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Mädchen für alles - Wie Sie die typisch weiblichen Jobfallen vermeiden
 

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Mädchen für alles - Wie Sie die typisch weiblichen Jobfallen vermeiden

 
Sie sparen 16% gegenüber der Buchausgabe!
 

Buchausgabe: 17,90€
Download-Version: 14,99€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Annette C. Anton
Verlag: Campus Verlag
Version: 1. Auflage, 2009
Umfang: 209 Seiten
Format: PDF: 2,81MB
ISBN: 3593388499
Bestell-Nr.: 59340547P
Artikeltyp: E-Book
 

Warum verdienen Frauen immer noch weniger als Männer? Und warum gibt es kaum weibliche Vorstände in großen Unternehmen? Weil Frauen sich im Job immer noch viel zu oft wie Mädchen benehmen und Mädchen machen eben keine Karriere, sondern kochen allenfalls Kaffee. 

Die erfahrene Führungskraft Annette C. Anton zeigt anhand zahlreicher Beispiele amüsant und treffend, was selbst hoch motivierte Frauen mit besten Absichten im Job alles falsch machen. Sie erklärt, wie man diese »Mädchenfallen« vermeidet und sich stattdessen in männlich dominierten Machtspielen bewährt. Ihre zahlreichen Tipps helfen, die eigene Leistung ins richtige Licht zu rücken und sich beruflich nie mehr ausbremsen zu lassen. Das ultimative Buch für alle berufstätigen Frauen!




Leseprobe:

2 Karriere mit Fehlstart (S. 62-63)

Eigentlich widerspricht es jeder physikalischen Logik: Frauen starten mit großer Energie und laufen in Schule und Universität geräuschlos und superschnell in der Spur, während die Kollegen holpern und stolpern. Dann kommt die Überraschung: Beim Sprung von der Ausbildung in den ersten Job ziehen die Männer geschlossen an ihnen vorbei. Die Frauen landen in miesen Jobs, kommen aus dem Praktika-Karussell nicht heraus oder verharren auf merkwürdigen Positionen, die mehr mit den »Als-ob«- Spielen aus der Mädchenzeit zu tun haben als mit der Arbeit eines richtigen Erwachsenen.

Karriere in einer polierten Trugwelt


Mir und meiner Kollegin Tanja Knessel erging es nicht anders: Das, was wir uns in unseren Mädchenträumen als »Traumjob im Verlag« vorgestellt hatten, war ein einziger Albtraum. Eine Hauptrolle in diesem Albtraum spielten unsere drei Vorgesetzten, die wir in Verballhornung beliebter Filme der 50er Jahre »Drei Mann in Not« oder auch »Die Drei von der Denkstelle« nannten. Was insbesondere dann passend war, wenn eine ihrer brillanten Ideen nicht zündete, sie aber fanden, dass dies eigentlich ursächlich Tanjas und meine Schuld sei, da ja in allererster Linie wir beide eine Idee hätten haben müssen, und zwar eine gute.

Die Drei von der Denkstelle kassierten bloß die größeren Gehälter, denken, umsetzen, entscheiden und handeln sollten wir. Dabei tobten sie die eigene Unlust, ihre Angst vorm Umsatzrückgang und erste Anflüge von Midlife-Crisis bei jeder Gelegenheit an uns aus, eine unterqualifizierte und aufmüpfige Sekretärin tanzte uns tagtäglich auf der Nase herum oder ließ uns schlicht im Stich, und unsere Kolleginnen – egal, ob älter oder jünger – konnten ihre Häme kaum verbergen, wenn wir einmal mehr vor versammelter Mannschaft von den drei Jungs an der Spitze in Grund und Boden gestaucht wurden oder eines unserer Bücher sich als ein finanzielles Desaster entpuppte.

Berufliche Anerkennung und ein unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze schienen uns verwehrt, denn da hockten schon die Drei von der Denkstelle, wenig älter als wir, und bewarfen uns mit Steinen, wenn wir uns ihrem Gipfelkreuz auch nur näherten. Und zu Hause gab es ebenfalls keinen Trost. Da warteten bloß ein leerer Kühlschrank und ein zu großes Bett. Für Hobbys hatten wir seit Jahren keine Zeit, und für Sport, einen festen Freund oder auch nur einen Kinoabend fehlte uns jegliche Energie. Also konnten wir auch gleich bis Mitternacht im Verlag sitzen und wenigstens dort verhindern, dass uns alles entglitt.

Viele Frauen haben, genau wie Tanja und ich, jahrelang den Eindruck, auf dem besten Weg zu einer tatsächlichen Karriere zu sein. Doch immer wieder ereignet sich in ihrem Berufsleben etwas, das ihnen entweder das Gefühl gibt, sie stünden erst am Anfang, oder etwas, das ihnen tatsächlich einen kompletten Neustart abverlangt. Ob sich dies jeweils als Knick oder als Kick für ihre Karriere erweist, scheint ganz willkürlich. Nur aus der Distanz betrachtet, verläuft ihr beruflicher Weg geradlinig. Aus der Nähe gesehen, stecken sie in einer Art reset-Modus fest.

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