Ibor. Mein Kosmos - Mein weites Land - Fantastischer Liebesroman
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Anneliese Wipperling |
| Verlag: | Engelsdorfer Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 153 Seiten |
| Format: | PDF: 0,18MB |
| ISBN: | 3869016957 |
| Bestell-Nr.: | 86901705P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Leseprobe:
Ein Jahr später (S. 18-19)
Als Austauschstudentin nach Heyla
Ich gehe, nein, ich schwebe durch einen abstrakten Raum. Er ist milchig weiß, von einem unwirklichen Licht erfüllt, einem Licht, das alles durchdringt. Ich sehe meine Hand an und kann Adern und Knochen erkennen, wie das rote Blut fließt, wie die Muskelfasern und Sehnen zusammen spielen - und die Finger krümmen und strecken. Hoffentlich ist das keine gefährliche Strahlung und ich muss nicht sterben, weil ich all dies gesehen habe", denke ich besorgt. "Ich will noch nicht gehen!
Ich muss auf Obi-Wan warten. Er hat versprochen, mich in der Sphäre der Klarheit zu treffen - und gibt es eine größere Klarheit, als zuzusehen, wie die eigenen Knochen funktionieren? "Es gibt sie", sagt eine kühle Stimme. Fremd, eindeutig männlich. "Schau her", sagt der Mann, der plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist. Der schwarze Körper ist nur eine Kontur. Ich sehe grünes Blut fließen. Sein Herz schlägt schneller als meines. Wo normalerweise das Gesicht ist, befindet sich eine Art ovales Fenster. Ich kann sehen, wie die Sterne beim Stellarflug zu schillernden Bahnen werden. Fremde Sonnen dehnen sich aus, fressen bewohnte Planeten.
Eine Energiebarriere verhüllt das letzte Geheimnis. Jetzt kann ich es erkennen: Es ist der Tod. Eine Frau stirbt. Vor ihr kniet ein dunkler Mann, hält ihre Hand - ihre Knochen, Adern, Sehnen - in seinen festen, dunklen Fingern. Ich sehe nur die breiten Schultern und sein schwarzes, langes Haar. Alles löst sich auf. Das Fenster zur Welt wird geschlossen. Für Bruchteile von Sekunden erkenne ich ein Gesicht: sehr dunkel, sehr markant, mit einem großen, weichen Mund, der nicht so recht dazu passt, tiefschwarze, prüfende Augen. Ein Unbekannter, der sich langsam in grauen Nebel auflöst und ebenso wie das Licht in mich eindringt.
Der aufgesogen wird von meinem hungrigen Fleisch. Was für eine seltsame, beunruhigende Nacht! Ich dachte an den Rat meines heylanischen Professors Andal, alle meine Träume aufzuschreiben. Seit ich bei ihm Privatunterricht in Mentalkontrolle nahm, wirkte vieles, was ich bisher für nebensächlich gehalten hatte auf einmal viel wichtiger. Ich lernte, meinen Körper zu disziplinieren, meinen Geist zu reinigen, überflüssige Gefühle beiseitezuschieben, mich auf einen Gedanken oder eine Person zu konzentrieren, über gewisse Energieportale Kontakt aufzunehmen, jemanden zu beeinflussen ... und nun die Träume!
"Sie haben so viele interessante Gaben, Michelle", sagte Andal erst vor wenigen Tagen eindringlich. "Vielleicht können Sie im Schlaf die Zukunft berühren, wie die Wahrträumer meines Volkes. Er dachte wohl noch immer an das seltsame Alien, das ich in der Nacht, bevor ich ihm das erste Mal begegnete, gesehen hatte. "Ein heylanischer Fernaufklärer hat vor fünfzehn Jahren ein havariertes Flüchtlingsschiff gefunden. Es dauerte eine Weile, bis eine Verständigung mit den unbekannten Außenweltlern möglich war. Sie waren auf der Flucht vor einer talurische Invasionsarmee", berichtete er mit neutraler Stimme.
"Und wie sehen sie aus, die Taluri?", fragte ich neugierig. "Ihre Gesichter sollen schiefergrau sein. Manchmal stellenweise mit seltsamen bunten Mustern bedeckt. Sie können so ihre Gefühle ausdrücken: mit farbigen Ornamenten. Diese Angaben habe ich jedenfalls im Datennetz der heylanischen Akademie gefunden." "Warum weiß man auf der Erde nichts darüber?" "Weil noch kein direkter Kontakt mit den Taluri hergestellt wurde. Informationen aus zweiter Hand sind nicht relevant. Es gibt so viele Legenden über seltsame Spezies. Man wartet auf allen Ligawelten ab, bis die Hinweise etwas konkreter sind."
Mir wurde ganz kalt bei Andals Worten. Genau so hatte der Taluri in meinem Traum ausgesehen! Also würde die Ligaflotte irgendwann in der Zukunft auf ein neues, gieriges Imperium treffen, einen sehr gefährlichen Feind. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendwann diese hässlichen Kerle in unseren Discos herumlaufen würden, jedenfalls mochte ich nicht daran denken und außerdem war ich mir nicht sicher, "Träume sind Schäume", pflegte meine kluge Großmutter immer zu sagen. Wenn ich wirklich so eine Gabe besitze - nur mal zum Spaß - was bedeutet dann dieser neue Traum?
Die Sphäre der Klarheit ist irgendwo im Geist, das verstehe ich inzwischen - und ich bin nicht Obi-Wan begegnet, jedenfalls ist der nicht schwarz und hat kein grünes Blut. Der Fremde war eindeutig Heylaner, ein Mann vom Volk der Turuska, jemand, der seine Frau verloren hat und meinen Weg kreuzen wird, was immer das für mich bedeuten mag. Heute Abend startet ein Kurierschiff nach Heyla, es wird Professor Andal und seinen besten Studenten an Bord haben. Wer hätte vor einem Jahr geahnt, dass ich das sein würde, dass ich heylanische Philosophie zu meinem Hauptfach machen würde und von Heyla träumen, als würde es zu meinem geliebten Star Wars Universum gehören. Als ich meine Eltern vorsichtig fragte, ob ich irgendwann in den Semesterferien dort hinreisen dürfte, haben sie einfach abgelehnt. Sie machten sich darüber lustig, dass ich wieder einmal ein neues Märchenreich gefunden hätte.
Für solchen Quatsch würden sie ihre kostbaren Krediteinheiten nicht verschwenden. Meine Spinnereien würden ihnen langsam zu teuer. Als wenn ich jemals besonders viel verlangt hätte! Aber dies ist eine Auszeichnung. Professor Andal hat dafür gesorgt, dass eine heylanische Universität die Kosten übernimmt, da konnten sie natürlich nicht Nein sagen und sie haben sich gewundert, wie ihre versponnene Tochter es geschafft hat, Jahrgangsbeste zu werden.
Das war für mich die größte Genugtuung. Noch nie in meinem Leben habe ich mich für etwas so sehr angestrengt. Ich werde etwas kennenlernen, das in keiner Datenbank der Liga friedlicher Welten zu finden ist, eine Kultur, die noch archaischer, und merkwürdigerweise trotzdem logischer und freundlicher ist, als das offizielle Heyla, den Ma-Rinnu begegnen, Wahrträumern, Stammesältesten, weisen ältesten Müttern, Meistern der Mentalkontrolle ..."
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Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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