Geistreiches für Manager - Neu ausgewählt von Hermann Simon
Buchausgabe: 24,90€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Hermann Simon |
| Verlag: | Campus Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 326 Seiten |
| Format: | PDF: 1,64MB |
| ISBN: | 3593388359 |
| Bestell-Nr.: | 59340503P |
| Artikeltyp: | E-Book |
»Die Veränderung ist das, was die Leute am meisten fürchten« – in manchen Fällen sehr zu Unrecht, wie diese völlig veränderte Neuausgabe des Klassikers »Geistreiches für Manager« beweist. Hermann Simon hat über tausend neue treffende Zitate für Manager ausgewählt, die gemeinsam mit den besten Sprüchen der Erstausgabe in diesem Buch vereint sind. Uralte Weisheiten und moderne Erkenntnisse zu allen unternehmensrelevanten Bereichen wie Strategie, Marketing, Unternehmenskultur und Management versammeln sich in diesem Band und laden zum Schmökern und Nachdenken ein.
» Simons persönliche Auswahl ist eine Sammlung von hohem Niveau.« absatzwirtschaft
Der Autor
Prof. Dr. Hermann Simon ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Simon, Kucher & Partners Strategy & Marketing Consultants in Bonn, München, Cambridge, Paris, Zürich und Wien. Der Bestsellerautor hatte Gastprofessuren an renommierten Universitäten wie der Harvard Business School, der Keio University (Tokio) und vielen anderen inne. Seine Bücher und Artikel sind in 15 Sprachen erschienen.
Leseprobe:
Schatten des Gestern (S. 157-158)
Genau wie die Zukunft schon auf unser gegenwärtiges Handeln ihre Schatten wirft, agieren wir unter den Nachwirkungen der Vergangenheit. Menschliches Verhalten ist immer eingebettet in einen historischen Kontext. Für Managemententscheidungen, selbst für scheinbar vergangenheitslose Innovationen, gilt dies in besonderem Maße. Mitte der achtziger Jahre sandte General Motors ein junges Team mit dem Auftrag aus, ein völlig neuartiges Auto zu konzipieren, es mit anderen Methoden zu produzieren und zu vermarkten. Die jungen Manager, die diesen Auftrag erhielten, zogen von Detroit nach Tennessee und starteten den »Greenfield Approach« des Saturn-Projektes.
Zwei Jahrzehnte später kann man getrost sagen, dass Saturn ein mehr oder minder normales Auto ist. Denn auch diese innovativen jungen Manager begleitete auf ihrem Weg stets die Erfahrung der Automobilgeschichte. Niemand, der weggeht und einen Neuanfang vorhat, lässt seine Vergangenheit hinter sich, sie begleitet jeden. Die Orientierung an und das Lernen aus der Vergangenheit können zu äußerst wertvollen Einsichten führen. George Santayana bringt dies auf den Punkt: »Wer nicht aus der Vergangenheit lernen will, der muss sie wiederholen«. Peter F. Drucker hat sein ganzes Denkgebäude auf historischen Analogien aufgebaut. Er lehrt uns aus der Geschichte.
Er hält uns auf diese Weise Spiegel vor, die uns neue Perspektiven eröffnen, und hilft uns zu einem besseren Verständnis der Zukunft. Hier schließt sich der Kreis zu Sören Kierkegaard, der sagt: »Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.« Gerade weil Peter F. Drucker ein so profunder Kenner der Geschichte war, brillierte er als Vordenker der Zukunft. Doch Erfahrung hat auch eine Kehrseite. »Leben heißt Zeit in Erfahrung verwandeln«, sagt der Philosoph Kalleb Gattegno. Wir alle sind stärker Gefangene unserer Geschichte, als wir glauben. Erfahrungswissen ist mit Emotionen und Affekten behaftet.
Wenn Analyse und Erfahrung in Widerspruch zueinander geraten, obsiegt in der Regel die Erfahrung. Entwickelt sich die Welt mit gewohnter Gleichmäßigkeit, dann bewährt sich dieses Verhalten. Gefährlich wird eine zu starke Orientierung an der Erfahrung allerdings bei radikalem Wandel und bei neuartigen Herausforderungen. Erfahrungsregeln werden zur Belastung, wenn die Rahmenbedingungen, unter denen sie entstanden, nicht mehr existieren, wie Henri Bergson zutreffend bemerkt. Viele Manager reagieren auf Veränderungen durch Intensivierung der bisherigen Maßnahmen, mehr Werbung, aggressivere Preise etc.
Sie sind Gefangene ihrer Erfahrung, statt nach neuen Spielregeln zu suchen. Im schlimmsten Falle bilden sich Gewohnheiten heraus, die zur Erstarrung führen können. Dogmen und Tabus entstehen in solchen Situationen. Einzelne und Organisationen verlieren die Fähigkeit zur Anpassung. Paul Watzlawick diagnostiziert eine zweifache Blindheit: erstens dafür, dass im Laufe der Zeit die betreffende Anpassung eben nicht mehr die bestmögliche ist, und zweitens dafür, dass es neben ihr schon immer eine ganze Reihe anderer Lösungen gegeben hat. Die Gefahr des Beharrens scheint umso größer, je erfolgreicher man bisher war. Erfolg ist der größte Feind des Wandels.
Das ist widersprüchlich. In der Tat steckt die Welt voller Widersprüche und Polaritäten. Mit diesen fertig zu werden, ist nach Francis Scott Fitzgerald ein Zeichen hoher Intelligenz. Noch komplizierter wird es dadurch, dass laut Niels Bohr Gegensätze oft keine Widersprüche, sondern Komplemente darstellen. Einen interessanten Ansatz propagiert das Polaritätsmanagement, bei dem bewusst scheinbar inkonsistente Ziele (zum Beispiel sowohl Kunden- als auch Technikorientierung oder sowohl Zentralisierung als auch Dezentralisierung) simultan verfolgt werden.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
bei uns nur: 4,99€

