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Computer-Architektur - Modellierung, Entwicklung und Verifikation mit Verilog
 

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Computer-Architektur - Modellierung, Entwicklung und Verifikation mit Verilog

 
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Buchausgabe: 34,80€
Download-Version: 29,80€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Karl Stroetmann
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 1. Auflage, 2007
Umfang: 421 Seiten
Format: PDF: 2,66MB
Gewicht: 780 g
ISBN: 3486580299
Bestell-Nr.: 48658029P
Artikeltyp: E-Book
 

Einführung in den Entwurf digitaler Schaltungen mit Hilfe einer Hardware-Beschreibungssprache.

Dem Buch liegt die Idee zugrunde, dass der Entwurf digitaler Schaltungen idealerweise mit Hilfe einer Hardwarebeschreibungssprache erfolgt. So werden einerseits die Konzepte der Rechner-Technik dargestellt, andererseits aber auch gezeigt, wie sich diese Konzepte mit Hilfe der Hardwarebeschreibungssprache Verilog realisieren lassen. Die dabei benötigten Konstrukte von Verilog werden ebenfalls vorgestellt. Dadurch wird es dem Leser ermöglicht, die vermittelten theoretischen Inhalte unmittelbar praktisch nachzuvollziehen

Das Buch beginnt mit der Beschreibung eines einfachen RISC-Prozessors. Anschließend werden die Hardwareaspekte der benötigten Rechenwerke und sequentielle Schaltungen vorgestellt und mit Verilog modelliert, bevor eine komplette CPU entworfen wird. Schließlich liegt eine Beschreibung des anfänglich vorgestellten RISC-Prozessors auf Gatter-Ebene vor. Die folgenden Kapitel behandeln komplexere Rechnersysteme. CISC-Prozessoren und leistungsfähigere Assembler wie JAVA-Bytecode und Mikroassembler für die Interpretation der Rechnerbefehle der CISC-Maschine werden vorgestellt und mit Verilog modelliert. Die benötigten Konstrukte von Verilog werden im Buch Zug um Zug eingeführt. Methoden zum Rechnen mit Fließkommazahlen nach dem IEEE-754-Standard sowie Algorithmen in Verilog zur Addition und Multiplikation solcher Zahlen vervollständigen das Buch.

Der Autor
Karl Stroetmann: Nach dem Studium der Mathematik, Elektrotechnik und Physik arbeitete Prof. Dr. Karl Stroetmann von 1987 bis zum Abschluss seiner Promotion 1991 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster. Anschließend war er elf Jahre als Wissenschaftler in der Corporate Technology der Firma Siemens tätig. Seit 2002 ist Karl Stroetmann Professor am Fachbereich Informationstechnik an der Berufsakademie Stuttgart.




Leseprobe:

3 Aufbau eines Rechenwerks (S. 79-80)

In diesem Kapitel zeigen wir, wie sich die arithmetischen und die logischen Operationen eines Mikroprozessors in Hardware realisieren lassen. Da wir dabei konstruktiv vorgehen wollen, werden wir die Schaltungen, die wir erstellen, mit Hilfe der Sprache Verilog [Lee02, Pal03] strukturell beschreiben. Dies hat den Vorteil, dass wir die Funktionsweise der von uns erstellten Schaltungen mit Hilfe eines Simulators überprüfen können. Verilog ist eine so genannte Hardware-Beschreibungs-Sprache: Mit Hilfe von Verilog können Schaltungen auf verschiedenen Abstraktionsebenen beschrieben werden. Im Laufe dieser Vorlesung werden wir Schaltungen auf drei verschiedenen Ebenen mit Verilog beschreiben:

1. Strukturell, indem wir genau angeben, welche logischen Gatter wir verwenden und wie wir diese Gatter untereinander verbinden. Eine strukturell beschriebene Schaltung kann unmittelbar in einen Schaltplan umgesetzt werden.

2. Auf Register-Transfer-Ebene (RTL-Ebene). Hier können wir die Funktion einer Schaltung abstrakt mit Hilfe von Gleichungen de.nieren. Mit Hilfe eines so genannten Synthese-Compilers kann aus einer Verilog-Schaltungsbeschreibung, die auf RTL-Ebene vorliegt, automatisch ein Schaltplan generiert werden.

3. Verhaltensbasiert. Auf dieser Ebene funktioniert Verilog fast wie eine Programmiersprache. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Programmiersprachen besteht darin, dass verschiedene Module in Verilog gleichzeitig laufen, so wie das beispielsweise bei verschiedenen Threads in Java auch der Fall ist.

Eine verhaltensbasierte Schaltungsbeschreibung dient zunächst nur dazu, das Verhalten einer Schaltung abstrakt zu beschreiben und auf dieser Ebene testen zu können. Um eine auf diese Art beschriebene Schaltung zu implementieren wird die verhaltensbasierte Schaltungsbeschreibung zu einer Schaltungsbeschreibung auf RTL-Ebene verfeinert.

Moderne Synthese-Compiler sind mittlerweile in der Lage, für eingeschränkte Klassen von verhaltensbasierten Schaltungsbeschreibungen unmittelbar einen Schaltplan zu generieren.

3.1 Addition von Bits

Wir beginnen damit, dass wir eine digitale elektronische Schaltung entwickeln, mit deren Hilfe Zahlen im Zweier-System addiert werden können. Dazu entwickeln wir zunächst einmal eine Schaltung, die zwei Bits addieren kann. Abbildung 3.1 zeigt einen Halbaddierer. Die Schaltung hat zwei Eingänge A und B und zwei Ausgänge Sum und Carry.

Die Schaltung addiert die Werte der beiden Eingänge A und B. Da die beiden Eingänge nur die Werte 0 und 1 annehmen können, liegt das Ergebnis in der Menge {0, 1, 2}. Um das Ergebnis im Zweier-System darstellen zu können, sind zwei Bits notwendig. Das unterste Bit trägt den Namen Sum, es wird genau dann auf 1 gesetzt, wenn ein Eingang den Wert 0 und der andere Eingang den Wert 1 hat. Ein logisches Gatter, das dies leistet, ist das xor-Gatter. Das oberste Bit trägt den Namen Carry (Deutsch: übertrag) und wird genau dann auf 1 gesetzt, wenn beide Eingänge den Wert 1 haben. Das oberste Bit kann mithin durch ein and-Gatter berechnet werden.



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