Homerecording
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Carsten Kaiser |
| Verlag: | bhv Distribution |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 737 Seiten |
| Format: | PDF: 28,55MB |
| ISBN: | 3826681665 |
| Bestell-Nr.: | 82668166P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Homerecording ist das relevante Mittel für Musiker im Amateurbereich, um ihre Musik bekannt zu machen – ob für Auftritts-Akquisition, Bemusterung oder die Pressearbeit. Carsten Kaiser erklärt, wie der professionelle Ablauf einer Produktion geplant werden kann und praktisch vonstattengeht. Zusätzlich zu den theoretischen Inhalten und dem technisch notwendigen Grundwissen vermittelt er vor allem Spaß an der Arbeit mit den eigenen Aufnahmen.
So findet der Leser einen schnellen Einstieg in die Welt des Homerecordings und lernt, sich ein Stück weit als Produzent zu verstehen und professionelle Ergebnisse zu erzielen. Carsten Kaiser, Jahrgang 1974, absolvierte das Studium Jazzgesang der Glen Buschmann Jazzakademie in Dortmund und besuchte das Konservatorium der Hogeschool Enschede (NL). Er arbeitet heute schwerpunktmäßig als Sänger, Produzent und Fachbuchautor.
Homestudio: Minimalanforderungen, HDD, RAM, Grafikkarte, Abhörlautsprecher, Kopfhörer, Betriebssystem, Monitor, Sound-/Recordingkarte, Räumlichkeiten
Mischpult: Aufbau und Konzepte von analogen und digitalen Mixern, Funktionsweise, Kanäle, Gruppen und Summen, Monitorwege, Master-Bereich
Outboard &, Effekte: Dynamik-Aufbereitung, Filter, Raumklang, Modulation, Verzerrer, Psycho-Akustik, Mastering-Effekte, Preamps, Multieffektgeräte, Racksysteme, Kabelkunde, Multicores, Patchbays
Instrumente: Besonderheiten und Tricks bei der Aufnahme und Verarbeitung von Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Stimme MIDI: Prinzip und Funktionsweise, MIDI-Interfaces, Umwandlung von Audio-Daten, Programmierung, MIDI-Recording
Software: Software-Studios, Sequenzer, Audio- und MIDI-Bearbeitung, Schnittstellen und Treiber, PlugIns
Aufnahme: Aufnahme von Instrumenten und Stimme, Mehrspuraufnahmen, Click, Schmutzspur, Verkabelung, Mikrofone, Stereoaufnahmen
Mix &, Mastering: Zielsetzung, Planung, Klangbilder, Mastering-Effekte, CD-Erstellung
Anhang: Kabelbelegungen, MIDI-Tabellen, EQ- und Delay-Kurzreferenz, Buch-DVD
Auf DVD: Audio-Beispiele, viele nützliche Freeware und Demo-Versionen sowie ein mehrspuriges Video zur Erläuterung der Soundbearbeitung bei Schlagzeug-Aufnahmen
Leseprobe:
5 MIDI (S.493)
Das ominöse MIDI
Die Abkürzung MIDI steht für Musical Instruments Digital Interface und bezeichnet damit eine digitale Schnittstelle für Musikinstrumente. Diese führt hinsichtlich Arbeitsweise und Einsatzmöglichkeiten bei vielen Musikern, die bisher keinerlei Erfahrung mit einem Keyboard oder einem Synthesizer gemacht haben, zu einigem Unverständnis und lässt Raum für wilde Spekulationen. Schauen wir uns einmal an, was überhaupt per MIDI übertragen wird.
Protokoll
Wichtig ist, dass durch MIDI-Kabel keine Audiosignale übertragen werden. Das zwischen den unterschiedlichen Geräten ausgetauschte MIDI-Protokoll enthält lediglich Steuerbefehle und deren Parameter, also die »nackte« Information über das Gespielte, nicht aber das Gehörte selbst. Verstehen Sie den Unterschied? Hier ein Beispiel aus der Praxis: Sie verbinden ein Master-Keyboard über ein MIDI-Kabel mit einem Klangerzeuger.
Angenommen, das Master-Keyboard selber hat keine eingebaute Klangerzeugung wie einen Synthesizer oder einen Sampler. Folglich kann es keinerlei hörbaren Audiosignale aussenden. Was es jedoch aussenden kann, sind Daten ... und zwar nach der Art Ton an/Ton aus, sowie zu der gespielten Tonhöhe, Anschlagstärke und beinahe allen weiteren Parametern, die beim Spielen einer Tastatur so anfallen.
Diese Daten werden über das MIDIKabel übertragen und vom Klangerzeuger umgesetzt. Er interpretiert die vom Master-Keyboard gesendeten Daten und weist sie den durch ihn verfügbaren Klangerzeugungsprogrammen zu. Erst durch diese sind die gespielten Töne hörbar. Die MIDIDaten selber »klingen« also nicht. Und auch ein Klangerzeuger selber kann keine Töne ausgeben, sofern er nicht Steuerdaten dafür erhält.
Im MIDI-Protokoll werden auch Informationen über das Umschalten zwischen verschiedenen Sounds übertragen. So können Sie etwa Angaben wie wähle Soundbank 3 aus und spiele Sound 120 übermitteln. Auch weiter gehende Programmparameter wie die Lautstärke und das Tuning oder die Oktavlage können mitgesendet werden. Beinahe alle MIDI-Klangerzeuger (vor allem PC-Soundkarten) verfügen auch über eine eigene Effektsektion, die Sie mit MIDI-Daten regeln können. Hierbei handelt es sich um gängige Effekte wie etwa Hall, Echo und Kompression.
Zusätzlich zu diesen Informationen ist auch das Übertragen von gerätespezifischen Klangparametern möglich. Dies geschieht über die so genannten Controllerwerte. Einige Hardware, die diese Controller anspricht, kennen Sie bereits von gängigen Keyboards. So spricht etwa das Modulationsrad eines Keyboards den Modulations-Controller an. Ähnlich verhält es sich mit Pitchbend, Gesamtlautstärke und vielen weiteren.
Anwendungsgebiete für MIDI
Aus dieser Arbeitsweise ergeben sich die verschiedensten Anwendungsgebiete für den Zusammenschluss von MIDI-Geräten. So können Sie etwa wie beschrieben ein Master-Keyboard direkt mit einem Klangerzeuger verbinden, zum Beispiel für den Live-Einsatz. Sie können die MIDI-Daten des Master-Keyboards aber auch mit einer Software auf Ihrer DAW speichern und dort kopieren, vervielfältigen, verändern, was immer Sie möchten. So können Sie dieselben Daten etwa für verschiedene Instrumente nutzen, ohne dass das Gespielte noch einmal neu aufgezeichnet werden müsste. Um ein neues Instrument das Gleiche spielen zu lassen, kopieren Sie einfach die MIDI-Daten.
MIDI – technische Daten
Bei MIDI-Datenströmen handelt es sich um eine serielle Datenübertragung mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 31.250 Bits pro Sekunde. Der normierte Aufbau von MIDIDaten setzt sich jeweils zusammen aus einer Befehlskennung, den eigentlichen Befehlsdaten sowie der Kanalnummer. Es sind insgesamt 16 Kanäle steuerbar.
So findet der Leser einen schnellen Einstieg in die Welt des Homerecordings und lernt, sich ein Stück weit als Produzent zu verstehen und professionelle Ergebnisse zu erzielen. Carsten Kaiser, Jahrgang 1974, absolvierte das Studium Jazzgesang der Glen Buschmann Jazzakademie in Dortmund und besuchte das Konservatorium der Hogeschool Enschede (NL). Er arbeitet heute schwerpunktmäßig als Sänger, Produzent und Fachbuchautor.
Homestudio: Minimalanforderungen, HDD, RAM, Grafikkarte, Abhörlautsprecher, Kopfhörer, Betriebssystem, Monitor, Sound-/Recordingkarte, Räumlichkeiten
Mischpult: Aufbau und Konzepte von analogen und digitalen Mixern, Funktionsweise, Kanäle, Gruppen und Summen, Monitorwege, Master-Bereich
Outboard &, Effekte: Dynamik-Aufbereitung, Filter, Raumklang, Modulation, Verzerrer, Psycho-Akustik, Mastering-Effekte, Preamps, Multieffektgeräte, Racksysteme, Kabelkunde, Multicores, Patchbays
Instrumente: Besonderheiten und Tricks bei der Aufnahme und Verarbeitung von Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Stimme MIDI: Prinzip und Funktionsweise, MIDI-Interfaces, Umwandlung von Audio-Daten, Programmierung, MIDI-Recording
Software: Software-Studios, Sequenzer, Audio- und MIDI-Bearbeitung, Schnittstellen und Treiber, PlugIns
Aufnahme: Aufnahme von Instrumenten und Stimme, Mehrspuraufnahmen, Click, Schmutzspur, Verkabelung, Mikrofone, Stereoaufnahmen
Mix &, Mastering: Zielsetzung, Planung, Klangbilder, Mastering-Effekte, CD-Erstellung
Anhang: Kabelbelegungen, MIDI-Tabellen, EQ- und Delay-Kurzreferenz, Buch-DVD
Auf DVD: Audio-Beispiele, viele nützliche Freeware und Demo-Versionen sowie ein mehrspuriges Video zur Erläuterung der Soundbearbeitung bei Schlagzeug-Aufnahmen
Leseprobe:
5 MIDI (S.493)
Das ominöse MIDI
Die Abkürzung MIDI steht für Musical Instruments Digital Interface und bezeichnet damit eine digitale Schnittstelle für Musikinstrumente. Diese führt hinsichtlich Arbeitsweise und Einsatzmöglichkeiten bei vielen Musikern, die bisher keinerlei Erfahrung mit einem Keyboard oder einem Synthesizer gemacht haben, zu einigem Unverständnis und lässt Raum für wilde Spekulationen. Schauen wir uns einmal an, was überhaupt per MIDI übertragen wird.
Protokoll
Wichtig ist, dass durch MIDI-Kabel keine Audiosignale übertragen werden. Das zwischen den unterschiedlichen Geräten ausgetauschte MIDI-Protokoll enthält lediglich Steuerbefehle und deren Parameter, also die »nackte« Information über das Gespielte, nicht aber das Gehörte selbst. Verstehen Sie den Unterschied? Hier ein Beispiel aus der Praxis: Sie verbinden ein Master-Keyboard über ein MIDI-Kabel mit einem Klangerzeuger.
Angenommen, das Master-Keyboard selber hat keine eingebaute Klangerzeugung wie einen Synthesizer oder einen Sampler. Folglich kann es keinerlei hörbaren Audiosignale aussenden. Was es jedoch aussenden kann, sind Daten ... und zwar nach der Art Ton an/Ton aus, sowie zu der gespielten Tonhöhe, Anschlagstärke und beinahe allen weiteren Parametern, die beim Spielen einer Tastatur so anfallen.
Diese Daten werden über das MIDIKabel übertragen und vom Klangerzeuger umgesetzt. Er interpretiert die vom Master-Keyboard gesendeten Daten und weist sie den durch ihn verfügbaren Klangerzeugungsprogrammen zu. Erst durch diese sind die gespielten Töne hörbar. Die MIDIDaten selber »klingen« also nicht. Und auch ein Klangerzeuger selber kann keine Töne ausgeben, sofern er nicht Steuerdaten dafür erhält.
Im MIDI-Protokoll werden auch Informationen über das Umschalten zwischen verschiedenen Sounds übertragen. So können Sie etwa Angaben wie wähle Soundbank 3 aus und spiele Sound 120 übermitteln. Auch weiter gehende Programmparameter wie die Lautstärke und das Tuning oder die Oktavlage können mitgesendet werden. Beinahe alle MIDI-Klangerzeuger (vor allem PC-Soundkarten) verfügen auch über eine eigene Effektsektion, die Sie mit MIDI-Daten regeln können. Hierbei handelt es sich um gängige Effekte wie etwa Hall, Echo und Kompression.
Zusätzlich zu diesen Informationen ist auch das Übertragen von gerätespezifischen Klangparametern möglich. Dies geschieht über die so genannten Controllerwerte. Einige Hardware, die diese Controller anspricht, kennen Sie bereits von gängigen Keyboards. So spricht etwa das Modulationsrad eines Keyboards den Modulations-Controller an. Ähnlich verhält es sich mit Pitchbend, Gesamtlautstärke und vielen weiteren.
Anwendungsgebiete für MIDI
Aus dieser Arbeitsweise ergeben sich die verschiedensten Anwendungsgebiete für den Zusammenschluss von MIDI-Geräten. So können Sie etwa wie beschrieben ein Master-Keyboard direkt mit einem Klangerzeuger verbinden, zum Beispiel für den Live-Einsatz. Sie können die MIDI-Daten des Master-Keyboards aber auch mit einer Software auf Ihrer DAW speichern und dort kopieren, vervielfältigen, verändern, was immer Sie möchten. So können Sie dieselben Daten etwa für verschiedene Instrumente nutzen, ohne dass das Gespielte noch einmal neu aufgezeichnet werden müsste. Um ein neues Instrument das Gleiche spielen zu lassen, kopieren Sie einfach die MIDI-Daten.
MIDI – technische Daten
Bei MIDI-Datenströmen handelt es sich um eine serielle Datenübertragung mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 31.250 Bits pro Sekunde. Der normierte Aufbau von MIDIDaten setzt sich jeweils zusammen aus einer Befehlskennung, den eigentlichen Befehlsdaten sowie der Kanalnummer. Es sind insgesamt 16 Kanäle steuerbar.

