Einführung in die Wirtschaftsinformatik
Buchausgabe: 19,80€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Michael Bächle, Arthur Kolb |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 1. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 132 Seiten |
| Format: | PDF: 2,28MB |
| ISBN: | 3486583638 |
| Bestell-Nr.: | 48658363P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Die Autoren haben den Stoff anhand einer durchgängigen Fallstudie greifbar und nachvollziehbar gemacht. Zu Beginn jedes Kapitels wird der relevante Ausschnitt der Fallstudie für den im Kapitel behandelten fachlichen Inhalt vorgestellt. Daran schließt sich die Kurzdarstellung der Theorie an. Das Kapitel schließt mit wissensortientierten Detailfragen zur Theorie und problemlösungsorientierten Komplexfragen, die sich auf die Fallstudie beziehen. Entsprechende Musterlösungen für alle Fragen bietet der Anhang.
Prof. Dr. Michael Bächle ist Studiengangsleiter Wirtschaftsinformatik an der Berufsakademie Ravensburg. Dr. Klaus Wollenberg ist Professor an der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Fachhochschule München.
Leseprobe:
2 Informationsmanagement (S. 13)
Lernziele in diesem Kapitel
Sie kennen die Bedeutung des Informationsmanagements im Unternehmen.
Sie lernen die Aufgaben des Informationsmanagements anhand von Modellen zu beschreiben.
Sie kennen eines Systematik zur Auswahl von Informationssysteme.
2.1 Informationsmanagement im Unternehmen
Der Wirtschaftsinformatiker beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Informationssystemen für betriebliche Aufgabenstellungen, schlussendlich mit dem Ziel des optimalen Einsatzes des Produktionsfaktors Information im Unternehmen. Die richtige Information zum gewünschten Zeitpunkt in verarbeitbarer Konzentration ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Unternehmen. Im Unternehmen übernimmt genau diese Aufgabe das Informationsmanagement.
Das Informationsmanagement ist jener Teil der Unternehmensführung, der für das Erkennen und Umsetzen der Potentiale der Informations- und Kommunikationstechnik in Lösungen verantwortlich ist. Während das Informationsmanagement die Unternehmensfunktion beschreibt, definiert die Wirtschaftsinformatik das Profil der Mitarbeiter, welches benötigt wird diese Funktion auszuführen.
2.1.1 Modelle des Informationsmanagements
In der Literatur existieren eine Reihe von Modellen (z.B. [Hei05] [Krc05]), die die Aufgaben des Informationsmanagements beschreiben. Beispielhaft wird an dieser Stelle das Modell von Heinrich skizziert. Heinrich definiert für die Umsetzung der Ziele die Aufgaben des Informationsmanagements auf strategischer, administrativer und operativer Ebene (vgl. Abb. 2.1) Die strategische Aufgabenebene beinhaltet die Aufgaben der Planung, Überwachung und Steuerung der Informationsinfrastruktur als Ganzes (vgl. [Hei05, S. 22]).
Auf ihr liegt der Schwerpunkt der Aufgaben und Methoden des IM-Modells, da die dort getroffenen Entscheidungen die Spielräume der administrativen und operativen Ebene begrenzen. Diese Begrenzung macht die einzelnen Ebenen innerhalb ihres Handlungsspielraums voneinander unabhängig. [Hei05, S. 35] unterstreicht die Wichtigkeit der strategischen Ebene mit der „Notwendigkeit, Information und Kommunikation als strategischen Erfolgsfaktor zur Beeinflussung kritischer Wettbewerbsfaktoren einzusetzen."
Zentrales Handlungselement der administrativen Aufgabenebene sind die Komponenten der Informationsinfrastruktur, wie Anwendungssysteme, Datensysteme, Personal und Betriebsmittel (vgl. [Hei05, S. 23]). Auf der administrativen Ebene wird damit der Informationsinfrastrukturbestand geplant, überwacht und gesteuert. In der operativen Aufgabenebene sind alle Aufgaben zusammengefasst, die sich mit der Nutzung der Informationsinfrastruktur beschäftigen.
Sie beinhaltet damit die Produktion, Verbreitung und Verwendung von Information und die damit im Zusammenhang stehenden Dienste wie Benutzerservice, Netzdienste und Wartung (vgl. [Hei05, S. 23]). Die in der Literatur beschriebenen Modelle definieren den Aufgabenumfang des Informationsmanagement. Diese müssen in Unternehmen in konkrete Prozesse umgesetzt werden.
2.1.2 ITIL – Information Technology Infrastructure Library
Zur Ausgestaltung der IT-Prozesse wurden Referenzmodelle entwickelt. Referenzmodelle im Informationsmanagementumfeld sollen einen Beitrag zur Analyse und Verbesserung des Informationsmanagements leisten. Ein Modell, das immer mehr zum Standard für das IT-Service Management wird ist ITIL (vgl. [Som04]). ITIL steht für Information Technology Infrastructure Library.
Es ist ein weltweiter De- Facto-Standard und stellt eine Reihe verständlicher und konsistenter Best-Practices für das IT Management zur Verfügung. Entwickelt wurde das Prozessmodell ursprünglich Ende der 80er Jahre durch die CCTA (Central Computer and Telecommunications Agency, Norwich, GB), als eine umfassende und öffentlich verfügbare Best-Practice- Anleitung zur Planung und Erbringung von IT-Service-Leistungen.
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