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Enterprise BPM: Erfolgsrezepte für unternehmensweites Prozessmanagement
 

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Enterprise BPM: Erfolgsrezepte für unternehmensweites Prozessmanagement

 
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Buchausgabe: 46,90€
Download-Version: 37,99€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Dirk Slama, Ralph Nelius
Verlag: dpunkt.verlag
Version: 1. Auflage, 2011
Umfang: 445 Seiten
Format: PDF: 15,59MB
ISBN: 3898646874
Bestell-Nr.: 89864865P
Artikeltyp: E-Book
 

Die Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen beschäftigt IT und Fachbereiche gleichermaßen seit vielen Jahren. Im Kontext von Six Sigma, Lean Production und Business Reengineering hat sich Business Process Management (BPM) heute als wichtiges Konzept etabliert. Erst langsam aber fangen wir an, die IT-Seite von BPM so weit zu beherrschen, dass sie einen signifikanten Einfluss auf die Unternehmensprozesse hat.

Dieses Buch bietet eine vollständige und in sich geschlossene Methodik zur Umsetzung von BPM auf Unternehmensebene. Es gibt Ihnen das notwendige Praxiswissen an die Hand, um einzelne BPM-Projekte effizient umzusetzen und strategische BPM-Initiativen zum Erfolg zu führen. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Darstellung der »Integrierten BPM-Projektmethodik« (IBPM). Mit IBPM können BPM-Projekte klar strukturiert und mit einheitlichem Vorgehen unter Anwendung von Best Practices durchgeführt werden. Weiter wird das »Enterprise BPM-Framework« (EBPM) zur Einführung von BPM auf Unternehmensebene vorgestellt. Expertenmeinungen und Fallbeispiele von Firmen wie Credit Suisse, Degussa Bank, Deutsche Lufthansa AG, BAA Heathrow und Deutsche Post AG beleuchten die Umsetzung in der Praxis.

Auf der Website des Buchs finden sich u.a. Dokumentvorlagen, die IBPM und EBPM unterstützen, der Pattern-Katalog sowie das BANF-Beispiel aus dem Buch in ausführlicher Form.


Leseprobe:

15 BPM Lifecycle Management (S. 389-390)

Die Umsetzung von dicht integrierten End-to-End-Prozessen setzt voraus, dass man die Lebenszyklen aller an den Prozessen beteiligten Komponenten sorgfältig aufeinander abstimmt. In der Vergangenheit waren Prozessketten u.a. deswegen nicht durchgängig, weil die zugrunde liegenden Anwendungssilos jeweils nur isolierte Teilprozesse unterstützt haben. Die Integration zwischen den Anwendungen war nicht prozessorientiert, sondern fand häufig nur mittels einfacher Batch-Abgleiche statt.

Heute bewegen wir uns von Anwendungslandschaften mit wenigen, relativ isolierten Anwendungssilos mit langen Releasezyklen hin zu prozessgetriebener, SOA-basierter Integration, in der Teilprozesse in Echtzeit miteinander verkettet werden. Das Ergebnis ist, dass wir uns wegbewegen müssen vom Lifecycle Management auf Anwendungsebene hin zum Lifecycle Management auf Ebene von Komponenten. Diese Komponenten haben unterschiedliche Änderungsgeschwindigkeiten: Während datenzentrische Basisdienste in der Regel relativ stabil sind, werden Prozess- und Frontend-Komponenten relativ häufig und kurzfristig angepasst.

Geschäftsregeln ermöglichen es uns, Anpassungen teilweise sogar binnen weniger Stunden oder Tage durchzuführen. Die Schnittstellen zwischen den Komponenten sind SOA-basiert und damit sehr viel feingranularer als klassische Batch-Schnittstellen. Die Konsequenz ist, dass wir es mit sehr viel komplexeren Verflechtungen und Abhängigkeiten zu tun haben. In einer BPM/SOA-basierten Umgebung haben wir viele unterschiedliche Arten von Artefakten, die synchronisiert werden müssen:

Prozessdokumentation, Prozessmodelle, Regeldefinitionen, SOA-Serviceschnittstellen etc. Dies bedeutet erhöhten Synchronisationsaufwand, der entsprechend adressiert werden muss. Im Folgenden wollen wir kurz noch einmal die wichtigsten Aspekte des Lifecycle Management auf Unternehmensebene sowie des klassischen Application Lifecycle Management anschauen, bevor wir uns dem BPM/SOAbasierten Lifecycle Management auf Ebene von Komponenten widmen.

15.1 Lifecycle Management auf Enterprise-Ebene


Auf alleroberster Ebene im Unternehmen ist es wichtig, eine strategische Perspektive auf das Thema Lifecycle Management einnehmen zu können. In vielen Fällen wird dieses Thema im Bereich Enterprise Architecture Management (EAM) angesiedelt, wo es unter »Masterplan-Management« oder »Enterprise IT Roadmap« firmiert. Abbildung 15–1 zeigt ein Beispiel für eine Enterprise IT Roadmap. Hier werden für die wichtigsten Anwendungen und Infrastrukturkomponenten in der Regel langfristige Aussagen zu ihrem geplanten Lebenszyklus gemacht. Teilweise werden auch detailliertere Aussagen zu geplanten Versions-Upgrades, Systemneueinführungen, Systemablösungen, etc. gemacht.

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