Betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Formen, Aussagekraft, Sollwerte, Ermittlungsintervalle
Buchausgabe: 29,80€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Peter R. Preißler |
| Verlag: | Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH |
| Version: | 1. Auflage, 2005 |
| Umfang: | 333 Seiten |
| Format: | PDF: 25,69MB |
| ISBN: | 3486238884 |
| Bestell-Nr.: | 48623888P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Mit Hilfe dieses Buches werden Sie in der Lage sein, nicht nur das Unternehmen mit Ist-Werten zu durchleuchten, sondern auch mit Soll-Werten neue Maßstäbe zu setzen.
Das Buch richtet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften und Praktiker in Unternehmen.
Leseprobe:
3 Anforderungen an Kennzahlen und inhaltliche Ausgestaltung von Kennzahlensystemen (S.23)
Maßgebliche Einflussgrößen für die Aussagekraft von Kennzahlen sind Zeit, Identität, Wertigkeit und vor allem die richtige Kennzahleninterpretation. Wie detailliert das Kennzahlensystem sein muss, d. h. welche und wie viele Kennzahlen aufgenommen werden, hängt von den Unternehmungszielen, der Unternehmungsgröße und der jeweiligen Branche ab. Generell gilt, dass sich mit zunehmender Komplexität des Unternehmensgeschehens die Struktur der verwendeten Kennzahlen ändern wird.
Grundsätzlich gilt:
– Nicht unaufgeforderte, endlose Kennzahlen und Kennzahlensysteme liefern, sondern nur kurze, übersichtliche, relevante und gewünschte Kennzahlen.
– Die Kennzahlenbildung sollte in klaren, übersichtlichen hierarchischen Strukturen erfolgen. – Die Verwendung von Kennzahlen muss von klaren Regeln begleitet werden.
– Vor Erarbeitung einer Kennzahl sollte eine Bedarfsanalyse vorgenommen werden, die feststellt, welche Informationen tatsächlich benötigt werden.
– Kennzahlen sollten in einem festen Rahmen und nicht nur sporadisch erarbeitet werden. – Kennzahlen müssen vor allem zukunftsorientiert sein, d. h. nicht nur die Vergangenheit beschreiben.
– Sie müssen ein Frühwarnsystem und die Erarbeitung von Risikoprofilen ermöglichen.
– Die Kennzahlenauswahl sollte flexibel und auch „ungewöhnlichen" Kennzahlen beinhalten.
– Man sollte immer speziell auf das eigene Unternehmen zugeschnittene Kennzahlen bilden!
– Nicht quantifizierbare Aspekte sind unbedingt zu berücksichtigen.
– Möglichst differenzierte Kennzahlen nach Bereichen.
– Kennzahlen sollten Zusammenhänge und Abhängigkeiten sichtbar machen.
Die Kennzahlen sollten wie folgt strukturiert werden:
(1) Erfolgskennzahlen
(2) Produktivitätskennzahlen
(3) Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen
(4) Risikokennzahlen
(5) Bereichskennzahlen
Sehr sorgfältig, ist die Aufnahme einer neuen Kennzahl zu prüfen oder die Eliminierung einer bisherigen Kennzahl (was aber grundsätzlich nötig und möglich sein muss, um die aktuelle Situation zu berücksichtigen). Die Aufnahme neuer Kennzahlen darf nicht zur Aufblähung des Kennzahlensystems und damit zur Unübersichtlichkeit führen.
Allgemein gilt:
Kennzahlen sind nur so gut wie die Eingabe
oder
unsinnige Eingaben = unsinnige Aussagen
3.1 Zielorientierung
Die wichtigste Regel ist bei der Festlegung von Kennzahlen, dass ein direkter Bezug zwischen Erfolgsfaktoren und den Unternehmenszielen hergestellt wird. Häufig macht man jedoch den Fehler, Ziele und kritische Erfolgsfaktoren unabhängig voneinander festzulegen.1 3.2 Aktualität
Die Hauptproblematik von Kennzahlen besteht in ihrer mangelnden Aktualität. Meist sind Kennzahlen vergangenheitsorientiert, selbst die aktuelle Auswertung eines Zeitraumes berücksichtigt oft nur zurückliegende Perioden. Zeitvergleiche haben auch häufig den Nachteil, dass lediglich positive bzw. negative Veränderungen gegenüber der Vergangenheit erkannt werden, nicht aber welchen tatsächlichen Aussagewert die Vergangenheit besitzt. Erst die Prognosen in die Zukunft machen die Einbeziehung der Kennzahlen aus der Vergangenheit sinnvoll – Kennzahlen müssen an ein verändertes Umfeld ständig ergänzt werden! Problematisch ist der Einsatz bereits überholter Kennzahlen, denn sie können zu unternehmerischen Fehlentscheidungen führen. Kennzahlen müssen so aktuell wie möglich sein (Problematik veralteter Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen usw.) und müssen immer mit Ist und dem Plan verglichen werden. Ziele und Strategien überholter Zahlen wären verhängnisvoll!
3.3 Wirtschaftlichkeit
Grundsätzlich muss das ökonomische Prinzip eingehalten werden, welches hier konkret besagt, dass die Kosten für die Informationserarbeitung nicht höher sein dürfen als der dadurch erzielte Informationsnutzen.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
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