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Manieren und Karriere

 
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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Rosemarie Wrede-Grischkat
Verlag: Gabler Verlag
Version: 5. Auflage, 2006
Umfang: 414 Seiten
Format: PDF: 21,26MB
ISBN: 383490113X
Bestell-Nr.: 83499234P
Artikeltyp: E-Book
 

Ohne Manieren keine Karriere - Der Knigge für das internationale Management

Souveränes, höfliches Auftreten gegenüber Geschäftspartnern und auf internationalem Parkett ist das Erfolgsrezept im globalen Business. Die Erfolgsautorin Rosemarie Wrede-Grischkat zeigt, wie es heute gelingt, sich auf unterschiedliche Verhaltensformen richtig einzustellen, und welches eigene Auftreten zu einem positiven Image führt - geschäftlich wie auch privat. Der Bestseller jetzt in der 5. Auflage - aktualisiert und mit vielen nützlichen Ergänzungen, u. a. für Global Players, zur internationalen Anrede und zum neuen Business-Dress-Code. - Korrekte Umgangsformen für gehobene Ansprüche - Gastgeber- und Repräsentationspflichten - Standards und Tabus im Ausland mit hilfreichen Angaben und Tipps zu knapp 100 Ländern

Dieses umfassende Nachschlagewerk zum Thema Business-Etikette dient vielen offiziellen Institutionen und Gesellschaften sowie international operierenden Unternehmen als Orientierung. Besonders nützlich ist die übersichtliche Gestaltung der zahlreichen Regeln und Tipps. Kompetent und kurzweilig geschrieben - ein echtes Lesevergnügen. Rosemarie Wrede-Grischkat schult seit zwanzig Jahren als freiberufliche Dozentin für Umgangsformen Führungskräfte der Wirtschaft und offizieller Institutionen im In- und Ausland.

Aus dem Inhalt
Unternehmensinteresse: Image und Erfolg Ohne Manieren keine Karriere Korrekte
Umgangsformen: Das klassische Repertoire Korrektes Äußeres und Kleiderordnung
Gastgeber- und Repräsentationspflichten
Zeitgemäße Etikette für Businessfrauen
Europäische Esskultur
Geschäftsreisende mit Stil Standards und Tabus im Ausland

Zielgruppe
Manager und Führungskräfte, besonders mit internationalen Ambitionen Führungskräfte-Nachwuchs

Über den/die Autor(en)
Rosemarie Wrede-Grischkat war eine der ersten Stewardessen der neuen Deutschen Lufthansa. Später studierte sie Germanistik und Politische Wissenschaft und lehrte acht Jahre lang an einem privaten Gymnasium. Seit 1986 schult sie als freiberufliche Dozentin für Umgangsformen Führungskräfte und Führungskräfte-Nachwuchs der Wirtschaft im In- und Ausland. Zu ihren Kunden zählen Industriekonzerne, Banken, Wirtschaftsunternehmen und -verbände.


Leseprobe:

Global Players (S. 31-32)

Im Laufe der mehr als 20-jährigen Tätigkeit als Coach und Trainerin von Führungspersönlichkeiten habe ich eine Fülle von Erfahrungsberichten interkulturell agierender Geschäftsleute erhalten. Den wichtigsten Punkt aus den Erkenntnissen vieler Global Players verschiedenster Branchen bildet der Gegensatz zwischen der Selbsteinschatzung der deutschen Akteure einerseits und den tatsachlichen Reaktionen der ausländischen Geschäftspartner andererseits.

Man kann dieses Faktum auch als eine umfangreiche Basis für gegenseitige Missverständnisse bezeichnen. In allen Fallen bedurfte es langjähriger oder enger Geschäftsbeziehungen, bis sich Vorurteile durch den Einsatz glaubwürdiger Individualität ablosen ließen. Hierdurch berühre ich jedoch ein Grundproblem, das sich für eine generelle Änderung kollektiver Klischees als besonders hinderlich erweist: Wir Deutsche haben seit etwa sechzig Jahren ein gebrochenes Verhältnis zu unserer nationalen Identität.

Die Grunde dafür sind bekannt. Es täte unserem kulturellen Selbstverständnis gut, wenn wir im Ausland mit einer Art „bescheidenem Selbstbewusstsein" unsere kulturelle Identität erkennen ließen. In diesem Zusammenhang ist jeder Global Player deutscher Nationalität nicht nur Mit-Produzent bzw. Repräsentant deutscher Wirtschaftsstarke, sondern ebenfalls Angehöriger einer alten europäischen Kultumation, die wesentlichen Anteil an den geistigen Anstoßen zur kulturellen Entwicklung Europas hat.

Ich bin stets eigenartig berührt, wenn Landsleute von mir sich im Ausland vorzugsweise in Englisch unterhalten, um nicht als Deutsche identifiziert zu werden. Ich kenne keine Angehörigen anderer Nationen, die sich vergleichbar verhielten. Selbstverständlich will niemand dumme Klischees auf sich anwenden lassen, jedoch will auch niemand das Attribut „typisch deutsch" auf sich beziehen. Lieber identifiziert man sich mit seiner Landsmannschaft als Bayer, Badener oder Brandenburger. Unbestreitbar gibt es für diese Haltung auch historische Gründe, well Deutschland als nationale Einheit - anders als andere europäische Nationen - erst eine relativ kurze Geschichte vorweisen kann.

Die Intention der neuen Auflage dieses Buches ist klar zu definieren: Es will zunächst meinen auf dem Weltmarkt agierenden Landsleuten neuere Erkenntnisse auf dem Gebiet der internationalen Business-Kommunikation - in gebotener Kürze - bieten sowie anwendbare Handreichungen, die sie in die Lage versetzen sollen, durch Kenntnis interkultureller Umgangsformen ohne Reibungsverluste zu geschäftlichen Erfolgen zu gelangen.

Dafür ist es m. E. unerlässlich, sich unsere Verhaltensstandards einmal in der Beurteilung von außen zu betrachten. „Erst im Spiegelbild der anderen verstehen wir, wie unser eigenes kulturspezifisches Orientierungssystem beschaffen ist und welche Wirkung es im Umgang mit ausländischen Partnern hervorruft" (Schroll-Machl, S. 13). Das bedeutet, dass erst die Kenntnis dieser Einschatzungen und (Vor-) Urteile den Global Player in die Lage versetzt, sein eigenes Verhalten entsprechend darauf einzustellen. Selbstverständlich werden diese Beurteilungen des Auslands nicht unreflektiert in Handlungsvorschlage umzusetzen sein.

Es sollen diese Anschauungen über unseren „Nationalcharakter" durch objektivere Erkenntnisse aus relevanten soziokulturellen Untersuchungen, also von innen heraus relativiert oder - wo nötig - zu Korrekturen angeregt werden. Bei allen geschäftlichen Begegnungen spielt sich die Kommunikation auf mindestens zwei Ebenen ab: auf der inhaltlichen Ebene, der so genannten „Sachebene" und auf der zwischenmenschlichen, der so genannten „Beziehungsebene". Es gilt als erwiesen, dass wir Deutsche uns bei beruflichen Kontakten in erster Linie auf der Sachebene bewegen. Diese „Sachorientierung" wird als ein grundlegendes Element deutscher Kulturstandards angesehen.

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