Lust auf mehr Leben
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Roger Schawinski |
| Verlag: | mvg verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2002 |
| Umfang: | 202 Seiten |
| Format: | PDF: 0,62MB |
| Gewicht: | 186 g |
| ISBN: | 3636070045 |
| Bestell-Nr.: | 63607004P |
| Artikeltyp: | E-Book |
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Die Lebenserwartung hat sich im letzten Jahrhundert fast verdoppelt. Selbst hundert zu werden ist heute keine Seltenheit mehr. Doch viele, die auf den Ruhestand zusteuern, wollen von Ruhe nichts wissen. Roger Schawinski verrät, wie ältere Menschen ihre Zeit sinnvoll und mit viel Freude gestalten können. Neben gesundem Leben und finanzieller Absicherung thematisiert er seine persönlichen Erfahrungen in der Partnerschaft, bei seinem beruflichen Neustart und als Marathonläufer. So wird klar, dass Menschen, die ihr Potenzial voll ausschöpfen, immer neue Türen öffnen - zu anderen und zu sich selbst.
Der Autor
Roger Schawinski, „ewiger Pionier und Dauerrebell“ (Süddeutsche Zeitung), ist Journalist und Medienunternehmer. Schon 1979 revolutionierte er die Schweizer Medienlandschaft, indem er dort den ersten Privatsender ins Leben rief. Später gründete er den ersten Schweizer Fernseh-Regionalsender und baute ein kleines Imperium auf, das er im Jahr 2001 verkaufte. Bekannt wurde er auch als Fernsehmoderator für seine abendliche Talkshow TalkTäglich mit prominenten Gästen und seinen offenen und streitbaren Aussagen zu wichtigen Themen in der Medienszene. Seit August 2004 ist Roger Schawinski Geschäftsführer von SAT1.
Leseprobe:
TEIL IV
DER MARATHON DES LEBENS (S. 59-63)
Es war ein heiliger Schwur, den ich leistete. Nie mehr würde ich diese Qual auf mich nehmen. Nie mehr würde ich auf diese Verlockung hereinfallen. Nie mehr! Es war November 1986, und ich war 4l Jahre alt. Jeder Schritt schmerzte. Ich war ausgelaugt, erledigt.
Doch das Ziel des New York Marathons lag noch kilometerweit entfernt, ganz unten im Central Park, und ich hatte bereits oben in der Bronx keine Luft und keine Kraft mehr.
Ein Freund hatte mich Monate zuvor angemeldet, hatte mir strahlend erklärt, dass ich einer der 30.000 Glücklichen sei, der einen der begehrten Startplätze für den größten Marathon der Welt ergattert hatte. Irgendwie konnte ich dieses Argument nicht widerlegen. Zudem packte mich die Neugier, ein einziges Mal bei diesem internationalen Großereignis dabei zu sein. Ich begann mein Lauftraining zu intensivieren und drehte zwei- oder dreimal die Woche meine Runden am Zürichberg, meist zehn Kilometer, ein paar Mal war ich sogar 90 Minuten lang unterwegs. Sport hatte ich seit meiner Jugend betrieben, nie besonders ernsthaft, nie besonders intensiv und vor allem nicht besonders leistungsorientiert. In den letzten Jahren hatte ich immer mehr Gefallen am Laufen im Wald gefunden, und zwar wegen seiner technischen und organisatorischen Einfachheit.
Für meine erste sportliche Liebe Fußball war ich inzwischen etwas zu alt geworden, und im Tennis hatte ich kein besonderes Talent bewiesen.
Als ich beim New York Marathon kurz nach der halben Distanz auf der 59th Street Bridge inmitten einer gewaltigen Menschenmasse von Brooklyn nach Manhattan hinüberrannte, fühlte ich mich wie ein Eroberer auf der Reise in ein unbekanntes Land – das Land jenseits der 90 Laufminuten. Verwundert fragte ich mich, wie ich diese neue Welt erfahren würde.
Auf der First Avenue wurde ich von der Begeisterung von Zehntausenden New Yorkern angetrieben, doch mit jedem Kilometer spürte ich, wie meine Reserven beängstigend schnell wegschmolzen. Bei Kilometer 30 war ich erledigt. Und vor mir lagen noch zwölf lange, nein, unerträglich lange Kilometer. Das große Leiden begann. Im Ziel war ich ausgepumpt, meine Fußsohlen waren zerfetzt, so dass ich während der kommenden Wochen an Krücken gehen musste. Nur widerwillig hörte ich mir die höhnischen oder paternalistischen Sprüche von Freunden und Familienmitgliedern an. Ja, ich hatte einen großen Fehler gemacht. Ja, die Sache mit dem Marathon war ein grandioser Unsinn, den ich nie in meinem ganzen Leben wiederholen würde.
Es dauerte Jahre, bis ich begriff, was geschehen war: Ich hatte die Sache mit diesem Sport viel zu locker genommen. Ich hatte mich wie auf eine Ferienreise vorbereitet, nicht wie auf eine gefahrvolle Expedition, die jeder Marathon auf den letzten Kilometern werden kann.
Gesundheitsförderer Sport
Sport ist neben der Ernährung der wichtigste aller von uns beeinflussbaren Faktoren zur Förderung der Gesundheit. Alle medizinischen Experten sind sich in diesem Punkt einig. Mit keiner anderen Maßnahme kann man größere Wirkung erzielen, wenn man ein langes, gesundes Leben führen will.
Das ist keine Binsenweisheit, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn die Sache ist kompliziert. Nur wer Sport ernsthaft betreibt, erzielt das gewünschte Resultat. Ein Marathonlauf ohne richtige Vorbereitung ist ein Unsinn, bei dem die schädlichen Auswirkungen die positiven überwiegen. Erst wenn man das Vorhaben so seriös angeht, wie man etwa die berufliche Aus- und Weiterbildung betrieben hat, gelangt man zu den erwünschten Ergebnissen.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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