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Linux kurz & gut
 
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Linux kurz & gut

 
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Buchausgabe: 9,90€
Download-Version: 8,40€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Daniel J. Barrett
Verlag: O'Reilly Verlag
Version: 1. Auflage, 2004
Umfang: 204 Seiten
Format: PDF: 4,27MB
Gewicht: 248 g
ISBN: 3897215012
Bestell-Nr.: 89721501P
Artikeltyp: E-Book
 

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Ohne die Kommandozeile kann ein echter Linuxer nicht leben. Die grafischen Linux-Benutzeroberflächen mögen zwar freundlicher und angenehm intuitiv sein. Aber ganz ehrlich: Viele Aufgaben lassen sich mit den klassischen Befehlen einfach eleganter und kompakter lösen. Und mit Linux - kurz & gut erhalten Sie nicht nur einen leichten Einstieg in die Arbeit mit der Kommandozeile, sondern können jederzeit die wichtigsten Befehle und Optionen nachschlagen, die Sie im Alltag brauchen.

Nach einer Einführung in die grundlegenden Konzepte wie Dateien, Verzeichnisse und Shells werden in thematisch gegliederten Abschnitten die wichtigsten Befehle, ihre Funktionalität, ihre Syntax und ihre gebräulichsten Optionen vorgestellt.

Zusätzlich erfahren Sie, wo im Dateisystem sich der jeweilige Befehl befindet und mit welchem Paket er installiert wurde. Das Buch ist auf SUSE Linux zugeschnitten, kann aber weitestgehend auf alle gängigen Linux-Distributionen übertragen werden. 


Leseprobe:

Die Shell (S. 30-32)

Um auf einem Linux-System Befehle auszuführen, müssen Sie diese irgendwo eingeben. Dieses »irgendwo« ist die Shell, die Kommandozeilen- Benutzerschnittstelle von Linux: Sie geben einen Befehl ein und drücken Enter, und die Shell führt das gewünschte Programm (oder die gewünschten Programme) aus. Wie eine Shell gestartet wird, erfahren Sie in »SUSE-Linux: Der erste Einblick« auf Seite 18.

Um z.B. zu sehen, wer auf einem System eingeloggt ist, können Sie folgenden Befehl in einer Shell ausführen:

(Der Befehl ist kein Bestandteil der Leseprobe)

(Beim Dollar-Zeichen handelt es sich um den Shell-Prompt, der anzeigt, dass die Shell zum Ausführen eines Befehls bereit ist.) Ein einzelner Befehl kann auch mehrere Programme zur selben Zeit ausführen oder Programme so miteinander verknüpfen, dass sie interagieren. Hier sehen Sie einen Befehl, der die Ausgabe von who als Eingabe von wc verwendet, das die Textzeilen in einer Datei zählt; das Ergebnis ist die Anzahl der Zeilen in der Ausgabe von who:

(Der Befehl ist kein Bestandteil der Leseprobe)

also die Anzahl der eingeloggten Benutzer6. Der senkrechte Strich, Pipe genannt, stellt die Verbindung zwischen who und wc her.

Eine Shell ist letztendlich selbst ein Programm, und Linux stellt mehrere Shells zur Verfügung. Wir konzentrieren uns auf die Bash (die »Bourne Again Shell«), die sich in /bin/bash befindet und die unter SUSE-Linux die Voreinstellung für Benutzer-Accounts ist.

Die Shell oder ein Programm?

Wenn Sie einen Befehl ausführen, kann es sich entweder um ein Linux-Programm handeln (wie who) oder um einen eingebauten Befehl, also ein Feature der Shell selbst. Den Unterschied finden Sie mit dem Befehl type heraus:

(Der Befehl ist kein Bestandteil der Leseprobe)

Es ist nützlich zu wissen, welche Features von der Shell bereitgestellt werden und welche von Linux. Die nächsten Abschnitte beschreiben Features der Shell.

Ausgewählte Eigenschaften der bash

Eine Shell macht viel mehr, als nur Befehle auszuführen. Sie bietet außerdem nützliche Eigenschaften, um diese Aufgabe einfacher zu machen. Beispiele hierfür sind Platzhalter (Wildcards) für allgemei nere Angaben von Dateinamen, das Umleiten von Befehlsausgaben und -eingaben in bzw. aus Dateien, Pipes zum Verknüpfen von Befehlen, Aliase zum schnellen Ausführen häufig verwendeter oder komplexer Befehle, Variablen zum Speichern von Werten, die von der Shell verwendet werden, und vieles mehr. Wir kratzen hier nur an der Oberfläche, um Ihnen ein paar nützliche Werkzeuge vorzustellen. Mit info bash erhalten Sie eine vollständige Dokumentation.

Platzhalter

Mit Platzhaltern kann man eine Menge Dateien mit ähnlichen Namen ansprechen. Zum Beispiel steht a* für alle Dateien, deren Name mit dem Buchstaben »a« beginnt. Platzhalter werden von der Shell zu der Menge von Dateinamen »expandiert«, die dieser Spezifikation entsprechen. Wenn Sie also Folgendes eingeben:

(Der Befehl ist kein Bestandteil der Leseprobe)

Ermittelt die Shell zunächst alle Dateinamen im aktuellen Arbeitsverzeichnis, die mit »a« beginnen. Gerade so, als ob Sie Folgendes eingegeben hätten:

(Der Befehl ist kein Bestandteil der Leseprobe)


 

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