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Logistik - Management und Strategien
 

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Logistik - Management und Strategien

 
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Buchausgabe: 34,80€
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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Richard Vahrenkamp, Christoph Siepermann
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 6. Auflage, 2007
Umfang: 500 Seiten
Format: PDF: 3,7MB
ISBN: 3486584677
Bestell-Nr.: 48658467P
Artikeltyp: E-Book
 

Das Buch liefert eine Fülle gut recherchierter und anschaulich erklärter Informationen zu den wichtigsten Aspekten der Logistik.

Aus dem Inhalt: Grundlagen der Logistik. Distributionslogistik. Beschaffungs- und Entsorgungslogistik. Transportnetzwerke der Logistik. Kooperationen in der Logistik. Methoden des Logistikmanagements.

Pressestimmen "Der wertige Hardcover-Band bietet eine Fülle gut recherchierter und anschaulich erklärter Informationen zu wesentlichen Aspekten der Logistik." (logistik journal, Heft 6, Dezember 2007)

Der Autor

Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Jargang 1946:
Studium: Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Göttingen und Heidelberg
Promotion und Habilitation im Fach Wirtschaftswissenschaften an der Universität TH Karlsruhe 1974 und 1978
Tätigkeit: Im Institut für angewandte Systemanalyse im Forschungszentrum Karlsruhe von 1977 bis 1981. Seit 1981 Professor für Operations Research, Logistik und Produktionswirtschaft an der Universität Kassel.
Mitherausgeber der Zeitschrift Logistik Management. Zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der mathematischen Optimierung, Logistik und Produktionswirtschaft.




Leseprobe:

4 Informationssysteme in Logistiknetzwerken (S. 52-53)

4.1 Einführung

Zwischen Herstellern und Abnehmern wird entlang der Logistik Kette eine Vielzahl von Informationen ausgetauscht. Beispielhaft sind zu erwähnen: Anfragen, Angebote, Bestellungen, Bestellbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Zahlungsanweisungen sowie spezielle Informationen zur Identifikation von Artikeln und Transporteinheiten. Bei der traditionellen Abwicklung der Geschäftsbeziehungen werden diese Informatio nen in Papierform übertragen und zumeist mit der Post oder dem jeweiligen Spediteur verschickt. Unter den beteiligten Partnern treten bei der Verarbeitung dieser Informati onsströme hohe Transaktionskosten dadurch auf, dass die Nachrichten in Papierform in die jeweiligen EDV gestützten Informationssysteme für Auftragsabwicklung einerseits oder Beschaffung andererseits integriert werden müssen. Bei der Übertragung aus der Papierform in die betrieblichen, EDV gestützten Informationssysteme ergeben sich so genannte Medienbrüche. Diese Medienbrüche ziehen mit ihrem hohen Übertragungs aufwand eine hohe Fehleranfälligkeit nach sich und führen so zu einem beachtlichen Kontrollaufwand.

Die papiergebundene Informationsübermittlung wirft ferner das Problem auf, dass In formationen in der Transportkette häufig nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. So erfährt der Spediteur mitunter erst beim Verlader, welche Ware er übernehmen soll. Auch wenn die Sendung beim Empfänger eintrifft, fehlen Vorabinformationen, wel che Ladungseinheiten oder Container angeliefert werden oder welche Ladungshilfen erforderlich sind. Das Problem der zu späten Information betrifft auch das Verhältnis von Generalunternehmern zu Subkontraktoren und zu Lieferanten. Der Fertigungsfort schritt, die Liefer und die Qualitätsmeldungen der Vorlieferanten werden so spät über mittelt, dass im Netzplan des Generalunternehmers große Unsicherheiten auftreten. Ein weiterer Punkt des Informationsdefizits entlang der Logistik Kette betrifft die Ver folgung individueller Ladungseinheiten, wie Pakete oder Container. Ohne elektronische Datenübermittlung ist es nicht möglich, jederzeit Auskunft über den jeweiligen Verbleib der Güter zu erhalten. Diese Fragen betreffen insbesondere die Haftung als ein grundle gendes Element von Geschäftsbeziehungen. Hier ergibt sich eine Verbindung zum vo rangehend behandelten Problem der Vorabinformation: Die individuelle Identifizierung der Transporteinheiten ermöglicht gleichzeitig die Übermittlung von Vorabinformatio nen an den Empfänger.

Computergestützte Informationssysteme entlang der Logistik Kette und ein elektroni scher Datenaustausch zwischen diesen Systemen sollen die genannten Probleme der unzureichenden Informationsversorgung und der Medienbrüche beseitigen. Kommuni kationsrechner und Telekommunikationsnetzwerke stellen die Infrastruktur für den e lektronischen Austausch von Nachrichten dar. Für diesen Austausch hat sich die Abkür zung EDI eingebürgert, welche Electronic Data Interchange bedeutet. EDI stellt ein Konzept zum papierlosen, automatisierten (d.h. interventionslosen) Austausch von strukturierten Geschäftsdaten zwischen Anwendungssystemen verschiedener Unter nehmen unter Nutzung von Telekommunikationsverbindungen dar. Der EDI Einsatz eignet sich insbesondere für zeitkritische Transaktionen mit starkem Routinecharakter und hohem Datenvolumen bei gleichzeitig strukturierten Aufgabenstellungen und genau definierter Vorgehensweise (Gleißner 2000, S. 126).

Den Nachrichtenaustausch über EDI klassifiziert man nach den drei Bereichen

Austausch von Dokumenten,
Austausch von Produktdaten, insbesondere CAD Daten,
Austausch von Handelsdaten.



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