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Berge voller Abenteuer
 

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Berge voller Abenteuer

 
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Buchausgabe: 19,90€
Download-Version: 17,90€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Wilfried Dewald, Wolfgang Mayr, Klaus Umbach
Verlag: Ernst Reinhardt Verlag
Version: 1. Auflage, 2005
Umfang: 225 Seiten
Format: PDF: 19,82MB
ISBN: 3497017698
Bestell-Nr.: 49701769P
Artikeltyp: E-Book
 

Kinder lernen die Natur von klein auf am besten dort kennen, wo sie noch hautnah erspürt und erlebt werden kann: in unseren Berglandschaften. Beweglichkeit und Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer, Spiel und Abenteuer prägen das Bergerleben der Kinder. Dieses Buch bietet Hilfen für die kinder- und familiengerechte Planung sowie die Durchführung von Touren mit Kindern im Gebirge. Leichte Wanderungen und erste Kletterversuche werden ebenso behandelt wie Motivations-, Rechts- und Sicherheitsfragen. Die Autoren geben Erfahrungen aus der Praxis mit ihren eigenen Kindern, mit Schulklassen und Jugendlichen weiter. LeiterInnen von Jugend- oder Familiengruppen und LehrerInnen, aber auch interessierte Eltern finden wertvolle Anregungen, viele Informationen und Ratschläge zur Sicherheit, nicht zuletzt aber eine spannende Lektüre für die Zeit, bevor es losgeht: Mit Kindern ins Gebirge!

Wilfried Dewald, Gymnasiallehrer, päd. Leiter der Jugendbildungsstätte des DAV in Bad Hindelang/Allgäu, Vater von zwei Söhnen. Wolfgang Mayr, Fotograf, staatl. geprüfter Berg- und Skiführer, stellv. Leiter der Jugendbildungsstätte des DAV in Bad Hindelang/Allgäu, Vater zweier Töchter.Klaus Umbach, Diplom-Sozialpädagoge, Praxisleiter der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rottenbuch (Obb.), Vater von zwei Kindern.


Leseprobe:

2 Mit Kindern ins Gebirge (S. 13)

Entscheidend für alle, die mit Kindern etwas im Gebirge unternehmen wollen, ist die Fähigkeit, mindestens aber das Bemühen, sich in das Erleben der jungen Begleiter hineinzuversetzen. Hierbei stehen die Wahrnehmungen, das Denken und Fühlen im Zentrum unseres Interesses. Sie sind der Schlüssel für das, was wir "Abenteuer" nennen.

Wechseln Sie also die Perspektive: Gehen Sie in die Hocke oder legen Sie sich auf den Boden und probieren Sie den "Mikroskopblick“ aus. Sie werden staunen, was in einer Wiese kreucht und fleucht und wie ein Grashalm von unten aussieht ,- ein Abenteuer, auf das Sie sich nur einlassen müssen. Aber nehmen Sie diese Empfehlung nicht nur wörtlich. Es kommt auch bei den verschiedenen Spielformen des Bergsteigens auf einen Perspektivenwechsel an. Weil die Androhung eines langen, beschwerlichen Aufstiegs auf die Namlosspitze noch kein Kind vom Hocker gerissen hat, fragen Sie sich am besten zuerst, was Kinder im Gebirge interessieren könnte. Vielleicht kommen Sie den Wünschen auch durch ein Interview Ihrer kleinen Begleiter auf die Spur. Auf jeden Fall sollten Sie den gewohnten Erwachsenenblick ablegen und nicht in erster Linie den Gipfel, die Aufstiegszeit und das Abhaken im Tourenbuch, sondern die Erlebniswelt der Kinder ins Visier nehmen. Beachten Sie diese Grundregel nicht, haben Sie beste Aussichten, dass Ihnen die lieben Kleinen den Weiterweg blockieren. Und wer kennt nicht die Geschichten gestandener Mannsbilder, denen bereits in der Kindheit die Freude am Gebirge durch verständnislose Erwachsene - meist sind es die eigenen Eltern gewesen ,- geraubt worden ist. Genervte Kinder bedeuten aber gleichzeitig oft genervte Erwachsene, und da das Zusammenleben ,- vor allem in Familien ,- auch ohne gemeinsame Bergtorturen turbulent sein kann, wollen wir Ihnen zeigen, wie Touren trotzdem zufriedenstellend verlaufen können.

Wir wollen Sie nicht zwingen, Kindergruppen mit ins Gebirge zu nehmen. Auch wir wissen, dass es zuweilen ohne Kinder besser geht. Auch wir gehen ins Gebirge, weil wir dort oftmals genau das finden, was wir suchen. Aber das Zusammenleben mit Kindern ,- nicht nur in Familien ,- erfordert gemeinsame Erlebnisse, damit daraus Erfahrungen werden können. Familien können dafür die freie Zeit verwenden. Möglichkeiten dazu bieten sich auch in Schule, Jugendarbeit sowie in der Arbeit anderer pädagogischer Einrichtungen. Der besondere Wert des Bergsteigens besteht eben darin, dass es allen, Kindern und Erwachsenen, etwas bieten kann, denn:

- Die inneren Regeln für diese Art der Sportausübung stellen Sie selbst auf.

- Das Maß und die Häufigkeit bestimmen Sie.

- Ob von zu Hause aus, im Rahmen einer pädagogischen Einrichtung oder im Urlaub, Bergsteigen ist fast immer möglich.

- Das Unterwegssein im Gebirge bedeutet auch hautnahen Kontakt zur Natur und die Gelegenheit, über sie und von ihr zu lernen.

- Wandern, Skitouren und Klettern sind ,- richtig und verantwortlich betrieben ,- gesundheitsfördernde Sportarten, zudem fördern sie das Sozialverhalten und sind ökologisch verträglich.

Bedenken Sie, dass wir Erwachsene Kinder durch unser Verhalten als Vorbild maßgeblich prägen. Sie sind als Pädagogin bzw. Pädagoge, Gruppenleitung, Mutter oder Vater primär Modell für Kinder und leben vor, wie z. B. Freizeit sinnvoll verbracht wird, dass körperliche Bewegung Freude bereitet oder wie man sich in der Natur verhält.

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