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Das KinderBuch. Wie kleine Menschen groß werden
 

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Das KinderBuch. Wie kleine Menschen groß werden

 
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Buchausgabe: 24,90€
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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Anna Wahlgren
Verlag: Beltz & Gelberg
Version: 1. Auflage, 2004
Umfang: 822 Seiten
Format: PDF: 9,91MB
ISBN: 340785787X
Bestell-Nr.: 40785787P
Artikeltyp: E-Book
 

Das Buch von Anna Wahlgren beruht auf dem Erfahrungsschatz einer Mutter, die neun Kinder ins Leben begleitet hat. Ihr Durchblick, ihre Einsicht und tief empfundene Liebe den Kindern gegenüber macht aus dem "KinderBuch" ein Buch, das seine Leser über Jahre hinweg begleiten wird, das sie persönlich anspricht und ihnen Mut macht. "Hätte ich das Buch doch nur schon bei meinem ersten Kind gehabt" lautet der Tenor vieler Briefe, die den Verlag und Anna Wahlgren erreicht haben.

"Das KinderBuch" unterscheidet sich von allen Elternratgebern, die es bisher gegeben hat. Hier wird nicht erzählt, welche Fehler Eltern machen und ob du eine gute Mutter oder ein guter Vater bist. Vielmehr geht es Anna Wahlgren darum, dass Eltern ihrer inneren Stimme, ihrer eigenen Vernunft vertrauen. Sie traut den Eltern jene Fähigkeiten und Ressourcen zu, die von der Gesellschaft und den professionell "Zuständigen" oft unterschätzt werden.

Auf über 800 Seiten geht das Buch auf alles ein, was mit der Entstehung eines Kindes bis zu seinem Erwachsenwerden zu tun hat. Ein ausführliches Register am Schluss macht das Buch darüber hinaus zu einem großen Nachschlagewerk, das sämtliche Alltagsprobleme im Umgang mit Kindern aufführt.




Leseprobe:

Drei Wochen (S. 222)

1. Baden!
Das erste Bad steht an, wenn der Bauchnabel ganz abgeheilt ist. Es dauert normalerweise etwa drei Wochen, bis das Endchen der Nabelschnur abgefallen ist. Du siehst dir den Nabel genau an und kontrollierst, dass kein getrocknetes (oder frisches!) Blut mehr anhaftet. Alles muss trocken und fein rosa aussehen. Warte dann noch ein paar Tage mit dem Baden, um ganz sicherzugehen. Das erste Bad ist eine große Sache. Natürlich ist es schn für dich, den ziemlich umständlichen abendlichen Reinigungsprozess jetzt durch ein Wannenbad zu ersetzen, aber auch für das Kind ist das Erlebnis riesig und sehr aufregend.

Wasser ist das Element, mit dem wir Menschen seit unserem Ursprung vertraut sind und mit dem wir auch in Zukunft vertraut bleiben sollten. Ich glaube nicht, dass wir Erwachsenen ausschließlich baden, um uns sauber zu halten. Der Mensch, besonders der neugeborene, braucht sicherlich auch das Baden zur Unterstützung seines Wohlbefindens. Obwohl die Haut des Säuglings oft trocken ist – mit und ohne tägliches Baden –, gibt es wahrscheinlich eine Erkl ärung dafür, dass der kleine Körper etwas Flüssigkeit auch von außen gut gebrauchen kann, nicht nur in Form von getrunkener Milch.

Und vielleicht nicht obwohl die Haut trocken ist, sondern vielleicht gerade deswegen. Das tägliche Bad schafft außerdem die Grundlage für eine gute Gewohnheit. Denn es wird ganz selbstverständlich für das heranwachsende Kind, täglich zu duschen oder zu baden. Und das allabendliche Bad wird mit dem Nachtschlaf verbunden, d. h., deine Kleine wird schon bald diese Verbindung herstellen. Denke daran, was wir zum Thema Abendquengelei besprochen haben (»Wenn etwas schief läuft: Das Neugeborene weigert sich zu schlafen«, Seite 145): Das kleine Nickerchen während des abendlichen Quengelns bewirkt, dass die letzte Mahlzeit verlängert wird.

Und damit bildet sie den Anfang eines langen und zusammenhängenden Nachtschlafes. Du kannst mit Vorteil das Baden auf diese Zeit des Abends verlegen. In dem Fall wird das Programm der großen Abendmahlzeit so aussehen:

1. Trinken, Bäuerchen und dann mehr trinken, aus derselben Brust.

2. Die Begegnung (Wickeln weglassen, da das Kind gleich baden wird).

3. Passive, soziale Beteiligung, was bedeutet, dass das kleine Kind, nun etwa einen Monat alt, auf einer Decke auf dem Fußboden oder sonst wo liegen darf, wo es sich im Zentrum des Geschehens befindet.

4. Die Abendquengelei: plötzliche Verzweiflung. Das Kleine wird auf den Bauch gelegt, immer noch im Zentrum des Geschehens, und wird in den Schlaf »geknufft« (siehe Seite 140) – für ein kleines, mentales Nickerchen, das ungefähr 20 Minuten dauert.

5. Wecken oder Aufwachen – und sofort füttern. Die andere Brust, eine Runde reicht.

6. Ausziehen und baden.

7. Anziehen für die Nacht.

8. Nachfütterung aus derselben Brust wie vor dem Baden. Bäuerchen.

9. Die Begegnung, gemütliches Beisammensein, solange das Kind noch munter ist.

10. Ein letztes Schlückchen, wenn die kleine Blume so langsam den Kopf hängen lässt. Nachtschlaf.



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