Die Kunst des Fragens
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Anne Brunner |
| Verlag: | Carl Hanser Verlag |
| Version: | 2. Auflage, 2007 |
| Umfang: | 128 Seiten |
| Format: | PDF: 0,9MB |
| ISBN: | 3446412441 |
| Bestell-Nr.: | 44641244P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Inhaltsverzeichnis (PDF, 76 Kb) Leseprobe (PDF, 528 Kb)
Welche Fragen können wann wie eingesetzt werden und welchen Effekt erzielen sie beim Gesprächspartner? Welche Fragetypen gibt es und wie kann man sie einordnen? Und welche Fragen sollten eher vermieden werden? Wichtige Antworten rund um den gezielten Einsatz von Fragen erhalten Sie in diesem praktischen Ratgeber!
Highlights
- Neu: Mit Quizfragen zur Wiederholung!
- Gezielte Gesprächsführung durch Fragen
- Fragen für bestimmte Situationen, z.B. um Kreativität oder den Teamgeist zu fördern
- Knappe, anschauliche Darstellung, viele Beispiele, Übungen und Tipps
Leseprobe:
6 Fragen für bestimmte Situationen (S. 69-70)
Eine Schlussfolgerung bezeichnet den Punkt, an dem man des Denkens müde wurde.
Blaise Pascal
Die Kunst des Fragens setzt eine bestimmte Grundeinstellung voraus. Es ist diese Haltung, die den Unterschied macht: Geht es um Empathie, Erkundung, Kooperation, Hilfestellung und Unterstützung? Oder um Antipathie, Konfrontation, Ausnutzen und Im- Stich-Lassen?
Im positiven Sinne ist Fragen eine Art lautes Denken. Dabei ist der Fragende mindestens so unwissend wie der Befragte, in keinem Fall aber besserwisserisch oder allwissend. Wie von der emotionalen, sozia len oder spirituellen Intelligenz sprechen Experten bereits von einer Frage-Intelligenz, dem IQQ (Intelligent Questioning Quotient).
Neben einer angemessenen Grundhaltung ist es hilfreich, sich ein Repertoire von konkreten Fragen anzulegen, die man in bestimmten Situationen parat hat. Im Folgenden erhalten Sie eine Auswahl an möglichen Fragen, die jeweils für einen bestimmten Kontext geeignet sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit (Finlayson 2005).
6.1 Fragen, die Kreativität fördern
Die Fähigkeit, schneller als Ihr Konkurrent zu lernen, könnte Ihr einziger Wettbewerbsvorteil sein.
Arie de Geus
Kreativität ist ein hohes Gut. In erfolgreichen Organisationen sind Innovationen gefragt. In einem rohstoffarmen Land sind Ideen das kostbarste Rohmaterial. Hohe Staatsmänner wie Horst Köhler wünschen sich daher „ein Land der Ideen". Kreatives Denken ist von Natur aus neugierig und lernt permanent dazu. Kreatives Denken hinterfragt, stellt in Frage und spielt mit dem Unbekannten. Dieses „intelligente Spiel der Respektlosigkeit" (Finlayson 2005) erfordert ein bestimmtes Klima. Dazu gehört in erster Linie eine positive Fragekultur. Führungskräfte sollten bereit sein, Kontrolle abzugeben sowie Freiheitsgrade, Spielräume und Experimente zuzulassen.
Dies bedeutet auch, Denkpausen, Phasen der Stille und Konzentration zu ermöglichen. Das bedeutet ebenso, Fehler zuzulassen. Angst vor Fehlern erstickt den Keim der Kreativität. Eine Voraussetzung, um Kreativität zu fördern, ist daher eine positive Fehlerkultur. Kurzum: Führungskräfte, die kreative Teams wünschen, brauchen den Mut, der kreativen Intelligenz der Mitarbeiter zu vertrauen und an sie zu glauben. Dazu sollten sie sich zuallererst bewusst machen, wie notwendig, ja überlebensnotwendig Kreativität für die Zukunft einer Organisation ist.
Highlights
- Neu: Mit Quizfragen zur Wiederholung!
- Gezielte Gesprächsführung durch Fragen
- Fragen für bestimmte Situationen, z.B. um Kreativität oder den Teamgeist zu fördern
- Knappe, anschauliche Darstellung, viele Beispiele, Übungen und Tipps
Leseprobe:
6 Fragen für bestimmte Situationen (S. 69-70)
Eine Schlussfolgerung bezeichnet den Punkt, an dem man des Denkens müde wurde.
Blaise Pascal
Die Kunst des Fragens setzt eine bestimmte Grundeinstellung voraus. Es ist diese Haltung, die den Unterschied macht: Geht es um Empathie, Erkundung, Kooperation, Hilfestellung und Unterstützung? Oder um Antipathie, Konfrontation, Ausnutzen und Im- Stich-Lassen?
Im positiven Sinne ist Fragen eine Art lautes Denken. Dabei ist der Fragende mindestens so unwissend wie der Befragte, in keinem Fall aber besserwisserisch oder allwissend. Wie von der emotionalen, sozia len oder spirituellen Intelligenz sprechen Experten bereits von einer Frage-Intelligenz, dem IQQ (Intelligent Questioning Quotient).
Neben einer angemessenen Grundhaltung ist es hilfreich, sich ein Repertoire von konkreten Fragen anzulegen, die man in bestimmten Situationen parat hat. Im Folgenden erhalten Sie eine Auswahl an möglichen Fragen, die jeweils für einen bestimmten Kontext geeignet sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit (Finlayson 2005).
6.1 Fragen, die Kreativität fördern
Die Fähigkeit, schneller als Ihr Konkurrent zu lernen, könnte Ihr einziger Wettbewerbsvorteil sein.
Arie de Geus
Kreativität ist ein hohes Gut. In erfolgreichen Organisationen sind Innovationen gefragt. In einem rohstoffarmen Land sind Ideen das kostbarste Rohmaterial. Hohe Staatsmänner wie Horst Köhler wünschen sich daher „ein Land der Ideen". Kreatives Denken ist von Natur aus neugierig und lernt permanent dazu. Kreatives Denken hinterfragt, stellt in Frage und spielt mit dem Unbekannten. Dieses „intelligente Spiel der Respektlosigkeit" (Finlayson 2005) erfordert ein bestimmtes Klima. Dazu gehört in erster Linie eine positive Fragekultur. Führungskräfte sollten bereit sein, Kontrolle abzugeben sowie Freiheitsgrade, Spielräume und Experimente zuzulassen.
Dies bedeutet auch, Denkpausen, Phasen der Stille und Konzentration zu ermöglichen. Das bedeutet ebenso, Fehler zuzulassen. Angst vor Fehlern erstickt den Keim der Kreativität. Eine Voraussetzung, um Kreativität zu fördern, ist daher eine positive Fehlerkultur. Kurzum: Führungskräfte, die kreative Teams wünschen, brauchen den Mut, der kreativen Intelligenz der Mitarbeiter zu vertrauen und an sie zu glauben. Dazu sollten sie sich zuallererst bewusst machen, wie notwendig, ja überlebensnotwendig Kreativität für die Zukunft einer Organisation ist.

