Handbuch der Tonstudiotechnik
80,00€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Johannes Webers |
| Verlag: | Franzis Verlag |
| Version: | 8. Auflage, 2003 |
| Umfang: | 700 Seiten |
| Format: | PDF: 26,25MB |
| ISBN: | 3772355285 |
| Bestell-Nr.: | 77232980P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Im Bereich der vielkanaligen stereofonischen Bearbeitung und Übertragung sind dies die verschiedenen Dolby-Surround-Systeme in Verbindung mit dem 3/2-Stereo-Standard und die Verteilung monofoner Signale auf bis zu sieben Stereo-Kanäle bei der Nachbearbeitung von Spielfilmen. Die Behandlung der MIDI- und Synthesizer-Systeme, die verschiedenen TimeCode-Verfahren für die elektronische Nachbearbeitung von Audiosignalen sowie das analoge Lichttonverfahren in Verbindung mit einer breitbandigen stereofonischen Laseraufzeichnung beschließen den Reigen der Analog-Technik. Darüberhinaus findet der Leser auch Hinweise für die Restauration historischer Aufnahmen.
Im Teil der digitalen Signalspeicherung und Nachbearbeitung findet man die Verfahren zur Datenreduktion, die in internationalen Vereinbarungen nach MPEG-1 bis MPEG-7 und MP3 standardisiert sind. Einen Schwerpunkt stellt das Kapitel über die Compact-Disc-Systeme dar, das die sehr weit verbreitete CD-Technik von der klassischen CD-DA über die CD-ROM mit ihren diversen Varianten bis hin zur DVD und Super Audio-CD (SACD) ausführlich behandelt.
Darüberhinaus findet der Leser auch eine eingehende Darstellung der magnetooptischen Aufzeichnungssysteme MOD und MiniDisc. Die digitalen Lichttonverfahren DOLBY SR*D, SONY-SDDS und DTS behandelt ein eigenes Kapitel. Hard-Disk-Systeme und das bandlose Studio in Verbindung mit nichtlinearen Editing-Systemen (NES) wie AVID, FAIRLIGHT, LIGHT WORKS, MONTAGE und PROTOOLS sind eine Realität. In einem besonderen Kapitel fanden diese modernen Nachbearbeitungsverfahren unter Berücksichtigung praktischer Aspekte und Erfahrungen entsprechenden Raum.
Ein ausführliches Literatur- und Stichwortverzeichnis unterstreicht den hohen Nutzwert als bewährtes und praktisches Nachschlagewerk.
Leseprobe:
8 Die Hintergrund-Projektion (S. 381-382)
Die Hintergrundgestaltung versetzt uns in die Lage, mit Hilfe der Perspektive und durch den Einsatz technischer Mittel den meist vorhandenen Vorder- und Mittelgrund einer Spielszene beliebig zu ergänzen oder auch zu vergrößern, um beim Beschauer eine nahezu vollkommene Illusion hervorzurufen. – Die einfachste Form der Hintergrund-Gestaltung ist die Pappkulisse und der Hintersetzer. Will man große Entfernungen darstellen, so muß man entsprechend große Horizontwände verwenden. Befindet sich vor solcherWand einWasserbassin, dann läßt sich die Tiefenwirkung noch erheblich steigern. – Auch die Kombination von Modellen in Verbindung mit einem gemalten Hintergrund ergibt interessanteWirkungen. – Alle bisher genanntenVerfahren zur Hintergrundgestaltung sind meist mit erheblichemAufwand verbunden. Auch ist eine schnelle Veränderung einer solchen Filmdekoration schwierig, so daß die Bildgestaltung dann oft auf die Gegebenheiten der Dekoration Rücksicht nehmen muß. Die heute hochentwickelte Tricktechnik bietet daher mit ihren speziellen Projektionssystemen eine wertvolle Ergänzung und Bereicherung.
Das Rückprojektionsverfahren
Die Rückprojektion ist ein Verfahren zur Aufnahme kinematographischer Filme, bei dem der reale Hintergrund einer Szene, wie etwa ein natürliches Motiv oder auch eine Dekoration, durch ein projiziertes Bild ersetzt wird. Bei dieser Methode (Abb. D8-1) stehen die zu beleuchtenden Personen oder Gegenstände des Vordergrundes vor einem durchscheinenden Schirm, auf dessen Rückseite die Hintergrundbilder mit Hilfe eines Projektors projiziert werden [39].
Die Bewegung des Filmmaterials im Projektor und in der Kamera muß genau synchron sein. Das projizierte Bild läßt sich mit Fernsteuerung von der Kamera aus genau einrichten. Der Lichtabfall am Rande der Bildwand kann durch große Projektionsentfernungen gering gehalten werden und läßt sich durch Ausgleichsblenden weiter reduzieren. Bei geringen Projektionsentfernungen, die mit kurzen Brennweiten möglich sind, tritt auf der Bildwand eine relativ große Streuung auf, die die Bildqualität merklich herabsetzt.
Besonders vorteilhaft ist die Rückprojektion bei der Aufnahme von Szenen in sich bewegenden Fahrzeugen, die unter natürlichen Verhältnissen wegen des beengten Raumes und der Schwierigkeit zweckmäßiger Ausleuchtung oft nicht durchführbar sind. Für diesen Fall nimmtmanzumBeispiel den Hintergrund vorher aus einem fahrenden Fahrzeug heraus auf und projiziert ihn dann im Atelier auf die Hintergrundwand, vor der sich ein ruhendes und für die speziellen Aufnahmebedingungen zweckmäßig hergerichtetes Fahrzeugmodell befindet. Für den Betrachter des fertigen Filmes entsteht so der Eindruck, als ob sich das Fahrzeug in einer Landschaft bewegen würde.
Kapitel:
0. Inhalt und Vorwort
1. A Grundlagen (50 Seiten)
2. B Die fotografische Bildspeicherung (70 Seiten)
3. C Die elektronische Bildübertragung (162 Seiten)
4. D Film - die fotografische Speicherung von Laufbildern (124 Seiten)
5. E Videoband (143 Seiten)
6. F Video-Disc (49 Seiten)
7. G Grenzbereiche zwischen Videotechnik und Film (60 Seiten)
8. Literaturverzeichnis und Sachregister
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