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Investitionsmanagement mit SAP®
 

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Investitionsmanagement mit SAP®

 
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Buchausgabe: 51,95€
Download-Version: 44,99€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Jürgen Jandt, Ellen Falk-Kalms
Verlag: Vieweg
Version: 1. Auflage, 2008
Umfang: 489 Seiten
Format: PDF: 16,26MB
ISBN: 3834802670
Bestell-Nr.: 83489462P
Artikeltyp: E-Book
 

Investitionen nehmen auf die Ergebniserwirtschaftung einen weitreichenden Einfluss. Daher ist eine durchgängige Planung und Abwicklung der Investitionen in einem integrativen Rahmen für die Effizienzerreichung besonders hilfreich. Unter Einsatz des Applikationssystems SAP sollen die einzelnen Teilschritte des Investitionsmanagements vorgestellt werden. Eine durchgängige Fallstudie beginnend mit der Phase Investitionsbeantragung und endend mit der Phase Investitionsaktivierung begleitet das Investitionsmanagement. Alle Schritte zur Einrichtung (Customizing) und zur Umsetzung (Stamm- und Bewegungsdaten) eines Investitionsmanagements unter SAP werden aufgezeigt und mit dem Fallbeispiel verdeutlicht. Das Buch ermuntert zum Selbststudium und leitet zum praktischen betrieblichen Einsatz an.


Leseprobe:

2 Investitionsmanagement auf der Grundlage des Einsatzes von SAP ERP Central Component (SAP ECC) (S. 48-49)

2.1 SAP ECC und seine integrierte Anwendungskomponente Investitionsmanagement (IM)

Die SAP-Applikation ECC und die vorausgegangene SAP-Applikation R/3 verstehen sich als ein ERP (Enterprise Resource Planning)-Produkt, welches als integrierte branchenneutrale Standardsoftware konzipiert alle unternehmensbezogenen betriebswirtschaftlich fundierten mengen- und wertorientierten Prozesse – Geschäftsprozesse genannt – abbilden soll. Es handelt sich um ein Softwaresystem, das eine Vielzahl von Funktionen im Unternehmen unterstützt und über eine einheitliche Datenbasis verknüpft.

Die Verarbeitung erfolgt in Echtzeit (Realtime), wodurch eine sofortige Verbuchung und Aktualisierung der in einem Geschäftsprozess auftretenden Daten erfolgt. Diese Daten stehen nach ihrer Speicherung allen betroffenen Anwendungsgebieten in SAP und ihren SAP-Nutzern zur Verfügung. Zur Gewährleistung der personenbezogenen Sicherung der Daten und des Systems existiert ein verzweigtes Berechtigungskonzept, wodurch der jeweilige Nutzer Zugriff auf bestimmte Anwendungsgebiete erhält, Lese-, Änderungs- oder Buchungsrechte sowie über definierte Partnerrollen Antrags- und Genehmigungsrechte zugesprochen bekommt.

Die Softwaregeneration SAP R/3, die 1992 ihre Marktfähigkeit erreichte, wurde 2004 mit mySAP ERP in die nächste Softwaregeneration überführt. Der Applikationskern mit den Transaktionen und den Tabellen zur Datenspeicherung ist im wesentlichen unverändert erhalten geblieben. Der Focus der Weiterentwicklung liegt in der Integrationsfähigkeit heterogener IT-Landschaften, der Verbindung gesamter, nicht nur unternehmensinterner Geschäftsprozesse (End to End-Prozesse) und der ganzheitlichen Geschäftsabwicklung in Echtzeit. mySAP ERP bildet innerhalb der mySAPLösungen das zentrale Produkt.

Weitere mySAP-Lösungen sind mySAP CRM (Customer Relationship Management), mySAP SRM (Supplier Relationship Management), mySAP PLM (Lifecycle Management) und mySAP SCM (Supply Chain Management). Die mySAP-Lösungen werden unter mySAP Business Suite zusammengefasst. SAP ERP Central Component (kurz SAP ECC) ist der direkte technische Nachfolger von SAP R/3 Enterprise und besitzt, bezogen auf die Anwendungen, den gleichen grundsätzlichen Aufbau. SAP ECC ist im Standard (Standardsystem von SAP) als Mandantengefüge konzipiert. Mit der Auslieferung des Standardsystems stehen im Rahmen eines Standardsystems eine jeweils zulässige Anzahl von Mandanten zur Verfügung. Mandanten sind allgemein ein technisches Strukturmerkmal des SAP-Systems.

Das Standardsystem stellt ein Applikationssystem dar, welches eine Vielzahl von Funktionen eingebettet und eigenständig darstellt. Das SAP-Standardsystem enthält in sich Funktionalitäten der Erfassung, Dokumentation, Kommunikation, Steuerung, Analyse und Auswertung für Abläufe, Ereignisse und Strukturen eines anwendenden Unternehmens, die nach SAP den Anforderungen an die Systemarchitektur wie Flexibilität, Zugänglichkeit, Mehrdimensionalität, Bedienerfreundlichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Offenheit, Datenkonsistenz und -integrität, Zugriff mehrerer Benutzer, Vorhandensein geteilter Zugriffsrechte, offene Technologieplattform, Ermöglichung der Nutzung von gesamten Wertschöpfungsnetzwerken und Konsolidierung heterogener IT-Landschaften Rechnung tragen sollen. Die oberste Organisationseinheit im Rahmen eines SAP-Standardsystems stellt der Mandant dar. Unter ihm finden die notwendigen Konkretisierungen statt. Der Mandant verkörpert insgesamt fünferlei:

1. Der Mandant bildet eine organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheit mit eigenen Stammsätzen und einem eigenständigen Satz von Tabel- len.
2. Der Mandant stellt datenbezogen ein Primärschlüsselfeld in (fast) allen Ta- bellen dar.
3. Der Mandant ist die systemtechnische Nutzungseinheit, unter der alle Ein- gaben mit der Sicherstellung einheitlicher Verarbeitungsregeln gespeichert werden.
4. Der Mandant lässt sich betriebswirtschaftlich als die oberste Unternehmens- einheit (z. B. Konzern) deuten, die mehrere rechtlich oder wirtschaftlich ei- genständige Unternehmen oder Unternehmensteile subsumiert.
5. Der Mandant nimmt in der Hierarchie der Organisationseinheiten eines SAP-Standardsystems die höchste logische Hierarchiestufe ein.

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