In Luxus investieren - Wie Anleger vom Konsumrausch der Reichen profitieren
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Hans-Lothar Merten |
| Verlag: | Gabler Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 148 Seiten |
| Format: | PDF: 1,29MB |
| ISBN: | 3834909440 |
| Bestell-Nr.: | 83498015P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Aktuell verfügen weltweit über zehn Millionen Familien über ein jährliches Einkommen von mehr als einer Million US-Dollar. Tendenz steigend. Davon profitiert die Luxusgüterindustrie. Je höher der Bekanntheitsgrad der Marken ist, um so leichter lassen sich am Markt teilweise exorbitante Preise durchsetzen. Und das schlägt positiv auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen durch. Da fragt sich der Anleger, ob er den Luxus auch ins Portfolio legen soll.
Leseprobe:
9 In den Luxusgüterbereich investieren (S. 57-58)
9.1 Wer reich werden will, sollte von den Reichen lernen
Die erste Million ist die schwerste, danach lässt man das Kapital arbeiten – und genießt das Leben. Wohlstand bleibt, so glauben viele, vor allem jenen vorbehalten, die schon seit jeher ein „dickes Polster" haben. Doch so einfach ist es nicht. Reiche werden nicht einfach so immer reicher. Es klappt nur, wenn sie ihr Geld richtig anlegen – oder anlegen lassen. Vermögensverwaltung ist ein kompliziertes Geschäft. Rund 6.000 Fonds und 350.000 Zertifikate sind in Deutschland für Anleger zugelassen. Es ist ein schwer durchschaubares Dickicht. Und mit Einführung der Abgeltungssteuer zum Jahreswechsel bringt die Finanzindustrie derzeit noch mehr Produkte auf den Markt. Viele werden als „Reichmacher" verkauft. Doch Anleger ohne Finanzbildung verstehen die mitunter komplexen Papiere kaum. Das geht auch gar nicht.
Und hier liegt das Geheimnis des Erfolgs – die eigenen Grenzen erkennen. Viele Vermögende können das und betreuen deshalb ausgesuchte Profis mit der Geldverwaltung. Jeder „Normalanleger" sollte in dieser Hinsicht von den Reichen lernen. Ob 10.000, 100.000, 100 Millionen EUR oder ein monatlicher Sparplan mit 250 EUR – die Gesetze einer erfolgreichen Vermögensverwaltung gelten immer. Und diese Regeln sind kein Insiderwissen irgendeiner Milliardärs-Loge. Das Wissen ist abrufbar. Vor allem gibt es heute auch die Finanzprodukte, um genau dort zu investieren, wo es die Vermögenden auch tun. In nahezu jeden Markt dieser Welt nämlich.
Deutsche „Normalanleger" machen oft einen entscheidenden Fehler. Sie stecken ihr Kapital zu 80 Prozent in deutsche Anleihen, dazu ein paar deutsche Aktien, der Rest kommt aufs deutsche Sparkonto. Beliebt sind Aktien aus der Branche, in der man selbst arbeitet. Hat dann beispielsweise der Bankensektor Probleme – wie aktuell –, verliert der „Normalanleger" nicht nur seinen Job, die Aktienkurse brechen auch ein. Klumpenrisko nennt das der Experte: im Depot sind zu wenige Branchen, zu wenige Länder, zu wenige Anlageklassen. Doch 80 Prozent des Erfolgs basiert auf der Streuung des Geldes, 20 Prozent macht die Produktqualität aus, so Studien. Erfolgreich anzulegen bedeutet somit, das Kapital außer in Aktien und Anleihen auch in Immobilien, Rohstoffen, Hedgefonds und Private Equity zu stecken.
Dazu vielleicht noch Grund und Boden oder Wald. Man kann gar nicht genug streuen – im Gegenteil. Je größer die Streuung, desto geringer das Risiko. 9 In den Luxusgüterbereich investieren Doch die Verständnishürde dieser Anlagestrategie ist hoch. Da erscheint es einfacher, das Geld zu fünf Prozent sicher auf einem Festgeldkonto anzulegen. Aber – der Zinsertrag muss versteuert werden, und die Inflation liegt derzeit bei vier Prozent plus. Da bleibt real fast nichts übrig. Bei Finanzprodukten reicht eine Fehlentscheidung, dann droht für viele Anleger statt Wertgewinn Altersarmut. Die meisten Millionäre und Milliardäre wissen da Bescheid.
Ihr Vermögen ist immer gefährdet, und deshalb suchen sie die besten Geldverwalter – und sie kontrollieren deren Leistung. Diese Strategie sollten alle Anleger beherzigen: Nicht dem nächstbesten Finanzberater vertrauen. Mit vielen sprechen und zwei Punkte abklären: Wie hoch sind die Gebühren? Wie hält es der Berater mit der Kapitalstreuung? Die ersten 1.000 EUR so zu verdienen, dass Risiko und Rendite langfristig im Lot sind – das ist das Schwerste.
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