Kein Angsthasenbuch - Warum sich Risikofreude für Frauen lohnt
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Irene Becker |
| Verlag: | Campus Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 233 Seiten |
| Format: | PDF: 4,21MB |
| ISBN: | 3593387069 |
| Bestell-Nr.: | 59340519P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Kennen Sie das? Sie sitzen lieber in Ihrer Stammkneipe, als die neue schicke Bar im Viertel auszuprobieren, haben im Job Versagensängste, wenn man Ihnen mehr Verantwortung bietet, und statt ein neues Urlaubsziel auszuprobieren, reisen Sie zum wiederholten Mal an den gleichen Ort. Gerade Frauen scheuen sich oft, mal etwas Neues zu wagen und Risiken einzugehen und bleiben lieber bei Erprobtem und Altbewährtem leider verpassen sie dadurch viele Chancen.
Doch das muss nicht sein! Irene Becker zeigt, wie Frauen lernen können, ihre Risikoscheu zu überwinden und auch mal etwas zu wagen. Sie zeigt spielerisch, wie man seine Hemmschwellen überwindet und Risiken vernünftig einschätzen lernt.
Leseprobe:
5 Machen Sie riskanten Denkfehlern den Garaus (S. 92-94)
So ein Kopf kann ein gar tückisch Ding sein. Einerseits bringt er wunderbare Dinge hervor: spannende Romane über Harry Potter, den überaus praktischen Reißverschluss, Impfstoffe gegen alle möglichen widerlichen Krankheiten, die Relativitätstheorie, betörende Musik zum Dahinschmelzen, schnell trocknenden Nagellack – alles Schöpfungen der erstaunlichen menschlichen Geisteskraft. Und andererseits – Vorurteile gegen Frauen und andere sonderbare Wesen, die Atombombe, unsinnige Gesetze, Lebensmittelverpackungen, die sich nur unter Anwendung brutalster Gewalt öffnen lassen, üble Nachrede und Mobbing am Arbeitsplatz, das Dschungelcamp im Privatfernsehen.
Auch diese unangenehmen Dinge sind dem Kopf entsprungen. Unser Kopf hat die Eigenart, uns mit brillanten Ideen ebenso wie mit unnützen geistigen Blockaden in Form von Denkfehlern, Vorurteilen und einschränkenden Glaubenssätzen zu versorgen, die uns unnötig mutlos und risikoscheu agieren lassen. Nicht nur der Bauch mit den verschiedenen Ängsten, auch der Kopf leistet somit seinen Beitrag zum Dasein als Angsthäschen. An den brillanten Ideen wollen wir natürlich nicht rütteln, aber die blockierenden Denkmuster müssen uns ja nicht bis ans Ende unserer Tage wie eine Eisenkugel am Bein hängen, die Denkfehler uns nicht ewig in die Irre gehen lassen … Schauen wir uns also an, wie man diese Kopfbremsen lösen kann.
Einige beliebte Klassiker: Häufige Irrwege beim Umgang mit dem Risiko und Wahrscheinlichkeiten
Unser brillanter und manchmal etwas wirrer Kopf hat so einige Lieblings denkfallen, in die er besonders oft tappt. Sie vernebeln unser Denken und lassen uns viele Risiken völlig falsch einschätzen, sodass wir nur zu oft nicht den Mut finden, etwas anzugehen, weil wir sie überschätzen. Wirksam blockieren die Fehlurteile den Wagemut und schüren unnötige Ängste. Oder aber wir unterschätzen sie und fallen schmerzhaft auf die Nase.
Sie lassen uns völlig wilde und aus der Luft gegriffene Schlussfolgerungen ziehen, die mit der Wirklichkeit nicht viel gemeinsam haben. Sie hebeln unsere Intelligenz und unseren Verstand so gründlich aus, dass wir unsere Zuflucht in wilden Hypothesen, ja sogar im Aberglauben suchen! Das Schöne ist: Wenn man diese Denkfallen einmal kennt, kann man sich ziemlich erfolgreich davor schützen, erneut hineinzutappen. Machen Sie Bekanntschaft mit den kleinen geistigen Stolpersteinen und erwerben Sie das notwendige Repertoire, ihnen zu Leibe zu rücken und sie zukünftig – wie der Butler in dem Silvesterklassiker »Dinner for one« den Tigerkopf – elegant zu umgehen.
Wiederholung wirkt
Gestern hat Hanna mit ihrer Freundin telefoniert. Die hat ihr erzählt, dass eine gemeinsame Bekannte, die sich vor einigen Monaten mit einem Trendbüro selbstständig gemacht hatte, pleite ist. Das ist in dieser Woche schon die zweite Geschichte des Scheiterns, die sie hört. Von ihrem Cousin weiß sie ebenfalls seit heute, dass er mit seinem ITDienstleistungsunternehmen auf die Nase gefallen ist und sich wieder reumütig nach einer Festanstellung umsieht. Und dann liest man ja auch in der Zeitung regelmäßig so allerhand Misserfolgsgeschichten. Na, da kann sie ihre eigenen Pläne mit der PR-Agentur ja wohl besser in den Mülleimer werfen! Die Aussichten, mit der beruflichen Selbstständigkeit erfolgreich zu sein, sind ja offensichtlich miserabel, so oft, wie das passiert … Nein, das Risiko ist ihr zu groß. Doch genau da macht Hanna einen großen Fehler.
Wir Menschen neigen dazu, Dinge, die wir öfter hören oder lesen, für wahrscheinlicher und glaubwürdiger zu halten als seltener Wahrgenommenes. Das entrüstete, skeptische »Das hab ich ja noch nie gehört!« qualifiziert Ihre erhellende, wissenschaftlich untermauerte und somit fundierte Aussage unverzüglich als völlig unglaubwürdige Faselei ab, sosehr Sie auch auf der Richtigkeit Ihrer wichtigen Information bestehen mögen. Man hat es halt noch nie gehört, dann muss es doch eine abstruse Spinnerei sein.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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