Die Evolution des Geistigen - Quantenphysik - Bewusstsein - Religion
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| Autor(en): | Brigitte Görnitz, Thomas Görnitz |
| Verlag: | Vandenhoeck & Ruprecht |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 372 Seiten |
| Format: | PDF: 2,96MB |
| ISBN: | 3525567170 |
| Bestell-Nr.: | 52556717P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Ein neuer Brückenschlag zwischen Verstand und Seele.
Bisher reflektieren die Naturwissenschaften kaum, dass das einzig wirklich Gewisse für jeden von uns Menschen die bewussten Gedanken in seinem Bewusstsein sind. Sinne und Wahrnehmungen können täuschen. Aber gleichgültig, ob man etwas wahrnimmt, phantasiert oder über eine Formel reflektiert: Dass diese bewussten Gedanken gegenwärtig im Bewusstsein sind, darüber ist kein Irrtum möglich.
Thomas und Brigitte Görnitz haben einen Weg gefunden, Bewusstsein naturwissenschaftlich zu erklären. Auf Grundlage der Quantentheorie haben sie den Begriff der »Protyposis« entwickelt, mit dem Materie erstmals tatsächlich verstehbar wird, nämlich als »gestaltete Quanteninformation«. Mit der Protyposis wird in der kosmischen und biologischen Evolution erklärbar, wie sich erst materielle Gestalten herausformen, dann Lebewesen entstehen und diese schließlich Bewusstsein entwickeln. Die Protyposis ermöglicht eine naturwissenschaftlich begründete und daher monistische Weltsicht, in der das Geistige nicht weniger real ist als das Materielle. Damit wird auch für das »Leib-Seele-Problem« eine naturwissenschaftliche Lösung möglich, die das Seelische mit seiner Subjektivität ernst nimmt.
Aus diesem vollkommen neuen Ansatz ergeben sich Konsequenzen sowohl für die Beschreibung der kosmischen Entwicklung als auch für den weiten menschlichen Erfahrungsbereich, der mit den Begriffen von Erleben, Spiritualität und Religion nur recht nüchtern umrissen wird.
Rezensionen
»Quantentheorie – ein Buch mit sieben Siegeln? Ich kann Ihnen versichern, dass Sie nach der Lektüre dieses hervorragenden Buches einige dieser sieben Siegel getrost werden entfernen können. Gäbe es ein ›Buch des Jahres‹ zu küren, so wäre dieses hier zweifellos einer meiner ganz heißen Favoriten.«
Werner Fletcher, sandammeer.at
Summary
The concept of protyposis, abstract quantum information, that develops in cosmic and biological evolution both into matter and consciousness, enables a revolutionary view on the relation between science and religion.
Leseprobe:
3. Quanten – der einzige Weg zu etwas Neuem (S. 63)
Quanten – der einzige Weg zu etwas Neuem Wir wollen im folgenden Unterkapitel noch einmal verdeutlichen, in welcher Weise das Betreiben von Physik auf Abstraktion beruht. Dabei wird es sich zeigen, dass der höchste Abstraktionsgrad, bei dem also in ihrem Rahmen am meisten ausgeklammert wird, mit der klassischen Physik erreicht wird. Die Quantentheorie hingegen wird sich als viel näher an der Lebenswirklichkeit und vor allem an unserem Bewusstsein erweisen.
3.1 Abstraktion und Lebenswirklichkeit
Abstraktion und Lebenswirklichkeit Wir hatten gesagt, dass durch ein Erzeugen von Gleichem aus Regelhaftem Gesetze werden können. Dieses Erzeugen von Gleichem geschieht durch Weglassen. Die Gesetze werden in den Naturwissenschaften aus Beobachtungen erschlossen.
Wenn wir die in der Naturwissenschaft notwendigen Abstraktionsleistungen genauer betrachten, so erkennen wir zuerst eine weitgehende Abstraktion von Eigenschaften und von der konkreten Situation. Das Beispiel 2+3=5 gilt für Äpfel, Bäume, Nüsse usw., obwohl beispielsweise jeder Apfel von jedem anderen verschieden ist. Wenn von der konkreten Information abstrahiert wird, kann die abstrakte Struktur (2+3=5) auf beliebig viele andere Situationen übertragen werden, z.B. auch auf Schafe und Menschen. Durch die Abstraktion von Eigenschaften werden folglich identische Objekte geschaffen und für diese werden Gesetze möglich. Je abstrakter die Beschreibung wird, je mehr also Konkretes ignoriert wird, desto deterministischer kann und wird die Beschreibung werden. Zu dieser Erfahrung passt es, dass die klassische Physik vollkommen deterministisch Fakten beschreibt.
Die Bildung von Zahlen könnte relativ leicht als Form von Abstraktion wahrgenommen werden, aber in unserer Kultur ist es so naheliegend, dass man zählen kann, dass die damit verbundene Abstraktionsleistung meist nicht als solche erkannt wird.
Weit weniger wird eine noch grundlegendere Form der Abstraktion als eine solche wahrgenommen, nämlich die Zerlegung der einen Wirklichkeit in eine Menge von getrennten Objekten. Bei Tischen und Stühlen bedarf es zugegebenermaßen einer extremen Genauigkeit, um deren unklare Grenzen erkennen zu können. Dort ist die Näherung des Getrenntseins so gut, dass es normalerweise nicht möglich ist, diese Näherung als Näherung zu akzeptieren. Wenn wir zu der Modellvorstellung der Atome übergehen wird es einfacher, die Schwierigkeit zu verdeutlichen. Ob beispielsweise Atome an der Oberfläche eines Körpers noch zu diesem oder bereits zur Umgebung gehören, ist oft nicht zu entscheiden. Im sozialen Raum ist der Beziehungscharakter der Individuen offensichtlich.
Die grundlegende Abstraktion der Zerlegung der einen Wirklichkeit in getrennte Objekte wird kaum als Abstraktionsleistung wahrgenommen.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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