Investieren mit Anlagezertifikaten - Der sichere Umgang mit der neuen Anlageform
19,89€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Bettina Pfluger, Walter Kozubek |
| Verlag: | Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H. |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 160 Seiten |
| Format: | PDF: 2,22MB |
| ISBN: | 3709301734 |
| Bestell-Nr.: | 70930173P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Anlagezertifikate für Einsteiger
Bei Anlagezertifikaten handelt es sich um eine noch relativ junge Art der Geldveranlagung. In den vergangenen Jahren hat sich der Markt für Zertifikate auf Grund der massiven Mittelzuflüsse in Deutschland und Österreich als vollwertige Veranlagungsform etabliert. Der Einsatz von Anlagezertifikaten verspricht in vielen Fällen bessere Ertragschancen und Sicherheit, als dies mit einer direkten Aktien- oder Anleiheveranlagung möglich ist. Allerdings sollte sich der Anleger vor der Investition in Anlagezertifikate über die Funktionsweise von Zertifikaten sowie über die Vor- und Nachteile genau informieren.
Dieser Ratgeber hilft, einen Überblick über die Welt der Zertifikate zu bekommen. Er informiert potenzielle und bereits aktive Zertifikate-Investoren objektiv über die Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Finanzinstrumente.
Die Autoren
Walter Kozubek, beschäftigt sich seit 1982 mit Wertpapieren. Geschäftsführer der Webportale www.anlagezertifikate.de,www.hebelprodukte.de und www.geld.com. Herausgeber desregelmäßig erscheinenden ZertifikateReports und des HebelprodukteReports.
Bettina Pfluger, im Wirtschaftsressort der Tageszeitung Der Standard für die Bereiche Geld, Anlage und Finanzierung verantwortlich.
Leseprobe:
Rohstoff-Zertifikate (S. 101-102)
Zertifikate als Zugang zu neuen Basiswerten wie Rohstoffen
Die Wertentwicklung von Rohstoffen und Aktien weisen kaum Gemeinsamkeiten auf. Durch die unabhängige Kursentwicklung (geringe Korrelation) dieser beiden unterschiedlichen Anlageklassen (Assetklassen) werden Rohstoffe oft eingesetzt, um das Aktienrisiko eines Wertpapierdepots abzusichern. Zertifikate spielten eine wesentliche Rolle auf dem Weg, dass Rohstoffe für Privatanleger überhaupt zu einer eigenen Assetklasse aufsteigen konnten.
Wer Mitte der 90er-Jahre auf einen steigenden oder fallenden Goldpreis setzen wollte, dem standen nur ziemlich untaugliche Mittel zur Verfügung. Entweder beschaffte man sich Goldmünzen oder Goldbarren. Dies war natürlich mit beträchtlichem Kapitalaufwand und ordentlichen Spannen zwischen An- und Verkaufspreisen verbunden. Eine andere Möglichkeit bestand darin, in Goldaktien zu investieren, da deren Kurs eine hohe Korrelation zum Goldpreis hat. Wenn der Goldpreis steigt, dann steigen auch üblicherweise die Aktien, die mit der Förderung von Gold zu tun haben. Allerdings könnte es auch in Boomzeiten des Goldpreises vorkommen, dass das Management solch eines Unternehmens falsche Entscheidungen trifft, die sich negativ auf den Aktienkurs auswirken. In diesem Fall würden Anleger trotz einer richtigen Markteinschätzung Verluste erwirtschaften. Für eine größere Streuung des Risikos sorgten in weiterer Folge Aktienindizes, die die liquidesten und besten Aktiengesellschaften der Branche beinhalten. Die unmittelbarste Form, an Goldpreisschwankungen zu partizipieren, stellen jedoch jene Zertifikate dar, die den Kursverlauf einer Feinunze Gold permanent abbilden.
Der Preis für eine Feinunze Gold wird in US-Dollar ausgedrückt. Da die Zertifikate jedoch in Euro gehandelt werden, spielt die Kursentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar bei der Preisfindung der Zertifikate ebenfalls eine entscheidende Rolle. Dabei gilt, dass sich ein Kursanstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar ungünstig auf den Wert des Zertifikates auswirkt und umgekehrt. Allerdings können auch Zertifikate erworben werden, bei denen die Kursschwankungen von Euro/US-Dollar neutralisiert werden. Bei diesen währungsgesicherten „Quanto"-Zertifikaten wird allerdings eine, je nach Emittenten unterschiedliche, Absicherungsgebühr verrechnet, die in regelmäßigen Abständen vom Kurswert des Zertifikates abgezogen wird.
Da mit Rohstoff-Zertifikaten im Verhältnis von 1:1 von der Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Rohstoffs partizipiert werden kann, eignen sich diese Papiere für Investoren, die steigende Rohstoffpreise erwarten. Die Open-End-Zertifikate auf Gold, Silber, Platin und Palladium beziehen sich auf eine Feinunze, also 31,1035 Gramm des jeweiligen Edelmetalls. Über vordefinierte Bezugsverhältnisse von 10:1 = 0,1 bei Gold und Palladium oder beispielsweise 100:1 = 0,01 bei Platin werden die Zertifikate wegen des hohen Preises pro Feinunze auf Grund des billigeren Preises besser handelbar gemacht. Neben den normalen Zertifikaten auf Edelmetalle, die den Kursverlauf für jeweils eine Feinunze mit oder ohne Währungssicherung unmittelbar wiedergeben, existieren auch Discount-, Bonus- und Garantiezertifikate auf Gold.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
bei uns nur: 4,99€

