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Endlich Rose statt Mimose. Wie Sie lernen, nicht alles so schwer zu nehmen
 

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Endlich Rose statt Mimose. Wie Sie lernen, nicht alles so schwer zu nehmen

 
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Buchausgabe: 14,90€
Download-Version: 12,70€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Irene Becker
Verlag: Campus Verlag
Version: 1. Auflage, 2007
Umfang: 228 Seiten
Format: PDF: 2,54MB
Gewicht: 346 g
ISBN: 3593380978
Bestell-Nr.: 59338097P
Artikeltyp: E-Book
 

Wie Sie lernen, nicht alles so schwer zu nehmen

Das Leben ist manchmal ungerecht: Der Bus fährt einem vor der Nase weg, der Chef ist schlecht gelaunt und als man gerade das Büro verlassen will, bekommt man einen Stapel Arbeit auf den Tisch. Empfindsame Menschen wünschen sich da häufig ein dickeres Fell, um solche Ärgernisse leichter an sich abperlen zu lassen.

Die Autorin

Irene Becker ist seit über einem Jahrzehnt selbstständig als Management-Beraterin für Großunternehmen tätig. Sie führt regelmäßig Seminare und Coachings zum Thema durch. Bei Campus veröffentlichte sie bisher »Everybody’s Darling, everybody’s Depp« und gemeinsam mit Jutta Meyer-Kles »Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst«

Schlagworte
Besser leben
Durchsetzungsstärke
Harmoniebedürfnis
Lebensführung
Nein sagen




Leseprobe:

3 Faktor Realismus: Es ist, wie es ist – aber besser, als Sie dachten (S. 43-44)

Realismus ist neben dem angemessenen Optimismus einer der Hauptfaktoren für ein gesundes dickes Fell – kein übertriebenes Katastrophendenken bei einem kleinen Missgeschick, sondern ein realitätsbezogener Blick auf die Welt mit ihren positiven und negativen Seiten ist angesagt. Selbstmitleid und Jammern als einzige Bewältigungsstrategie für echte oder eingebildete negative Ereignisse katapultieren Sie nur in einen welken Zustand, also trainieren Sie, wie Sie sich zuerst aus dem Tal der Tränen befreien und das Jammern ab sofort bezahlten Klageweibern überlassen können, einen realistischen Blick für die Welt entwickeln und die vielen bunten Töne statt des eintönigen Schwarz-Graus wieder wahrnehmen können.

Drei Strategien gegen welke Blätter

Iris ist fest entschlossen, sich ein paar Dornen zuzulegen – und will auch sofort damit anfangen. Sie erinnern sich, zuletzt saß sie zuerst wie ein Häufchen Elend nach ihrem verfrühten Aufbruch von der Party daheim auf ihrem Sofa, nahm ihr gewohntes Bad im Selbstmitleid und überlegte, wen sie anrufen könnte, um ihre Sorgen und ihr Leid zu klagen. Aber dann schoss ihr durch den Kopf, dass einige ihrer Freunde im Gegenzug schon über ihr Jammern gejammert hatten und sie sie damit wohl schon reichlich frustriert hatte ...

Iris hat daher die kluge Entscheidung getroffen, ab jetzt eine andere Lebensbewältigungsstrategie zu wählen. Im Grunde genommen gibt es nämlich nur drei sinnvolle Möglichkeiten, als erwachsener und verantwortungsvoller Mensch mit all den Überraschungen und Unwägbarkeiten des Lebens umzugehen: love it, change it oder leave it – aber nicht suffer it, erleide es, wie Iris es bisher praktiziert hat. Märtyrer mit Opfermentalität sind mittlerweile nicht mehr so gefragt wie früher einmal.

Strategien zur Lebensbewältigung

Love it: Akzeptiere das, was passiert ist, und arrangiere dich innerlich so damit, dass es keine Magengeschwüre und Jammerattacken mehr verursacht. In Ihrem Unternehmen werden die männlichen Kollegen bei Beförderungen immer bevorzugt? Love it würde bedeuten, dass Sie sich damit abfinden, dass die Unternehmenskultur nun eben so ist, und Sie sich dann nicht mehr jedes Mal darüber aufregen, wenn wieder einmal ein unfähiger, aber dafür eindeutig männlicher Kollege befördert wird.

Das erfordert sicher ein gerüttelt Maß an Abgeklärtheit – nicht aber endgültige traurige Resignation im Verbund mit unendlichem Leiden, die ist eher etwas für Märtyrer und kostet nichtsdestotrotz viel Energie. Denn es hilft ja alles nichts: Auch wenn Sie einen noch so tollen Entwurf für eine ideale Welt haben, wird diese sich wenig darum scheren. Es interessiert Ihre Umwelt erst einmal nicht, wie sie Ihrer Meinung nach sein sollte – ungerührt bleibt sie weiter, wie sie ist.

Menschen treffen ihre eigenen Entscheidungen, wie sie sich Ihnen gegenüber verhalten, egal, was Herr Knigge dazu sagen mag. Das Ozonloch wird sich Ihnen zuliebe auch nicht schließen, die Vulkane spucken weiter Lava und Asche, die Flüsse treten unbekümmert über die Ufer. Also setzen Sie die »Aber es sollte doch ... Es wäre doch nur fair, wenn ...«-Brille ab und setzen Sie die realistische auf: Es ist, wie es ist. Natürlich heißt das nicht, fatalistisch alles Ungemach dieser Welt hinzunehmen. Sie sollten nur sorgfältig unterscheiden, ob Sie überhaupt auf Dinge Einfluss nehmen können (zum Beispiel die politische Landschaft) oder ob sich etwas Ihrem Einfluss entzieht (ein Hurrikan). Wenn Sie überzeugt sind, Sie können und möchten etwas ändern, dann wechseln Sie zur nächsten Strategie. Nur sollten Sie aufhören, den Istzustand jammernd mit Ihrem Idealbild zu vergleichen und darunter zu leiden.



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