Nutzung interaktiver Ausbildungsmedien
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Frithjof Gutekunst |
| Verlag: | SmartBooks |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 316 Seiten |
| Format: | PDF: 18,32MB |
| Gewicht: | 740 g |
| ISBN: | 3908497450 |
| Bestell-Nr.: | 90849745P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Lehren will gelernt sein. Was heutzutage unter dem Begriff »Medienkompetenz« zusammengefasst wird, treibt so manchem Ausbilder den Schweiß auf die Stirn. Denn die Vielzahl moderner Ausbildungsmittel erhöht die Anforderungen an ihn – ob in der Erwachsenenbildung, der betrieblichen oder schulischen Ausbildung. Der Lehrende muss die verschiedenen Varianten nicht nur beherrschen, sondern auch spezifischen Rahmenbedingungen zuordnen können.
Neben den klassischen Ausbildungsmitteln stellt dieses Buch die Fülle interaktiver Methoden und ihre Anwendungsgebiete vor. Es beschreibt die Grundlagen einer methodisch-didaktisch sinnvollen Ausbildung und beschäftigt sich im Detail mit den möglichen Wegen zum Erfolg. Neben der Typisierung von Lernenden spielt die Lerngruppenanalyse mit Hilfe des Didaktischen Achtecks eine große Rolle. Zukunftsorientierte Systeme wie das Distance-Learning sowie die effektive Nutzung des Internets und digitaler Medien werden ebenso ausführlich besprochen.
Highlights
- Ausbildungsformen und -verfahren
- Typisierung von Lernenden
- Lerngruppenanalyse mit Hilfe des Didaktischen Achtecks
- Konventionelle und moderne Ausbildungsmitte
- Eine Präsentation nach methodisch-didaktische Gesichtspunkten gestalten
- Internet und Intranet für die Ausbildung nutzen lernen
- Methoden der Stoffsammlung und Recherche für die Ausbildung
- Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Ausbildungs- oder Schulungsveranstaltung
- Distance-Learning-Systeme (Systemelemente, Gestaltung, Methoden)
- Glossar
Leseprobe:
Von der Medienkompetenz zur Lerngruppenanalyse (S. 20-21)
In nahezu allen Bereichen, die in irgendeiner Form mit Ausbildung und Bildung zu tun haben, wird Medienkompetenz gefordert. Doch genauso vielfältig wie die Forderungen nach Medienkompetenz sind auch die verwendeten Definitionen. Wann besitzt denn nun ein Ausbilder, Coach oder Trainer Medienkompetenz und welche Elemente gehören dazu? Hier ein Erklärungsversuch. Unsere heutige Gesellschaft wird auch als Informations- bzw. Wissensgesellschaft bezeichnet. Um darin erfolgreich bestehen zu können, müssen deren Mitglieder bestimmte Schlüsselqualifikationen entwickeln. So verlangt die Berufs- und Arbeitswelt zum Beispiel logisches und vernetztes Denken. Ausbilder und Trainer müssen wie in jedem anderen Beruf über Kompetenzen verfügen, um in Ihrem Tätigkeitsfeld handlungsfähig zu sein. Die vier klassischen Kompetenzbereiche wie Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz reichen nicht mehr aus und müssen durch einen fünften Bereich - die Medienkompetenz - ergänzt werden. Dieser neue Bereich strahlt in die übrigen Bereiche aus. Er beeinflusst und erweitert sie, denn Kompetenz ist mehr als Wissen: es ist Können.
Medienkompetenz als immer wichtigere Schlüsselqualifikation wird sehr häufig als Allerweltsbegriff verwendet, wenn es um den Umgang mit Medien geht. Das Problem dabei ist, dass es für diesen Begriff keine allgemeingültige Definition gibt.
Im Wissen, dass der Begriff Medienkompetenz auch für herkömmliche Medien relevant ist, wird er hier mit Betonung auf die neuen Medien (Computer, Internet) verwendet.
Einfach ausgedrückt könnte man Medienkompetenz als »Fähigkeit zur Nutzung, Analyse, Bewertung und Gestaltung von Medien« verstehen. Also eine Fähigkeit, die ein Ausbilder, Trainer oder Coach grundsätzlich besitzen muss, wenn er erfolgreich ausbilden will. Egal, ob konventionell oder modern (multimedial) ausgebildet wird. Die weiteren Ausführungen zum Thema Medienkompetenz erfolgen auf der Grundlage der Medienpädagogik von Prof. Dr. D. Baake Ö. Man kann Medienkompetenz grundsätzlich in vier Teilbereiche gliedern:
<, Medienkunde
<, Mediennutzung
<, Mediengestaltung
<, Medienkritik
Die vier dargestellten Bereiche haben für den Ausbilder immer zwei Komponenten. Jeder Ausbilder ist Nutzer. Gleichzeitig setzt er die Medien gezielt für Ausbildungen ein und bildet auch Medieninhalte aus. Die Medienkunde gliedert sich in zwei Bereiche:
<, das klassische Wissen, also die Kenntnis der (neuen) Medien
<, die Fähigkeit, mit den (neuen) Medien umgehen zu können
Der erste Bereich beinhaltet Fragen wie: Was ist Multimedia? Was versteht man unter Internet? Welche Dienste gibt es? Wie kann ich das Internet für meine Zwecke effektiv nutzen?
Im zweiten Bereich geht es darum, dass sich Nutzer beispielsweise in ein Netz einloggen können, dass sie Informationen abrufen können, dass sie Informationen im World Wide Web (WWW) publizieren können usw.
Die Mediennutzung ist keine Einbahnstraße, sondern eine normale Straße mit Gegenverkehr. Es sind die Fähigkeiten erforderlich, Programme anwenden und die modernen Medien interaktiv nutzen zu können. Die Anwender nutzen das Internet als Plattform für ihre Kommunikation beruflich (Tele-Learning) oder privat (Foren, Chat). Der Ausbilder bildet die Anwendung dieser Programme und erstellt die entsprechenden Lerninhalte bzw. stellt sie unter methodisch-didaktischen Gesichtspunkten im Netz zur Verfügung.
Der dritte Bereich, die Mediengestaltung, befasst sich mit dem innovativen Bereich, der Kreativität und der Ästhetik. Hier geht es um die Gestaltung von Medien und die Fähigkeit, diese Daten für die Nutzung in Netzen aufzubereiten. In diesen Bereich fallen aber auch die vielfältigen Möglichkeiten zur Manipulation der Medien und durch die Medien.
Dieser Bereich trifft auf die Gestaltung von Ausbildung und Ausbildungsmitteln zu. Der vierte Bereich, die Medienkritik, soll den Nutzer in die Lage versetzen, seinen Umgang und sein Handeln mit Medien selbstkritisch in seinem sozialen Umfeld zu betrachten und sich seiner sozialen Verantwortung bewusst zu werden. Dies umfasst auch die Kritik an den Medien.
Hier wird die gesellschaftliche Problematik angesprochen. Wenn Sie Informationen verbreiten, müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie dafür die Verantwortung übernehmen müssen.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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