Innovationsorientiertes Bildungsmanagement
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Sabine Seufert |
| Verlag: | VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV) |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 603 Seiten |
| Format: | PDF: 6,9MB |
| ISBN: | 3531159437 |
| Bestell-Nr.: | 53191004P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Leseprobe:
1 Einleitung (S. 31-32)
1.1 Untersuchungsproblem, forschungsleitende Fragestellung und Forschungsziel
1.1.1 Untersuchungsproblem
Der Einsatz neuer Medien in der Hochschule ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren zahlreiche Impulsprogramme und Förderaktivitäten im tertiären Bildungssektor in Gang gesetzt hat. Mit grossem (finanziellem) Aufwand wurden zahlreiche Pilotierungen umgesetzt. Im Jahr 2000 initiierte die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit der Heinz Nixdorf Stiftung einen Expertenkreis zur Hochschulentwicklung durch neue Medien. Als Vorsitzender dieses Expertenkreises stellt Glotz (2001) in einem einleitenden Positionspapier fest, dass „die neuen Medien einen nachhaltigen Einfluss auf das Bildungssystem entwickeln werden" (S. 9).
Die Thesen des Expertenkreises aus dem Jahr 2000 spiegeln die entwickelten Zukunftsszenarien – damals auf das Jahr 2005 projiziert – wider: Szenario 2005: Hochschullehre aus Sicht des Studierenden Thomas S.:1 Was findet ein typischer Studienanfänger wie Thomas S. in naher Zukunft vor? Wird sein erster Gedanke sein, sich eine Hochschule nach ihrem allgemeinen Renomée auszusuchen? Soll seine erste Alma Mater eher in der Nähe (wegen der Freundin), oder doch lieber weiter fort (wegen der Eltern) liegen? Nichts dergleichen wird ihn beschäftigen. Statt dessen wird Thomas S. das Internet absuchen, um sich über die weltweit angebotenen Kurse und Abschlüsse zu informieren.
Hier findet er eine grosse Palette der „Bildungsprodukte", das meiste davon in englischer Sprache. Typischerweise ist nicht nur das Angebot on-line zugänglich, sondern auch das Studium insgesamt. Seminare und Vorlesungen, Kurse und Betreuung werden als multimediale Websites oder als „training in the box" auf CD-ROM angeboten. Manche Anbieter haben sich auf reines Telelearning in einer virtuellen Umgebung, andere auf hybride Formen spezialisiert. Dazu wird auch persönliche Betreuung vor Ort angeboten. Auch die konventionellen Universitäten sind noch zu finden. Die klassische Hochschule hat allerdings eine höchst agile Konkurrenz bekommen und der Bildungsmarkt ist sehr intransparent geworden: neben der „traditionellen Universität, sind Corporate Universities, Virtuelle Universitäten, Bildungskonsortien und Universitätsnetzwerke entstanden, welche attraktive Abschlüsse auf der Basis von eLearning zeit- und ortsflexibel anbieten. Der Student Thomas S. wird bei der Entscheidungsfindung im „Dschungel der Abschlüsse" unterstützt:
Zuerst geht er zu einem „online Bildungsbroker", der ihm die sich bietenden Perspektiven aufzeigt. Dann muss er, um zum Studium zugelassen zu werden, sich ein Profil seiner Neigungen und Potenziale erstellen lassen. Thomas S. schwankt noch in seiner Entscheidung zwischen Karriere und Neigung. Dank seines Brokers hat er jedenfalls eine klare Vorstellung davon, welche Optionen und Perspektiven sich für ihn auf diesem Feld bieten. Die neuen Medien haben auf jeden Fall für eines gesorgt: das Bildungsangebot wurde transparenter. Und der Lernende liefert sich nicht mehr dem institutionellen ,push‘ aus, er wird nicht mehr nach Notendurchschnitt und Verteilungsschlüsseln irgendwohin geschickt, sondern bedient sich aus einem Angebot, trifft seine persönliche Entscheidung. Da fliessen neben den Kosten auch die Qualitäten des Bildungsangebotes ein, und immerhin ist die Qualität und ihre Steigerung deutlich: wer im Bildungsmarkt bestehen wollte, musste sich der Konkurrenz und seinem Kunden stellen.
Entschieden wird nach Kosten und Nutzen. Die Wahl des speziellen Studiengangs trifft Thomas S. daher nicht leichtfertig, da er jährlich zwischen 3000 und 15000 Euro aufbringen muss (kein Problem, da sein vorausschauender Vater einen „Bildungssparvertrag" für ihn angelegt hat), bis er endlich vom Bildungs-TÜV seine Lizenz für lebenslanges Lernen erhält. Alles in allem geht der Trend in der Welt zu Life-long-learning. Thomas S. interessiert sich dabei nicht nur für die nachvollziehbare (weil evaluierte) Qualität und Effizienz des Studiums, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit des Angebotes: Kann er seine späteren Weiterbildungsbedürfnisse mit seinem jetzigen Bildungspartner abdecken?
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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