte, kann dieses Buch von vorne bis hinten durchlesen. 

Jedes Kapitel soll aber auch für sich stehen und Anwendern, die schon einen gewissen Kenntnis- und Erfahrungsstand haben, die Möglichkeit geben, sich in bestimmten Themenbereichen weiterzubilden. Auch kann das Buch so als tägliche Referenz verwendet werden. 

Kapitel 1, Installation 
Kapitel 2, Konfiguration 
Kapitel 3, Wartung 
Kapitel 4, Datensicherung 
Kapitel 5, Überwachung 
Kapitel 6, Wiederherstellung 
Kapitel 7, Sicherheit 
Kapitel 8, Performance 
Kapitel 9, Replikation 
Kapitel 10, Hardware




Leseprobe:

KAPITEL 4 Datensicherung (S. 85-86)

Jedes Computersystem, das wichtige Daten enthält, sollte regelmäßig gesichert werden. Das dürfte allen Datenbankadministratoren bekannt sein. Daher bietet auch PostgreSQL ausgefeilte Mechanismen, um Datensicherung für verschiedene Bedarfsszenarien umzusetzen. Auch wenn klar ist, dass man irgendeine Art von Datensicherung benötigt, ist es zunächst sinnvoll, sich Gedanken zu machen, aus welchen Gründen genau Daten gesichert werden sollen und unter welchen Umständen welche gesicherten Daten eventuell wieder benötigt werden. Derartige Überlegungen verhindern, dass im Katastrophenfall die vorhandenen Sicherungen unnütz sind.

Die von PostgreSQL angebotenen Sicherungsverfahren reichen von einer einfachen Dateisystemkopie, die aber nur eingeschränkt funktioniert, über die einfachen und von den meisten Benutzern angewendeten SQL-Dumps bis hin zum relativ komplizierten Transaktionslog-Archivierungsverfahren. Die Auswahl und Umsetzung des geeigneten Verfahrens wird gelingen, wenn man sich über die an das Datenbanksystem gestellten Anforderungen im Klaren ist und die Gründe für die Datensicherung genau definiert hat. Datensicherungsstrategie Die Umsetzung einer nützlichen Datensicherungsstrategie erfordert einige Vorabüberlegungen.

Eine mangelhafte Planung der Datensicherung kann eine Menge Aufwand für wenig Sicherheitsgewinn bedeuten. Allgemeines über Sicherheit Absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht, und somit auch keine absolut zuverlässige Datensicherungsstrategie. Datensicherung ist wie alle Sicherheitsmaßnahmen vom Gartentorschloss bis zur Terrorabwehr im Prinzip ein Fall von Risikomanagement. Bruce Schneier beschreibt in seinem Buch »Beyond Fear« fünf Fragen, die man sich bei der Bewertung einer Sicherheitsmaßnahme stellen sollte, und diese Fragen eignen sich auch hervorragend für die Erarbeitung einer Datensicherungsstrategie für eine PostgreSQLDatenbank:

1. Welche Vermögenswerte sollen geschützt werden?
2. Was sind die Risiken für diese Vermögenswerte?
3. Inwiefern verringert die Sicherheitslösung diese Risiken?
4. Welche neuen Risiken erzeugt die Sicherheitslösung?
5. Welche Kosten und Kompromisse erfordert die Sicherheitslösung?

Risiken Die zu schützenden Vermögenswerte sind in einer Datenbank natürlich die Daten. Die Risiken für diese Daten sind insbesondere: Verlust, Vernichtung oder Verfälschung der Daten Das ist das Thema dieses Kapitels. Unberechtigter Zugriff auf die Daten Das ist das Thema von Kapitel 7. Wenn unberechtigter Zugriff auf Daten stattfindet, kann das auch zu vorsätzlicher Vernichtung der Daten führen. Daher ist Datensicherung auch Teil einer jeden Strategie zur Zugriffssicherung. Ausfall des Datenbanksystems Das ist das Thema von Kapitel 9. Die Szenarien, die zum Ausfall eines Datenbanksystems führen können, können auch zu Datenverlust führen.

Deswegen ist Datensicherung auch dabei eine Voraussetzung. Dieses Kapitel beschäftigt sich also mit dem Risiko des Verlusts, der Vernichtung oder der Verfälschung der Daten in der Datenbank. Es gibt wiederum verschiedene mögliche Gründe für Datenverlust. Diese erfordern teilweise unterschiedliche Ansätze zur Datensicherung. Ausfall des Speichermediums Das bedeutet in den meisten Fällen vereinfacht gesagt, dass die Festplatte kaputt ist und die Daten sich nicht mehr (vollständig) lesen lassen. Festplatten können jederzeit und ohne Vorwarnung kaputtgehen.

Eine sinnvolle Datensicherungsstrategie sollte daher eine möglichst oft aktualisierte Kopie der Festplatte vorhalten, damit diese im Falle eines Ausfalls auf ein neues Speichermedium zurückgespielt werden kann. Fehlerhafte Hardware Das bedeutet, dass etwa die Festplatte oder der Hauptspeicher kaputt ist, was aber nicht sofort auffällt. Aufgrund von Fehlern in Hardware oder Software könnten möglicherweise über eine lange Zeit falsche Daten geschrieben werden. Wenn das auffällt, benötigt man also nicht unbedingt eine aktuelle Kopie des Datenbestandes

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