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Lass los und ...gewinne! - Wie Sie falsche Vorstellungen aufgeben und reich dafür belohnt werden
 

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Lass los und ...gewinne! - Wie Sie falsche Vorstellungen aufgeben und reich dafür belohnt werden

 
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Buchausgabe: 14,90€
Download-Version: 12,70€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Karin Lindinger
Verlag: Gräfe und Unzer Verlag
Version: 4. Auflage, 2004
Umfang: 161 Seiten
Format: PDF: 0,93MB
Gewicht: 402 g
ISBN: 3774262829
Bestell-Nr.: 77426282P
Artikeltyp: E-Book
 

Aufgeben und gewinnen? Klingt paradox, ist aber das A und O für ein glückliches, entspanntes Leben. Da sind sich die moderne Glücksforschung und der Buddha einig. Etwas aufzugeben hat nichts mit Niederlage zu tun. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, was für Sie wirklich wichtig ist, was Ihnen wirklich entspricht. Und ebenso darum, das ganze Konglomerat an verqueren Vorstellungen, Ansprüchen und materiellen Dinge loszulassen, die Sie nur behindern und belasten.

"Gib auf und gewinne" hilft, mehr über sich selbst zu erfahren, Prioritäten zu setzen und Entscheidungen zu treffen - und ist außerdem höchst amüsant zu lesen. Eine gekonnte Mischung aus Persönlichkeitstest, modernen Forschungsergebnissen, anschaulichen Beispielen, buddhistischer Philosophie, Trainingseinheiten mit konkreten Vorschlägen motiviert zum Aufgeben - und Gewinnen!


Leseprobe:

Konsum versklavt (S. 111-112)

So funktioniert Werbung: Sie sehen etwas, das Ihnen gefällt. Sie kaufen es. Sie fühlen sich wohl mit Ihrem neu erworbenen Besitz und werden von anderen deswegen bewundert.Und so sieht häufig die Wirklichkeit aus: Sie kaufen etwas. Zu Hause legen Sie es in die Ecke und schauen es nicht mehr an. Oder Sie packen es aus, und es gefällt Ihnen nicht mehr. Oder Sie haben ein schlechtes Gewissen, weil Sie es sich eigentlich gar nicht leisten können. Was ist passiert? Hier soll das Einkaufen für etwas benutzt werden, das es nicht erfüllen kann: zum Abreagieren von Ärger, als Trost für eine Enttäuschung oder um sich selbst wichtig und akzeptiert zu fühlen. Diese Empfindungen sind flüchtig und halten nicht lange vor – die materiellen Dinge aber, die Sie gekauft haben, sind später immer noch da und verändern sich nicht mehr. Natürlich »passen« Sie dann nicht mehr – das Gefühl, dessentwegen Sie sie gekauft haben, ist ja weg.

Noch kritischer wird die Lage, wenn jemand immer wieder Dinge kauft, die er nicht braucht, die Platz und Energie wegnehmen und die Geld gekostet haben, das anderweitig sinnvoller hätte investiert werden können. Zur existenziellen Bedrohung kann es werden, wenn Sie diesen sinnlosen Konsum nicht mit Geld finanzieren, das Sie haben, sondern mit Geld, das Sie sich leihen. Das ist der Weg in die Schuldenmisere, in existenzielle Abhängigkeit und persönliche Demütigung, und deshalb ist es das Allerwichtigste, dass Sie diese Falle erkennen und vermeiden. Bedenken Sie: Kredite sind Ketten, die Sie an Ihren Arbeitsplatz fesseln. Schulden sind Verpflichtungen, die Ihnen den Schlaf rauben. Geliehenes Geld liefert Sie auf Jahre hinaus der Willkür der Banken aus.

Nichts kaufen wollen, was nicht käuflich ist

»Ich will es haben!« ist eine Quelle von Leid und Enttäuschung. Das geht vom Pullover (»Ich will ihn, aber das Geschäft ist geschlossen.«) über den Luxusurlaub (»Ich will ihn, aber er ist zu teuer.«) bis zum Traummann (»Ich will ihn, aber er mich nicht.«). Das mit dem Pullover ist unwichtig, das mit dem Traummann tragisch. Aber hinter beidem lauert dieselbe Grundeinstellung: HABEN WOLLEN. Die Steigerung von »Ich will es haben« ist »Ich will es sofort haben« und mach meist noch viel mehr Ärger. Ein Beispiel: Erika, 37, Chefsekretärin, will sich ein weißes Ledersofa kaufen – auf Raten, denn solche Sofas sind sehr teuer. Als Grund für den ruinösen Kaufwunsch gibt sie an, dass es so gut zu ihrer Einrichtung passen würde. Insgeheim aber träumt sie davon, auf diesem Sofa mit ihren Kollegen zu sitzen und zu plaudern. Dann würde sie vielleicht endlich ein besseres Verhältnis zu ihnen bekommen und sich in der Arbeit nicht mehr so isoliert fühlen.

Ob das klappt? Die Chancen sind gering, denn Erika will etwas kaufen, was nicht käuflich ist. Auch wenn uns die Werbung noch so oft vorgaukelt, man müsse nur dieses Parfüm kaufen, um einen netten Mann kennen zu lernen, oder jene Pralinen im Haus haben, um sofort von Freunden umringt zu sein: Es ist eben nur Werbung! Nach wie vor gewinnt man Freunde nicht mit Ledersofas. Dazu muss man sich selbst ändern – nicht das Mobiliar. Das war Erikas größter Fehler. Um den einzusehen und irgendwann auch vermeiden zu können, müsste sie aber dem immer wiederkehrenden Refrain der westlichen Zivilisation »Ich will es haben!« abschwören.

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