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Betriebswirtschaftslehre kompakt

 
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Buchausgabe: 24,80€
Download-Version: 21,80€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Thomas R. Hummel
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 3. Auflage, 2007
Umfang: 337 Seiten
Format: PDF: 12,76MB
ISBN: 3486582380
Bestell-Nr.: 48658238P
Artikeltyp: E-Book
 

Es werden alle Unternehmensbereiche erfasst und analysiert. Dazu zählen der unternehmerische Zielbildungsprozess, Material und Produktion ebenso wie Personal, Organisation und Management. Betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen in kompakter Form, aufbereitet in zehn Kapiteln zu zentralen betriebswirtschaftlichen Bereichen. Ergänzt durch eine Vielzahl von Tabellen und Graphiken. Zum Abschluss eines jeden Kapitels besteht die Möglichkeit, sein Wissen anhand eines Kontrollfrageblocks zu überprüfen. Ergänzt wird dieser Übungsteil durch einen umfangreichen Anlageteil.

Das Buch richtet sich neben Studierenden an Fachhochschulen und Wirtschaftsakademien auch an Kaufleute, bei denen betriebswirtschaftliche Kenntnisse unabdingbar sind, und an Techniker, Informatiker und andere Mitarbeiter in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, die ohne betriebswirtschaftliches Grundwissen nicht mehr auskommen.

Aus dem Inhalt:

Welche (Aus-)Bildung braucht der zukünftige Unternehmer? Was bedeutet Betriebswirtschaft? Gegenstand und Grundbegriffe der Betriebswirtschaftslehre. Konstitutive Entscheidungen bei der Gründung einer Unternehmung. Informationsgewinnung und -verarbeitung in der Unternehmung. Controlling als Instrument der Unternehmensführung. Rechtliche Fragen bei der Führung einer Unternehmung. Führung und Personalentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen. Investition und Finanzierung. Grundlegende Literatur.

Der Autor

Prof. Dr. Thomas R. Hummel, geboren 1950, absolvierte ein Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur an der Fachhochschule Karlsruhe und studierte Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Freien Universität Berlin. 1978-1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin, an der er 1985 promovierte. Von 1985 bis 1989 Projektleiter in mehreren Forschungsprojekten. Von 1990 bis 1998 war er Leiter des Zentralbereichs Betriebswirtschaft der Komrowski-Gruppe in Hamburg. Seit dem Wintersemester 1998 ist er Professor am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda mit den Schwerpunkten Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und internationales Management.




Leseprobe:

1 Vorbemerkungen (S. 1)

Die Entwicklung der Lehre von der Betriebswirtschaft

Die Betriebswirtschaftslehre - neben der Volkswirtschaftslehre zu den Wirtschaftswissenschaften gehörend - ist eine verhältnismäßig junge Wissenschaft. Sie entstand um die Jahrhundertwende. Im Zuge der zunehmenden Industrialisierung wurden auch die kaufmännischen Aufgaben und Anforderungen komplizierter. Am Anfang ihrer Entwicklung wird die Betriebswirtschaftslehre im Allgemeinen noch als Privatwirtschaftslehre bezeichnet, ein Begriff, der zum Ausdruck bringt, um was es der wissenschaftlichen Darstellung der Wirtschaftsabläufe zur damaligen Zeit ging.

Gegenstand der Betrachtung sind nicht die einzelwirtschaftlichen Erscheinungen und Beziehungen, sondern das Leben der privaten Unternehmung, oder anders ausgedrückt: Die Ziele und die Handlungsweisen der Unternehmer, die ihr Eigen- bzw. Fremdkapital einsetzen, um Gewinne zu erzielen. Der damaligen allgemeinen Wirtschaftsauffassung entsprechend standen im Vordergrund der Betriebswirtschaftslehre Buchhaltung und Bilanz. Die zunehmende Kapitalisierung des Wirtschaftsverkehrs führte zu einem verstärkten und verfeinerten Ausbau der Geldrechnung.

Das reine Denken in Nominalwerten beherrschte die wirtschaftlichen Überlegungen und unternehmerischen Entscheidungen. Bald aber änderte sich der Aufgabenbereich der Betriebswirtschaftslehre, ohne sich allerdings vom Gebiet des Rechnungswesens abzuwenden. Es zeigte sich jedoch, dass der Betriebsprozess mit zunehmender Arbeitsteilung und wachsender Betriebsgröße unübersichtlicher wurde.

Das Rechnungswesen als geldwertmäßige Bilanzrechnung reichte nicht mehr aus, um der Unternehmensführung einen umfassenden, ausreichenden und ständigen Überblick über den betrieblichen Leistungsprozess zu verschaffen. Nach wie vor wird der Erfolg (Gewinn) als entscheidendes Kriterium für die Existenzfähigkeit der Unternehmung angesehen, man begnügt sich jedoch nicht mehr mit der bilanzmäßigen, finanziellen Betrachtung des Erfolgs, sondern fragt nach der Erfolgsanalyse.

Das Rechnungswesen wird demzufolge auf das Prinzip der Wirtschaftlichkeit ausgerichtet mit dem Zweck der genauen Erfassung des Aufwands und seiner Zusammensetzung. Mit dieser leistungsmäßigen und damit auch unternehmungspolitischen Orientierung beginnt die Entwicklung der Kostenrechnung. In dieser Phase sind erste Ansätze für kostentheoretische Untersuchungen zu finden, die auch in der folgenden Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre von großer Bedeutung waren.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in unterschiedlichen konjunkturellen Phasen einer Volkswirtschaft einzelne wirtschaftliche Kriterien ein unterschiedliches Gewicht hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Ausrichtung und Gestaltung einer Einzelwirtschaft besitzen können. So prägte z.B. das nominale Geldwertdenken sehr stark die wissenschaftliche Betrachtung, bis es später durch das leistungswirtschaftliche Denken ergänzt wurde.

Neben dem Denken in rein wertmäßigen Dimensionen traten soziale, soziologische, psychologische und kommunikative Denkebenen (vgl. Abb. 1.1). Daneben sind Statistik, Mathematik und die Rechtswissenschaft weitere wichtige Nachbardisziplinen der Betriebswirtschaftslehre. Diesen Bemühungen lag der Versuch zugrunde, das Erfahrungsobjekt der Betriebswirtschaftslehre - den Betrieb - in seiner realen Vielfalt zu erfassen.

Der Praktiker, der als Unternehmer oder Führungskraft im Wirtschaftsprozess steht, muss seine wirtschaftlichen Entscheidungen auch und häufig überwiegend nach außerwirtschaftlichen Zielsetzungen und Forderungen treffen. Der Begriff der sozialen Marktwirtschaft ist - wenn er richtig verstanden wird - hierfür ein Beispiel. Es gibt somit in einem Betrieb keine rein wirtschaftlichen Entscheidungen, wenngleich sie in vielen Fällen determinierenden Charakter besitzen.

Betriebswirtschaftlich relevant ist, dass jede wirtschaftliche Entscheidung organhaft in eine andere eingebettet ist und dass zwischen diesen Entscheidungen Interdependenzen bestehen. So erhalten z.B. die Kennzahlen Rentabilität bzw. Wirtschaftlichkeit jeweils unterschiedliche Sachinhalte je nachdem, ob sich eine Einzelwirtschaft in einer Planwirtschaft oder in einer freien Marktwirtschaft befindet. Abb. 1.2 zeigt diese Bestimmungsfaktoren in einem systematischen Zusammenhang.



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