Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre - Dozentenausgabe
34,80€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Henner Schierenbeck, Claudia B. Wöhle |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 17. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 961 Seiten |
| Format: | PDF: 8,35MB |
| ISBN: | 3486588699 |
| Bestell-Nr.: | 48658869P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Das Wissen um betriebswirtschaftliche Grundtatbestände ist eine notwendige Voraussetzung für jeden, der in Betrieben an verantwortlicher Stelle tätig ist oder sich als Studierender auf eine solche Tätigkeit vorbereitet. Dabei kommt es häufig nicht so sehr auf ein spezifisches Detailwissen, als vielmehr auf die Fähigkeit an, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge konzeptionell zu erfassen und betriebliche Probleme in ihrem spezifisch ökonomischen Wesenskern zu begreifen. Aufbau und Inhalt des Lehrbuches sind von dieser Grundüberlegung geprägt.
Dieses moderne Standardlehrwerk der Betriebswirtschaftslehre bedarf keiner Anpreisung mehr. Die Verbreitung des Werkes hat inzwischen eine Größenordnung erreicht, die keinen Vergleich mehr scheuen muss.
Zur Neuauflage: Inhaltliche Überarbeitungen sind vor allem im Sechsten Kapitel (Betriebliche Finanzprozesse) und im Achten Kapitel (Externe Unternehmungsrechnung) vorgenommen worden. Was Letzteres angeht, sind notwendige Aktualisierungen an die geltenden Rechtsvorschriften erfolgt und die IFRS stärker einbezogen worden. Im Abschnitt zur Investitionsrechnung sind die DCF-Ansätze in ihrem Einsatz sowohl für die Unternehmensbewertung als auch allgemein für die Bewertung von Investitionsprojekten umfassender beleuchtet. Auch hat die in der Praxis verbreitete Form der relativen Unternehmensbewertung mithilfe von Multiplikatoren erstmals Eingang gefunden.
Diese Dozentenausgabe in Hardcover beinhaltet zur effektiven Vorlesungsvorbereitung eine CD-Rom mit den Abbildungen dieses Buchs. (Für die eBooks-Version, CD-ROM auf Nachfrage)
Leseprobe:
"3.1 Entstehung von Unternehmungszielen (S. 71-72)
Die Ziele der Unternehmung, auf die sich ihre gesamten zielerreichenden Maßnahmen auszurichten haben und anhand derer die Zielerreichung der Unternehmung als wirtschaftliche Einheit beurteilt wird, sind keine von vornherein vorgegebenen, festen Größen. Vielmehr sind sie regelmäßig das Ergebnis eines (vor allem in größeren Unternehmungen multipersonalen und multioperationalen) Zielentscheidungsprozesses, in dem die unterschiedlichen Ziele der Unternehmungsträger und gesellschaftlicher Gruppen für die Unternehmung zu einem Ausgleich gebracht werden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Machtverteilung zwischen den verschiedenen Unternehmensträgern(- gruppen). Denn es ist leicht einzusehen, dass es hierfür letztlich darauf ankommt, die Willensbildung in der Unternehmung im Sinne der individuellen oder kollektiven Ziele zu beeinflussen und diese Ziele auch gegenüber konfliktären Interessenlagen durchzusetzen. Je mehr es einzelnen Personen bzw. Personengruppen gelingt, ihre Individual- bzw. Gruppenziele zu Zielen der Unternehmung zu machen und andere Personen oder Personengruppen zur Akzeptanz und Verfolgung dieser Ziele zu veranlassen, desto umfassender kann die Unternehmung von ihnen zur Erfüllung individueller oder kollektiver Ziele instrumentell genutzt werden.
Die hinter diesen Aussagen stehende These von der Instrumentalfunktion der Unternehmung (SCHMIDT, R.-B. 1977) verknüpft also die Unternehmungsziele (als Ziele der Unternehmung) mit den Zielen der Unternehmungsträger und gesellschaftlichen Gruppen für die Unternehmung, wobei der Erklärungszusammenhang von der so genannten Anreiz- Beitrags-Theorie bzw. Koalitionstheorie (vgl. CYERT/MARCH 1963 und MARCH/SIMON 1977) wie folgt hergestellt wird:
Individuen oder Gruppen besitzen stets Werte und Ziele, die sie über ihre Mitwirkung am Wirtschaftsprozess erfüllt sehen möchten. Als Gegenleistung unterwerfen sie sich der „Organisationsgewalt"" und leisten die erforderlichen Beiträge zumindest solange, wie dies unmittelbar oder mittelbar die eigenen Ziele fördert.
Die „Organisation"" befindet sich im Gleichgewicht, wenn die Anreize für jeden „Organisationsteilnehmer"" dessen Beiträge gerade übersteigen. Wird dieses Anreiz-Beitrags-Gleichgewicht gestört, so versucht der Organisationsteilnehmer wieder zu einem Gleichgewicht zurückzufinden. Er kann sich dabei zum einen als Anpasser verhalten, indem er die Ursachen der Gleichgewichtsstörung als Datum hinnimmt und sein Anspruchsniveau variiert. Er kann jedoch auch versuchen, die Ursachen selbst zu ändern, indem er Ziele formuliert, die zum Ausdruck bringen, wie der zukünftige Zustand der Organisation sein müsste, damit sein Anreiz-Beitrags-Gleichgewicht wieder hergestellt ist.
Damit ein Ziel für die Organisation zu einem Ziel der Organisation wird, muss das Ziel „autorisiert"" werden, d.h. die Zielformulierung muss von der hierzu legitimierten Person oder Gruppe (Kerngruppe) beschlossen und für die Organisation als verbindlich erklärt werden. Die Unternehmungsziele sind somit die durch die Kerngruppe autorisierten Zielformulierungen. Die individuellen Ziele für die Unternehmung stellen demgegenüber allenfalls Forderungen an die Kerngruppe dar, bestimmte Ziele zu autorisieren. Deren „Konzessionsbereitschaft"" wird dabei allerdings ganz erheblich durch den Umstand beeinflusst, dass sie ihre eigenen Ziele durch die Organisation nur insoweit erreichen kann, wie sie die Beiträge der anderen Teilnehmer durch das Angebot hinreichender Anreize erhält.
Als Ausgangsgröße für die Beschreibung (und Erklärung) von Zielbildungsprozessen sind also zunächst die jeweils dominierenden Interessenlagen respektive Motive (Bedürfnisse) der Unternehmungsträger (vor allem Unternehmensleiter, Anteilseiger, Arbeitnehmer) anzusehen (vgl. Abb. 3 - 1)."
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
bei uns nur: 4,99€

