Genial einfach investieren. Mehr müssen Sie nicht wissen - das aber unbedingt!
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Martin Weber u.a. |
| Verlag: | Campus Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 229 Seiten |
| Format: | PDF: 2,33MB |
| ISBN: | 3593382474 |
| Bestell-Nr.: | 59338247P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Die optimale Anlagestrategie
Nahezu täglich werden wir dazu aufgefordert, stärker Privatvermögen zu bilden, sei es von der Politik, von den Medien oder vom Finanzberater. Aber wie funktioniert das Spiel auf den Finanzmärkten eigentlich? Wissen wir, was wir tun, wenn wir eine Aktie kaufen oder eine Versicherung abschließen?
Und: Tun wir das Richtige? Basierend auf faszinierenden neuen Forschungsresultaten erklärt Martin Weber, warum bei der Geldanlage allein ökonomische Vernunft zum Erfolg führt und welche psychologischen Fallen Anleger daran hindern, die optimale Investmentstrategie umzusetzen. Einige der überraschenden Erkenntnisse:
- Kurse und Renditen individueller Aktien sind nicht vorhersagbar - für niemanden!
- Als Privatanleger dürfen Sie nicht erwarten, den Markt zu schlagen
- Insider-Tipps treiben Ihre Handelsgebühren in die Höhe, nicht aber Ihre Gewinne
»Genial einfach investieren« macht sowohl das Spiel der Finanzmäkte als auch das eigene Anlageverhalten durchschaubar, sodass jeder Privatanleger endlich rationalere, erfolgreichere und viel einfachere! Anlageentscheidungen treffen kann.
Der Herausgeber
Professor Dr. Martin Weber ist Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Mannheim. Er gilt als Experte für das noch junge Fach der Behavioral Finance und gehört zu den in der Tagespresse meistzitierten deutschen Betriebswirten. »Genial einfach investieren« hat er gemeinsam mit Mitarbeitern des Lehrstuhls für Bankbetriebslehre verfasst.
Leseprobe:
5 Hin und her, Taschen leer (S. 86)
Martin Weber, Frank Welfens
Die große Mehrheit der Privatanleger handelt zu viel. Und wer zu viel handelt, verliert Geld. In diesem Kapitel spüren wir den Gründen für das irrationale Kauf- und Verkaufsverhalten von Privatanlegern nach. Dazu wird in einem ersten Schritt beschrieben, wann und warum man als rational handelnder Anleger kaufen und verkaufen sollte. Dann wird das tatsächliche Verhalten der Privatinvestoren unter die Lupe genommen. Sie werden sehen: Es ist irrational und zehrt an der Rendite. Die Kenntnis der Fehler und ihrer Ursachen ermöglicht es Ihnen, sich richtig zu verhalten. Im Mittelpunkt der Analyse dieses Kapitels steht die gar nicht so einfache Entscheidung zum Kauf oder Verkauf eines einzelnen Wertpapiers.
Was tun, wenn ich weiß, dass ich nichts weiß? Ein Privatinvestor beobachtet nun schon seit einer ganzen Weile die Aktie des deutschen Softwareunternehmens SAP. Bereits im Sommer 2005 hat er mit dem Gedanken gespielt, zum damaligen Kurs von 135 Euro zu kaufen. Im Frühjahr 2006 beläuft sich der Kurs jedoch bereits auf 170 Euro, und unser Anleger fragt sich, ob es nun nicht schon »zu spät« ist, um einzusteigen. Auch seinem Nachbarn bereitet sein Aktiendepot Kopfzerbrechen. Dieser hat Anfang 2004 für 16 Euro Aktien der Deutschen Telekom gekauft. Nach mehrmaligen Auf und Ab stehen die Papiere nun bei 13 Euro. Obwohl er das Geld eigentlich bräuchte, verspürt der Nachbar einen inneren Widerstand, die Aktien mit Verlust wieder zu verkaufen. Solche »einfachen« Kauf- und Verkaufsentscheidungen, bei denen Anleger unschlüssig sind, bestimmen quasi den Alltag der Finanzanlage.
Sie bilden das Grundgerüst, aus dem sich Anlagestrategien zusammensetzen, egal ob sie erfolgreich sind oder nicht. In der gerade geschilderten Situation würden viele Privatanleger wohl emotional handeln, das heißt, die SAP-Aktie nicht kaufen und die Telekom- Aktie halten. Ganz anders der rationale Investor: Dieser würde sich zunächst klarmachen, dass er seine Entscheidung auf einem halbeffizienten Markt trifft. Er wüsste deshalb, dass im aktuellen Aktienkurs alle Informationen über frühere Aktienkurse und alle öffentlich verfügbaren Informationen, wie Bilanzdaten oder Zeitungsberichte, eingepreist sind, dass er also keinerlei Informationsvorsprung hat und somit den Markt nicht schlagen kann. Was aber bedeutet diese ernüchternde Erkenntnis für das konkrete Anlageverhalten eines perfekt rationalen Menschen? Wird er SAP kaufen oder Telekom verkaufen? Wie sieht rationales Verhalten am Finanzmarkt aus, wenn man weiß, dass man nicht mehr weiß als der Markt? Soll man unter diesen Voraussetzungen überhaupt investieren oder den Markt lieber den besser informierten Profis überlassen?
Um diese Frage zu beantworten, ist es sinnvoll, sich vor Augen zu führen, dass Aktienkäufe, aber auch jede andere Investition, zunächst nichts anderes sind als die Entscheidung, heute auf Konsum zu verzichten, um später hoffentlich mehr Geld zu haben. So »investieren« wir beispielsweise monatlich einen Teil unseres Einkommens in ein Finanzmarktprodukt, in unsere Eigentumswohnung oder in die Ausbildung unserer Kinder. Das Finanzmarktprodukt erwirtschaftet Zinsen auf das eingesetzte Kapital. Die Immobilie vermindert unsere zukünftigen Mietausgaben, wenn wir sie selbst nutzen, oder erzeugt Mieteinnahmen, wenn wir sie vermieten. Unsere Kinder sollten mit ihrer besseren Ausbildung künftig selbst ein höheres Arbeitseinkommen erzielen. Die zukünftigen Einnahmesteigerungen oder Minderausgaben erhöhen unsere zukünftigen Konsummöglichkeiten.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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