Personalpsychologie im Unternehmen.
Buchausgabe: 44,80€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Michael Treier |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 497 Seiten |
| Format: | PDF: 11,08MB |
| ISBN: | 3486586580 |
| Bestell-Nr.: | 48658658P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Der pulsierende Strom im Unternehmen ist der Faktor Mensch. Die Personalpsychologie widmet sich diesem Faktor im Spannungsfeld zwischen ökonomischen und sozialen Herausforderungen. Gerade personalpsychologische Fragestellungen im breiten Themenfeld Human Resources nehmen exponentiell im betrieblichen Alltag des Personalmanagements an Bedeutung zu. Viele "Nicht-Wirtschaftspsychogen" im Personalbereich stehen vor der Herausforderung, diese psychologischen Aspekte in ihrem Aufgabenportfolio zu integrieren.
Dieses Buch stellt Ihnen fundierte Methoden und Vorgehensweisen aus der Praxis vor, um die Ursachen und Änderungen menschlichen Verhaltens im wirtschaftlichen Zusammenhang gestaltbar, messbar und steuerbar zu machen.
Dabei begleitet Sie der HR-Manager durch eine virtuelle Fallstudie - die Personal im Griff AG -, um Ihnen die aktuellen Modelle und Werkzeuge der Personalpsychologie anhand zentraler Stationen des Personalmanagements zu illustrieren. Sie begeben sich auf eine spannende Reise zu den aktuellen personalpsychologischen Trends hinsichtlich der Kernprozesse des Personalmanagements.
Leseprobe:
2 Blickwinkel der Personalpsychologie (S. 7)
Bevor wir uns mit den Betrachtungsweisen der Personalpsychologie befassen, müssen wir uns mit ihrem Fundament, der Wirtschaftspsychologie, auseinandersetzen. Denn die Personalpsychologie ist ein vergleichbar junges, aber keineswegs halbwüchsiges Fachgebiet, das im Bereich der Wirtschaftspsychologie verankert ist. Einleitend beschäftigen wir uns mit diesem Fundament.
2.1 Wirtschaftspsychologisches Fundament
Günter Wiswede <, 915, S. 11>, beschreibt die Ausgangslage der Wirtschaftspsychologie mit dem Hinweis, dass die Wirtschaftspsychologie trotz ihrer Konjunktur immer noch mit Heterogenität, Abgrenzungsproblemen und fehlender Systematik zu kämpfen habe. Tatsächlich offenbaren Bücher, die im wirtschaftspsychologischen Terrain anzusiedeln sind, diese Auffächerungstendenz, sodass man bisweilen den Wald vor lauter Bäumen kaum noch sieht.
Um diese Tendenz zu verdeutlichen und um Ihnen gleichzeitig eine Hilfestellung bei der Auswahl von ergänzenden Büchern zu geben, zeigt die nachfolgende Übersicht eine Auswahl deutschsprachiger Lehrbücher und ihre Relevanz für personalpsychologische Themen (Tabelle 2, unten).
Was ist was? Arbeits-, Organisations-, Markt-, Werbe- und Personalpsychologie und etwas entferntere Satelliten wie Finanz- und Börsenpsychologie bilden den Fächerkanon der Wirtschaftspsychologie. Dass Sie wahrscheinlich über diese Vielfalt verwirrt sind, resultiert nicht zuletzt aus der Unschärfe des Begriffes Wirtschaft.
Denn Wirtschaft hat im mikro- und makroökonomischen Abbildungsraum viele weitere Momente, die aus psychologischer Sicht ebenfalls von Interesse sind. Die Abbildung 3 (S. 10) illustriert an der klassischen, keineswegs überschneidungsfreien Konfiguration Personal, Arbeit, Organisation, Markt und Finanzen den Fächerkanon <, 901>,.
Die unterschiedlichen Ansichten, in welchem Terrain sich Wirtschaftspsychologie bewegt, erschweren eine gemeinsame und aussagekräftige Definition. Box 2-1: Definition Wirtschaftspsychologie Im Prinzip befasst sich die Wirtschaftspsychologie mit psychologischen Problemen bzw. Fragestellungen, die sich in wirtschaftlichen Kontexten stellen.
Konkret beschäftigt sie sich mit der Anwendung psychologischer Theorien, Forschungsmethoden und Interventionsstrategien im Hinblick auf Wirtschaftssituationen. Dabei wird Wirtschaft als der Bereich definiert, wo es um Distribution und Produktion knapper Ressourcen bzw. Güter sowie um Befriedigung begrenzter Bedürfnisse geht. Das gemeinsame Ziel ist die Wertschöpfung als Gradmesser für den Erfolg.
Doch interessiert in diesem Kontext weniger die wirtschaftspsychologische Bandbreite, sondern vielmehr die Personalpsychologie4 im Besonderen. Hier wird der Fokus auf den Faktor Mensch in der Arbeitswelt als die wichtigste Ressource in einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft gerichtet. Die Zukunft des Personalmanagements ist personalpsychologisch orientiert.
„Personalsysteme der Zukunft werden Mitarbeiter in Unternehmen statt Unternehmen unterstützen. Genau dadurch werden sie zu unternehmerischen Systemen, die nicht kostentreibender Ballast in stetem Rechtfertigungszwang, sondern im ureigensten Wortsinne Produktivfaktoren im Sinne des Unternehmensziels sind!" <, 321, S. 27>,
Was sagen die Initiatoren der Zeitschrift für Personalpsychologie zur Frage: Was stellt die Personalpsychologie eigentlich dar? „Die Personalpsychologie betrachtet das Individuum in seinen Verhaltens-, Befindens-, Leistungs- und Entwicklungszusammenhängen als Mitarbeiter einer Organisation und ist damit ein Teilgebiet der Arbeits- und Organisationspsychologie." <, 767, S. 1>, Ich möchte Ihnen einen alternativen Definitionsversuch anbieten, der sich stärker auf das Human Resource Management als Wertschöpfungsprozess ausrichtet (Kap. 4.1, S. 52).
Box 2-2: Personalpsychologie
Personalpsychologie bildet psychologische Herangehensweisen innerhalb der Wertschöpfungskette des Personalmanagements ab. Dabei bedient sie sich empirischer Methoden und basiert auf dem Anspruch einer optimalen Verwendung des Personals im Sinne des Human Resource Managements.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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