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Citrix XenApp 5. Galileo Computing. Installation, Konfiguration, Troubleshooting
 
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Citrix XenApp 5. Galileo Computing. Installation, Konfiguration, Troubleshooting

 
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Buchausgabe: 49,90€
Download-Version: 44,90€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Nico Lüdemann
Verlag: Galileo Press
Version: 3. Auflage, 2009
Umfang: 645 Seiten
Format: PDF: 41,76MB
ISBN: 3836213907
Bestell-Nr.: 83621390P
Artikeltyp: E-Book
 

Dieses Buch zeigt Citrix XenApp 5 im Einsatz. Es bietet eine detaillierte Anleitung für die optimale Konfiguration und die Administration von XenApp. Nach einer ausführlichen Einführung in Terminaldienste werden Verwaltungsstruktur, Installation und Konfiguration erläutert. Weiter hält das Buch ein Kapitel zum Troubleshooting bereit und spart auch nicht mit Best Practices.


Leseprobe:

2 Strategischer Überblick und Einstieg (S. 33-34)

2.1 Ein Blick in die (nicht weit entfernte) Vergangenheit

Sieht man sich die IT-Umgebung der Musterhandel GmbH und vieler anderer Unternehmen in den Jahren um 1980/90 an, so spielten zu dieser Zeit PCbasierte Systeme im Unternehmen so gut wie keine Rolle. Zwar gab es an der einen oder anderen Stelle schon PCs, die unter Umständen sogar in das Unternehmensnetzwerk eingebunden waren und auf Dateien und Drucker auf einen Novell Netware Server zugriffen, aber so richtig ernst hat diese Systeme niemand genommen. Die wahren Server waren Großrechner und Mainframes, die bei der Musterhandel GmbH zwei riesige Räume füllten, die gesamte Rechenleistung des Unternehmens auf sich konzentrierten und unzählige Benutzersitzungen abbildeten.

An den Arbeitsplätzen befanden sich in den meisten Fällen »dumme« Terminals, die mit Bernsteinfarben die Unternehmensdaten wiedergaben. Zentralisierung von Informationen und Rechenleistung, das war der Stand der Dinge. Doch bereits in den Jahren 1994/95 änderte sich das Bild im Unternehmen drastisch. Die PCs wurden leistungsfähiger und Betriebssysteme wie Windows NT stärkten die Position der »klugen« Arbeitsplatzrechner. Auf einmal musste alles bunt und animiert sein. Zwar liefen die unternehmenskritischen Anwendungen immer noch auf einem Großrechner, aber der Zugriff erfolgte jetzt nicht mehr über ein Terminal, sondern über eine 3270- oder 5250-Emulation auf dem PC.

Die Benutzer genossen die Möglichkeit, sich individuelle Hintergrundbilder einrichten zu können und sich in »Denkpausen« mit virtuellen Kartenspielen auf andere Gedanken bringen zu können. Zentrale Systeme waren out! Zu dieser Zeit war es in der Abteilung Benutzerservice, heute würde man sagen Support, üblich, auch die Möglichkeiten zu genießen, die PC-Systeme boten. Ohne Gefahr zu laufen, das ganze Unternehmen lahm zu legen, konnte man mit diesen PCs hier und da mal ein wenig herumspielen und testen. Ob der jeweilige Benutzer eine halbe Stunde früher oder später wieder an seinem PC arbeiten konnte, war im Prinzip egal.

Es war eine Zeit, zu der die Hardwareentwicklung der Software voraus war. Die PCs waren so leistungsstark, dass die Software immer schnell genug lief. Auch waren Aktualisierungen von Anwendungen nicht so sehr an der Tagesordnung wie es heute z.B. durch Patches und Updates der Fall ist. Diese paradiesische Zeit hielt jedoch nicht lange an. Schon bald wurden die Aktualisierungsintervalle von Anwendungen und Betriebssystemen immer kleiner. Viele Anwendungen setzten plötzlich auf den Clients häufige Aktualisierungen voraus, um im Fehlerfall den Hersteller-Support in Anspruch nehmen zu können.

Auch wurde die Lebenszeit von PCs an vielen Arbeitsplätzen immer kürzer, da sie nicht mehr in der Lage waren, die aktuellsten Versionen von Anwendungen performant zur Verfügung zu stellen. Jedes Roll-out eines neuen PCs war mit enormen Aufwand verbunden, selbst wenn auf Images etc. zurückgegriffen wurde. Dies führte dazu, dass gerade von zwei »alteingesessenen« Administratoren erste Stimmen laut wurden, die das allseits beliebte »Früher war alles besser« propagierten. Natürlich war es deutlich einfacher, irgendwo ein Terminal (quasi einen Bildschirm mit Tastatur) hinzustellen und anzuschließen, als einen neuen PC aufzubauen.

Aber war ein Weg zurück überhaupt möglich? Hätten die Benutzer nicht lauthals protestiert, wenn man ihnen die »bunten Spielzeuge« wieder weggenommen hätte? Ließen sich Office-Anwendungen auch über einen Mainframe schön abwickeln? Die Benutzer interessierten sich im Prinzip doch nicht wirklich für den Aufwand, den jemand für den Aufbau ihrer PCs betreiben mussten. Wieso auch, das war schließlich nicht ihr Problem.

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