Bash-Programmierung - Einstieg und professioneller Einsatz
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Christian Graiger |
| Verlag: | entwickler.press |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 280 Seiten |
| Format: | PDF: 11,79MB |
| ISBN: | 3939084301 |
| Bestell-Nr.: | 93908430P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Die Bash-Shell automatisiert Kommandofolgen, erstellt Backups und führt Programme aus. Mit diesem Buch können Anfänger in die Bash-Programmierung einsteigen, Fortgeschrittenen dient es als Referenz. Die Bash-Befehle sind absichtlich nicht alphabetisch sortiert, sondern stehen bei den zu lösenden Problemen. Sie sind daher auch dann gut zu finden, wenn man ihre Namen noch nicht kennt.
Leseprobe:
"Einführung (S. 11)
Die Geschichte der Bash ist durchzogen von Zweideutigkeiten. Schon alleine der Name birgt ein doppelsinniges Wortspiel, auch die Verwendung der Bash und ihre Integration in das Unix- oder Linux-Betriebssystem hat jeweils zwei Seiten. Der Begriff „Bash"" setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben von „Bourneagain- Shell"", einem Wortspiel, das man mit „wiedergeborene Shell"" oder „noch eine Bourne-Shell"" übersetzen kann.
Als Shell ist die Bash ein zentraler Bestandteil des Betriebssystems, die Shell bildet die klassische Schnittstelle zwischen dem Benutzer und dem System. Sie schirmt den Kern des Betriebsystems (Kernel) vom Benutzer wie eine Muschel ab. Mit Hilfe einer Shell kann der Benutzer bestimmte Anweisungen (Befehle) eingeben, die vom System ausgeführt werden. Auf den ersten Blick fungiert die Bash somit als Kommandozeileninterpreter. Bash ist allerdings weitaus mehr als ein Befehlsinterpreter, sie ist eine vollständige Programmiersprache.
Bash ist nicht fest in das Betriebssystem integriert, sondern operiert als normales Programm, das unter dem System ausgeführt wird. Der Unterschied zu anderen Unix- oder Linux-Programmen besteht eigentlich nur darin, dass die Bash direkt nach der Anmeldung des Benutzers am System automatisch gestartet wird. Als Shell-Programm ist die Bash somit nicht verpflichtend.
Einem Linux- oder Unix-Benutzer steht in der Regel eine ganze Reihe an Shell-Programmen zur Verfügung, beispielsweise die C-Shell (csh), der Standard-Shell für das Betriebssystem BSD, ihr Nachfolger TENEX-C-Shell (tcsh) oder die Korn-Shell (ksh).
1.1 Geschichte
Bash basiert auf der Bourne-Shell (sh), der „Urmutter"" der modernen Shells. Diese wurde 1974 von Stephen Bourne für das Betriebssystem Unix entwickelt und fand Ende der 70er-Jahre unter dem Betriebssystem Unix V7 Einsatz. Rund zehn Jahre später wurde die Bash von Brian Fox und Chet Ramey 1987 für das GNU-Projekt entwickelt. Sie ist voll kompatibel mit der Bourne-Shell, bietet aber einen größeren Funktionsumfang und besseren Komfort, da sie nützliche Elemente aus der CShell und Korn-Shell beinhaltet und mit dem Standard POSIX 1003.2 konform ist.
Linus Torvalds entwickelte 1991 das erste Linux-System, auf dem die Bash als Shell Einsatz fand. Auf den meisten Linux-Distributionen wird die Bash standardmäßig als Shell verwendet, mittlerweile ist die Bash auch die Standard-Shell unter Mac OS X.
1.2 Einsatzbereiche
In ihrer Funktion als Kommandozeileninterpreter dient die Bash primär zum Starten und Ausführen von Programmen. Die Eingabe eines Benutzers wird als Kommandozeile interpretiert, die Bash startet dann das jeweilige Kommando und gibt entsprechende Rückmeldungen des Programms an den Benutzer aus. Jeder Befehl liefert nach seiner Ausführung einen Rückgabestatus, welcher besagt, ob die Ausführung erfolgreich war oder nicht. Verschiedene Anweisungen können nacheinander oder parallel ausgeführt werden und lassen sich miteinander kombinieren.
Als Programmiersprache verfügt die Bash über die klassischen Sprachelemente wie Variablen, Operatoren, Fallunterscheidungen, Schleifendurchläufe oder Bedingungen. Dazu beinhaltet die Shell eine ganze Reihe an Funktionen, die das Arbeiten unter Linux erheblich erleichtern, beispielsweise die automatische Vervollständigung von Dateinamen über die Taste TAB, Aliase oder den Kommandozeilenspeicher (History)."
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