Barrierefreiheit verstehen und umsetzen: Webstandards für ein zugängliches und nutzbares Internet
Buchausgabe: 54,90€
Download-Version: 42,99€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Jan Eric Hellbusch, Kerstin Probiesch |
| Verlag: | dpunkt.verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2011 |
| Umfang: | 812 Seiten |
| Format: | PDF: 44,12MB |
| ISBN: | 3898645207 |
| Bestell-Nr.: | 89864869P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Was ist barrierefreies Webdesign? Viele kennen den Begriff, aber nur wenige haben eine konkrete Vorstellung, was sich dahinter verbirgt. Trotz der Webstandards zur Barrierefreiheit, den Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG20) des W3C, stellt barrierefreies Webdesign viele Webmacher vor Rätsel. Standardkonformität oder CSS-Design, skalierbare Schriften oder Alternativtexte mögen geläufig sein, aber wer sich mit der Materie näher beschäftigt, entdeckt zunächst mehr Fragen als Antworten. Das mag daran liegen, dass viele Erfolgskriterien Raum für Interpretation lassen oder Barrierefreiheit nicht bereits am Anfang eines Entwicklungsprozesses berücksichtigt wird.
Dieses Buch bietet konkrete Handlungsanweisungen, wie mit einzelnen Aspekten des Webdesigns umzugehen ist und wie relevante Punkte der Barrierefreiheit bereits zu Beginn Eingang in die Planung von Webangeboten finden können. Die Erfolgskriterien der WCAG20 werden beispielhaft einzelnen Phasen der Webseitenentwicklung zugeordnet. Ausgehend von der Arbeitsweise behinderter Nutzer wird die Umsetzung von Barrierefreiheit anhand der Entwicklung einer konkreten Beispielwebsite gezeigt. Hierbei werden Unklarheiten aufgezeigt, diskutiert und kontextabhängige Lösungen dargestellt.
Dem Leser wird in diesem Rahmen sowohl der Einsatz moderner und standardkonformer Webtechniken vermittelt als auch weitere wichtige Aspekte der Barrierefreiheit wie Verständlichkeit, Nutzerführung, Design oder Textorientierung.
Mit diesem Buch werden Sie Ihre Kompetenzen in der barrierefreien Webgestaltung deutlich erweitern. Einsteiger ebenso wie erfahrene Webentwickler werden neue Einsichten gewinnen.
Die Code-Beispiele in diesem Buch wurden von Stephan Heller bereitgestellt. Als Gastautor hat Markus Erle das Kapitel zu barrierefreiem PDF geschrieben.
Für Menschen, die besser hören können als sehen, ist das Buch mit einer zusätzlichen Audioausgabe auf CD erhältlich beim
Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
bestellung@dvbs-online.de
Tel.: (0 64 21) 94 888-22
Die Audioversion kann mit handelsüblichen MP3-Abspielgeräten gehört werden und ist zusätzlich nach dem DAISY-Standard strukturiert.
Leseprobe:
13 Technischer Unterbau (S. 519-520)
Valide Dokumente zeigen, dass Webinhalte sorgfältig und zeitgemäß aufbereitet wurden. Valide Dokumente sind damit ein Zeichen für Standardkonformität und fördern die Kompatibilität. Zudem unterstützen Hilfsmittel eine Auszeichnungssprache besser, wenn diese entsprechend ihrer Spezifikation verwendet wird. Valider Code ist zugleich ein Qualitätsmerkmal und erleichtert die Arbeit nach Webstandards.
Valides HTML bedeutet aber nicht, dass der Inhalt barrierefrei ist, sondern ist sozusagen das i-Tüpfelchen der Barrierefreiheit, wenn inhaltliche, strukturelle und interaktive Komponente barrierefrei umgesetzt sind. Validität ist die Übereinstimmung des Quellcodes mit der formalen Grammatik einer Sprache wie z. B. HTML und zeigt, dass die jeweilige Auszeichnungssprache auf gültige (valide) Weise verwendet wird.
Ein weiterer Aspekt ist die Wohlgeformtheit, die beispielsweise für XML-basierte Dokumente berücksichtigt werden muss. Letztlich können alle Aspekte, die den technischen Unterbau eines Dokuments und gleichzeitig die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit betreffen, unter dem Gesichtspunkt der Validität gesehen werden. Aus dem Blickwinkel der Barrierefreiheit geht es u. a. um den sinnvollen Einsatz von HTML-Elementen und -Attributen sowie die logischen Beziehungen zwischen einzelnen, zusammenhängenden Inhalten.
13.1 Validität
Die Einhaltung aller Webstandards ist für eine Konformität mit den WCAG20 nicht zwingend erforderlich, gilt aber als »Best Practice«. Nicht immer kann aber genau nach Webstandards gearbeitet werden, wenn z. B. in den CSS zuweilen Hacks für eine browserübergreifend gleiche Darstellung nötig werden.1 Auch wenn eine Validierung gegen alle technischen Standards erfolgt, kann weder eine Aussage über die grundsätzliche Zugänglichkeit noch die Nutzbarkeit einer Webseite getroffen werden.
Sie ist jedoch Voraussetzung für die technische Aufbereitung von Dokumenten und damit für die Zugänglichkeit der Inhalte in verschiedenen Anwendungen. Auf der technischen Ebene ist – trotz der nur eingeschränkten Aussagefähigkeit zur Barrierefreiheit – ein valides Dokument ein Qualitätsmerkmal.
Der Einsatz von HTML-Validatoren zur Prüfung des technischen Unterbaus kann Fehler aufdecken, die die technische Zugänglichkeit beeinflussen. Für die Barrierefreiheit selbst gibt es keine Validatoren. Obwohl die WCAG20 technisch überprüfbare Anforderungen enthalten, muss Barrierefreiheit in Abhängigkeit sowohl von den Inhalten als auch ihrem Kontext bewertet werden. Einige spezialisierte Tools erleichtern jedoch die Bewertung.
Der besondere Tipp
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Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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