Communitys im Web
Buchausgabe: 24,00€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Andreas Meier, Siegfried Reich (Hrsg.) |
| Verlag: | dpunkt.verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2011 |
| Umfang: | 129 Seiten |
| Format: | PDF: 5,24MB |
| ISBN: | 3898647536 |
| Bestell-Nr.: | 89864850P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Online-Communitys haben in den letzten Jahren dank Web 2.0 (Social Web) und Web 3.0 (Semantic Web) rasant zugelegt. Neben Communitys of Interest – gemeinsame Sache oder Hobby steht hier im Vordergrund – entwickeln sich Communities of Practice ebenfalls stark. Hier beteiligen sich die Mitglieder der Gemeinschaft an einem Projekt der Wissenschaft, Wirtschaft oder Gesellschaft und investieren freiwillig Zeit und Wissen.
Das Themenheft der HMD widmet sich den vielfältigen Entwicklungen von virtuellen Gemeinschaften, wagt eine Klassifikation und illustriert einzelne Erscheinungsformen: Community Networks, Buddy Systems, Matchmaking Systems, soziale Netze, Gemeinschaften der Blogsphäre u.a. Zudem zeigen Erfahrungsberichte, wie Plattformen für Communitys aufgebaut und gepflegt werden, welche Kommunikationskanäle erfolgreich sind, wie die Zusammenarbeit organisiert wird, wie die Motivation zur Mitwirkung hochgehalten wird und nicht zuletzt wie Unternehmen durch Einbinden von Communitys ihre Innovationsprozesse verbessern können. Dank Grundlagen- und Praxisberichten kann die HMD-Leserschaft das Potenzial von Web Communitys besser einschätzen sowie die Chancen und Risiken erkennen.
Leseprobe:
Notizen (S. 117-118)
Google vergisst nie
Das Internetzeitalter beschert uns eine perfekte Erinnerung: Alle Informationen, Meinungen, Präsentationen, Bilder oder Videosequenzen, die hochgeladen wurden, bleiben erhalten. Erweiterte und billiger werdende Speichermedien, Rechner und Netze animieren uns zum Ablegen von Informationen jeglicher Art im Internet. Verbesserte und ausgeklügelte Suchverfahren helfen uns, eigene Daten oder Informationen aus aller Welt zu durchforsten und bei Interesse zu studieren.
Viktor Mayer-Schönberger, ein Wissenschaftler am Oxford Internet Institute der Oxford University, hinterfragt diese Entwicklung kritisch. Er bewertet das Vergessen als bewährten evolutionären Mechanismus in unserer Gesellschaft und fragt: »Beeinträchtigt das permanente Erinnern nicht unser Urteilsund Entscheidungsvermögen und damit unsere Entwicklungsfähigkeit?« Wer mehr erfahren möchte über die Gefahren und Risiken des ewigen Erinnerns interessiert sich eventuell für sein neustes Buch mit dem Titel »DELETE – Die Tugend des Vergessens im digitalen Zeitalter« (Berlin University Press 2010).
Buchreihe »Social Media«
Eine thematische Reihe von praxisorientierten Büchern zum Thema »Social Media« wird von Dr. Sandra Schön (aka Schaffert) als Herausgeberin koordiniert. Band 1 beschäftigt sich mit dem erfolgreichen Aufbau von Online-Communitys, Band 2 mit (Meta-)Informationen von Communitys und Netzwerken, Band 3 mit Konzepten und Realisierungen für Empfehlungssysteme im Web, Band 4 mit Reputation im Web und der aktuelle Band 5 mit mobilen Gemeinschaften (grundlegende Konzepte sowie erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Spielen, Lernen und Gesundheit werden darin behandelt). Die Bücher sind gebunden im Buchhandel oder auch als kostenloser Download des Kompetenzzentrums Salzburg NewMediaLab unter www. slideshare.net/snml erhältlich.
Politparty
Die integrata stiftung aus Tübingen widmet sich der humanen Nutzung der Informationstechnologie und ruft zu einer Politparty auf. Aufgrund der Entwicklungen von Stuttgart 21, der Abstimmung über die Schulreform in Hamburg oder des Rauchverbots in Bayern werden auf der neuen Webplattform www.politparty.de Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich aktiv an öffentlichen Themen zu beteiligen. Politparty ist ein Internetportal, auf dem öffentliche Projekte zur breiten Diskussion und zur Abstimmung gestellt werden. Die Ergebnisse solcher Stellungnahmen und Kommentare werden den verantwortlichen Behörden und Politikern zur Kenntnis gebracht, Meinungen eingeholt und moderierte Diskussionen angeregt. Damit soll die politische Partizipation und die Demokratiebestrebung im Internetzeitalter gefördert werden.
MyWebCareer
Auf MyWebCareer.com können Stellensuchende prüfen, über welche Reputation sie im Internet verfügen. Da Personalverantwortliche immer mehr auch Webressourcen anzapfen, soll mit dem Webmonitor ein Bild der Onlinepräsenz von Bewerbern berechnet werden. Dabei werden die Profile aus sozialen Netzen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn durchforstet, um an wichtige Daten zu gelangen. Danach soll mithilfe einer semantischen Analyse ein Score für die jeweilige Onlinepräsenz und -reputation berechnet werden. Die Start-up-Firma aus den USA will mit dem Monitor eine Dienstleistung anbieten, die von Bewerbern und von Personalverantwortlichen genutzt werden kann. Die Anbindung wichtiger europäischer Online- Gemeinschaften wie z.B. Xing fehlt im Moment noch.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
bei uns nur: 4,99€

