Kostensteuerung kompakt
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Robert C. Rickards |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 229 Seiten |
| Format: | PDF: 2,01MB |
| Gewicht: | 456 g |
| ISBN: | 3486583867 |
| Bestell-Nr.: | 48658386P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Kostensteuerung kompakt
2008. XVIII, 210 S., br.
ISBN 978-3-486-58386-1
Mit Praxisbeispielen und Übungsaufgaben zum Lernerfolg.
Will man die Kosten des operativen Geschäfts kompetent planen und kontrollieren und die Leistungen von Managern sachlich beurteilen, muss man das Instrumentarium der Kostensteuerung ausschöpfen können.
Hier schließt "Kostensteuerung kompakt" als eigenständiger Band an den erfolgreichen Vorgängerband "Budgetplanung kompakt" an. Konzepte und Methoden der Kostensteuerung werden auf einem sprachlich hohen Niveau und anhand vieler praktischer Beispiele eingeführt und vertieft. Besondere Attraktivität erhält dieses Buch durch zahlreiche Übungsaufgaben zu jedem Kapitel und die zugehörigen Lösungswege. Hilfreich ist auch hier wieder das zweisprachige Glossar der Fachbegriffe.
Leseprobe:
2 Einzelkostensteuerung (S. 43-44)
2.1 Einleitung
Im Anschluss an die Ausführungen zum Einsatz von Controlling-Werkzeugen in West- und Mitteleuropa stehen im Folgenden flexible Budgets in Verbindung mit Abweichungsanalysen im Vordergrund. Ihre Schlüsselfunktion im betrieblichen Entscheidungsprozess verdanken beide Instrumente der Tatsache, dass sie einem Manager wichtiges Feedback bezüglich der Kosten und Leistungen seines Unternehmens liefern (Kaplan, 1975, Kraft, 1983, Bender/ Hofmann, 2007).
Da sich die Technik der Abweichungsanalyse sowie deren Interpretation in Bezug auf Einzelkostenarten von der Gemeinkostenanalyse unterscheidet, werden beide Themenkomplexe getrennt dargestellt: Kapitel 2 beginnt mit den Einzelkosten, während Kapitel 3 sich schwerpunktmäßig mit der Gemeinkostenbetrachtung beschäftigt. Die Erläuterungen erfolgen am Beispiel zweier Unternehmen. Unternehmen 1, die Goslarer Glas AG, produziert Windschutzscheiben für die Fahrzeugindustrie. Unternehmen 2, die Hamburger Handtaschen GmbH, fertigt Accessoires für Damen.
2.2 Budgets und Standards
In der Diskussion um Budgets und Abweichungsanalysen werden häufig die Begriffe „budgetiert" und „Standard" verwendet, die nicht miteinander verwechselt werden dürfen. Alle in einer Planrechnung ausgewiesenen Mengen sind zwar budgetierte Mengen, aber nicht alle budgetierten Mengen stellen auch gleichzeitig Standardmengen dar. Eine Standardmenge ist vielmehr die besondere Form einer budgetierten Menge.
Ein Standard stellt ein gutes bzw. bestmögliches Leistungsniveau dar. Er basiert auf einer gründlichen Untersuchung spezifischer Abläufe in einem Unternehmen und wird in Produkteinheiten (PE) bzw. Stückzahlen angegeben. Eine Zeitvorgabe für einen Paketdienstzusteller beispielsweise müsste sich aus einer genauen Untersuchung der für jeden Arbeitsschritt beim Abholen oder Ausliefern eines Paketes erforderlichen Zeit ergeben.
In der Produktion basieren Vorgaben für den Materialverbrauch („materials standards") oft auf detaillierten, von Wirtschaftsingenieuren erstellten Studien. Eine Standardfaktoreinsatzmenge („standard input") ist hier die erlaubte Quantität des Faktors (z. B. Stunden der Fertigungsarbeitszeit oder Kilogramm des Fertigungsmaterials) für eine Produkteinheit bzw. ein Stück Fertigware, ein gutes bzw. das bestmögliche Leistungsniveau vorausgesetzt. Parallel zu den Standardmengen gibt es auch Standardkostensätze („standard costs"). Sie ergeben sich als Stückkosten der Fertigware bei einem guten bzw. dem bestmöglichen Leistungsniveau. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe weltweit arbeitet mit Standardkosten (Matsuda, 1976, Monden, 1992, Krumwiede, 1999/2000). Am häufigsten setzt man sie in den Produktions- und Vertriebsteilen der Wertschöpfungskette ein. Die Standards werden in aller Regel einmal jährlich auf Aktualität überprüft.
Die Definition eines guten bzw. bestmöglichen Leistungsniveaus variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Besonders oft verwendete Alternativen sind Perfektionsstandards und gegenwärtig erreichbare Standards.
• Perfektionsstandards („ideal standards" oder „perfection standards") beziehen sich auf
das bestmögliche Leistungsniveau unter den bestmöglichen Bedingungen („best practice benchmarks"). Es werden keine Abschläge für Verderb, Ausschuss, Nacharbeit, Verschwendung etc. berücksichtigt.
• Gegenwärtig erreichbare Standards („currently attainable standards" oder „practical
standards") bestimmen ein gutes Leistungsniveau unter Berücksichtigung normaler Verluste für Verderb, Ausschuss, Nacharbeit, Verschwendung etc.
Die meisten Unternehmen verwenden derzeit „gegenwärtig erreichbare Standards" in ihren Kostenrechnungssystemen. Mit der steigenden Umsetzung von Konzepten zur kontinuierlichen Verbesserung von Qualität und operativer Effizienz kommen jedoch zunehmend auch Perfektionsstandards zum Einsatz.
Standards erfüllen im Unternehmen im Wesentlichen vier Zwecke: Am größten ist ihr Nutzen für die Kostensteuerung und -kontrolle. Weiterhin kommen sie als Hilfsmittel bei Preisentscheidungen, in der Budgetplanung und in der Vorbereitung des Jahresabschlusses zur Anwendung.
Der Unterschied zwischen budgetierten Kosten und Standardkosten liegt in ihrer Ermittlung. Während Standardkostensätze auf Prozessanalysen beruhen (Wolf, 1982, Glendinning, 1986, Mak und Roush, 1994), werden die budgetierten Kosten oft auf der Grundlage historischer Kostenverhältnisse ermittelt. Damit kann nicht sichergestellt werden, dass die budgetierten Kosten tatsächlich einem guten bzw. bestmöglichen Leistungsniveau entsprechen.
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Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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