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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Martina Mittag
Verlag: Campus Verlag
Version: 1. Auflage, 2008
Umfang: 200 Seiten
Format: PDF: 6,11MB
ISBN: 3593382555
Bestell-Nr.: 59338255P
Artikeltyp: E-Book
 

Stress, Hektik, Termindruck im Arbeitsalltag? Gerade wenn es hoch hergeht, ist es wichtig, kurz durchzuatmen und Kraft zu schöpfen, um danach umso erfrischter und konzentrierter die wichtigen Aufgaben anpacken zu können.

Müde und erschöpft nach dem fünfstündigen Meeting? Nach einem Reklamationsgespräch mit einem erzürnten Kunden müssen noch Umsatzstatistiken erstellt und analysiert werden? Manchmal ist neue Energie gefragt, in anderen Situationen ist es wichtig, loszulassen und den Kopf freizubekommen. Martina Mittag bietet einen Katalog aus effektiven Übungen und Kurzprogrammen für unterschiedliche Situationen, die sich problemlos am Arbeitsplatz durchführen lassen und den Energiehaushalt schnell wieder in Schwung bringen!

Die Autorin

Martina Mittag ist staatlich geprüfte Tanzpädagogin, Fitnesstrainerin und Yogalehrerin. Seit 2001 ist sie mit ihrem Institut Yogawerft selbstständig und konzipiert Fitness- und Entspannungsangebote für Großunternehmen wie Unilever, Tchibo GmbH, Microsoft Deutschland und die Otto Group.




Leseprobe:

Die Atmung: Der Schlüssel zur Lebenskraft (S. 29-30)

Leon steht mal wieder mit seinem Einkaufswagen in der Schlange vor der Supermarktkasse. Er hat es heute ganz besonders eilig. Dreimal hat er schon die Schlange gewechselt, und als er es dann endlich in die schnellste geschafft hat, gibt es vor ihm zwei Reklamationen und vier Bezahlungen mit EC-Karte. Er spürt, wie seine Ungeduld wächst, und als er endlich seine Einkäufe aufs Laufband stellen kann, versucht die neue Kassiererin vergeblich die Additionsrolle zu wechseln und muss den Filialleiter ausrufen lassen. Leon ist kurz davor auszurasten. Verzweifelt sagt er sich: »Bleib ganz ruhig …« Doch ohne Erfolg. Er wird immer genervter und äußert seinen Unmut durch demonstratives Augenverdrehen und resigniertes, ungeduldiges Ausatmen.

Atme erst einmal tief durch – was Sie über den Atem wissen sollten

Unser Atem begleitet uns das gesamte Leben. Seit dem Moment unserer Geburt kommen wir auf etwa 17 000 Atemzüge täglich, die meisten davon laufen unbewusst ab. Durchschnittlich fließen etwa 300 000 Kubikmeter Luft durch unsere Lunge. Der Atem versorgt unsere Muskeln, die Organe, das Gehirn und jede noch so kleine Zelle unseres Körpers mit Sauerstoff und leitet die verbrauchte Luft in Form von Kohlendioxid wieder aus.

Im Leistungssport ermöglichen die Kenntnisse über Atemzugvolumen, Atemfrequenz sowie den Sauerstoffgehalt des Blutes eindeutige Rückschlüsse auf die körperliche Verfassung eines Athleten. Dies ist auch für unseren Alltag von Bedeutung, denn das Ergebnis einer neuen US-Studie belegt, dass eine optimale Sauerstoffzufuhr nicht nur Balsam für die Seele und wichtig für die Kondition ist, sondern auch alten Gedankenmief vertreibt. Wer sein Hirn regelmäßig »lüftet«, fördert also nicht nur sein Denkvermögen und das Kurzzeitgedächtnis, sondern auch die geistige Flexibilität.

Gleichzeitig ist der Atem auch ein Spiegel unserer emotionalen Verfassung. Unsere Sprache liefert dafür viele Beispiele: »Halt mal die Luft an«, sagen wir zu jemandem, der sich überaktiv gebärdet. »Mir stockt der Atem«, »Da bleibt mir die Luft weg«, »mit atemloser Spannung« – so beschreiben wir Situationen, die uns überraschen oder in ihren Bann ziehen. »Atme erst einmal tief durch«, ist dann unser Ratschlag. Bezeichnen wir jemanden als »langatmig«, dann meinen wir damit eine Person, die nicht zur Sache kommt und sich verzettelt. Wenn jemand jedoch »einen langen Atem« hat, dann ist damit wiederum Ausdauer, Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit gemeint.

In manchen Situationen scheint es so, als ob der Atem mit uns macht, was er will. Wir keuchen vor Erschöpfung oder werden vor lauter Nervosität kurzatmig: »Uns geht die Luft aus.« Mitunter sogar dann, wenn wir es am liebsten verbergen möchten. Oder wir müssen ständig gähnen, obwohl wir es vielleicht lieber aus Höflichkeit und Anstand unterdrücken würden.



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