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Die Fotoschule in Bildern. Landschaftsfotografie

 
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Buchausgabe: 29,90€
Download-Version: 24,90€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Hans-Peter Schaub
Verlag: Galileo Press
Version: 1. Auflage, 2011
Umfang: 298 Seiten
Format: PDF: 48,41MB
ISBN: 3836217090
Bestell-Nr.: 83621709P
Artikeltyp: E-Book
 

Der Naturfotograf Hans-Peter Schaub nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch vertraute und fremde Landstriche - von den Bergen über die Wälder, das besiedelte und kultivierte Land bis ans Meer. Er zeigt Ihnen, wie Sie den Blick für Landschaftsmotive schärfen, einen wirkungsvollen Ausschnitt aus der Totalen wählen und mit den Zutaten Licht, Farbe und Form Ihr Bild ansprechend gestalten. Denn erst eine gelungene Bildkomposition und eine besondere Lichtsituation unterscheiden einen beiläufigen Schnappschuss von einer eindrucksvollen Landschaftsaufnahme! Sie finden in dieser Fotoschule nicht nur viele inspirierende Landschaftsbilder, sondern erfahren immer auch deren Entstehungsgeschichte mit allen Aufnahmedaten, Lichtsituation etc. Besondere Gestaltungsideen sind mit Hilfe von Skizzen und Vergleichsbildern veranschaulicht. So lernen Sie alle Aspekte der Landschaftsfotografie kennen - Bild für Bild! Aus dem Inhalt: - Gestalten mit Licht, Linien, Formen und Farbe - Dynamische Bilder mit Schärfe/Unschärfe und Bewegung - Heimische Motivwelten: Berge, Gewässer, Wälder und Meer - Kultur-, Industrie- und Stadtlandschaften - Techniken: Panorama, HDR, Schwarzweiss & Infrarot


Leseprobe:

Nebelmeer (S. 184-185)

In Hoch- und Mittelgebirgen ist vor allem zwischen November und Herbst ein besonders fotogenes Wetterereignis zu beobachten: die Inversionswetterlage.

Nebel ärgert Autofahrer und vermag Landschaften zu verzaubern. In den kalten Monaten des Jahres kommt es immer wieder vor, dass kalte, neblige Luft in den Tälern liegt, während oben auf den Höhen die Sonne scheint. Findet man bei solchen Inversionswetterlagen einen Aussichtspunkt über dem Nebel, blickt man herab auf ein waberndes Nebelmeer, aus dem sich unter Umständen einzelne Berge oder Hügel wie Inseln erheben. Am Oberrhein – zwischen Schwarzwald und Vogesen – kann man dieses Phänomen immer wieder erleben. An hohen Bergen herrscht hier kein Mangel.

Die höchsten Gipfel der benachbarten Mittelgebirge ragen mehr als 1 000 Meter über das Rheintal, was dann eben sehr oft die Möglichkeit eröffnet, sich »über die Wolken« zu erheben. Zuweilen liegen die Nebel recht tief, so dass man schon von den Höhen des Kaiserstuhls, einem rund 550 Meter hohen, ehemaligen Vulkan im Oberrheintal, auf den Nebel herabblicken kann.

Nach einer eisigen Nacht Mitte Oktober hatte ich das Glück. Noch vor Sonnenaufgang stieg ich zum Eichelspitzturm auf und blickte auf eine nahezu geschlossene Nebeldecke über dem Rheintal. Nur einige der höheren Schwarzwaldvorberge ragten aus dem weißen Meer heraus. Die aufgehende Sonne färbte den Nebel gelblich-orange ein. Ich wollte klare, einfache Bilder machen, in denen wenige Linien und die Farbverläufe dominieren. Das geht besonders gut mit einem Teleobjektiv. Mit 300 mm Brennweite suchte ich einen passenden Ausschnitt.

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