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Menschen fotografieren - Der Meisterkurs - mehr sehen, mehr können
 

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Menschen fotografieren - Der Meisterkurs - mehr sehen, mehr können

 

39,95€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Carina Meyer-Broicher
Verlag: Markt +Technik Verlag
Version: 1. Auflage, 2009
Umfang: 353 Seiten
Format: PDF: 29,41MB
Gewicht: 1084 g
ISBN: 3827244579
Bestell-Nr.: 82724457P
Artikeltyp: E-Book
 

Dieses Foto-Genre verlangt viel, dieses Buch bietet viel! Lassen Sie sich von exzellenter Könnerschaft leiten: vom "fotografischen Sehen" über die Bildgestaltung bis zu Raw-Entwicklung und Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom. Die Autorin zeigt Ihnen alle Facetten der Menschen- bzw. Porträtfotografie: vom klassischen Porträt über das Aktporträt bis zur Eventfotografie. Gestalten Sie das Menschenbild in verschiedenen Lichtverhältnissen, in verschiedenen Perspektiven, in verschiedenen Lebensaltern, in Bewegung und statisch, schwarzweiß oder mit raffinierten Farbeffekten, natürlich oder kunstvoll, echt oder verfremdet, liebevoll oder herausfordernd, draußen oder im Studio - das mit wenigen Mitteln als Heimstudio aufgebaut werden kann.


Leseprobe:

Das Licht (S. 57-59)

Das Licht und nicht die Kamera stellen Ihr wichtigstes Handwerkszeug dar. Ohne Licht sind Sie ein Maler mit einer leeren Leinwand ohne Farben. Denn nicht umsonst heißt fotografieren „Malen mit Licht". Licht ist in mehr oder weniger großen Mengen immer und überall vorhanden. Es ist an Ihnen, es zu erkennen, zu steuern und lenken, zu ergänzen und zu nutzen. Oder kurz: es zu beherrschen.

Die Belichtungsmessung

Als erfahrener Fotograf kommen Sie in einen Raum, sehen die Fenster und Türen und Ihr Gehirn übersetzt: Lichtquellen. Auch die Helligkeit übersetzen Sie in ISO, Blenden und Belichtungszeiten. Aber kein Profi würde sich auf sein Gefühl verlassen, das Licht muss gemessen und kontrolliert werden. Schauen wir uns das spannende Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit noch einmal näher an.

Der Einsatz und das Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und Brennweite beruht auf der korrekten Belichtungsmessung Ihrer Kamera. Wenn das verfügbare Licht nicht genau gemessen wird, stellen alle drei Parameter nur abstrakte Werte dar. Beim Fotografieren sind zwei Komponenten charakteristisch: Die Lichtempfindlichkeit des Films (ASA/DIN) beziehungsweise bei der Digitalkamera die Empfindlichkeitseinstellung (ISO) und der Kontrastumfang.

Ziel der Belichtungsmessung ist es, einen optimalen Kompromiss zwischen den Möglichkeiten der Lichtempfindlichkeit des Sensors, den Beleuchtungsverhältnissen bei der Aufnahme und den Reflexionseigenschaften des Aufnahmeobjekts zu finden. Die Sensoren guter Digitalkameras können heutzutage im Kontrastumfang (Dynamik) durchaus einem Diafilm standhalten, der zehn Blendenstufen darstellen kann. Grundsätzlich kann der Sensor aber nur zwischen hell und dunkel unterscheiden.

Den Bereich zwischen dem dunkelsten Schwarz und dem hellsten Weiß, in dem noch Zeichnung vorhanden ist, das heißt, dass noch Konturen zu erkennen sind, bezeichnet man als Kontrastumfang. Die Messverfahren Man unterscheidet zwei Messverfahren zur Belichtungsmessung: die Objektmessung und die Lichtmessung. Die Objektmessung Bei der Objektmessung, auch Leuchtdichtenmessung oder Reflexionsmessung genannt, wird das vom Objekt reflektierte oder ausgestrahlte Licht gemessen. Bei kompakten Kameras ist der Belichtungsmesser außen angebracht. Die Messzelle liegt vorne am Objektiv und über eine einfache Elektronik werden Blende und Belichtungszeit gesteuert.

Digitale Spiegelreflexkameras messen das zur Verfügung stehende Licht hinter dem Objektiv in der Kamera. Dieses Verfahren ermöglicht es, genau das Licht zu messen, welches dann beim Auslösen auf den Sensor trifft. Die Messzelle kann dabei an verschiedenen Stellen im Strahlengang liegen. Wichtig ist nur, dass ein kleiner Teil des Lichts abgezweigt und auf die Zelle reflektiert wird. Diese Messart wird deswegen auch TTL (Engl. = Through The Lens) genannt.

Die Objektmessung ist die am weitesten verbreitete Messmethode. Moderne Kameras verfügen über mehrere Varianten der Objektmessung, zwischen denen Sie je nach Situation wählen können. DSLR-Kameras verfügen über mindestens drei verschiedene Methoden der Objektmessung: die Integralmessung, die Spotmessung und die Matrixmessung, auch Mehrfeldmessung oder Segmentmessung genannt. Jede dieser Messmethoden soll Ihnen helfen, die unterschiedlichen Probleme, die bei der Objektmessung auftreten können, zu lösen.

Bei Kameras, an denen Sie die Art der Objektmessung nicht einstellen können, findet ebenfalls eine TTL-Messung statt. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Matrixmessung, die Anzahl der Messzonen ist je nach Hersteller und Modell verschieden. Häufig wird die Messmethode hier mit den Motivprogrammen der Kamera verknüpft, so dass die am besten für das jeweilige Motivprogramm, zum Beispiel Landschaft, Porträt, Schnee, geeignete Messmethode gewählt wird.

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