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BWL für Ingenieure
 

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BWL für Ingenieure

 

26,80€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Marion Steven
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 3. Auflage, 2008
Umfang: 380 Seiten
Format: PDF: 2,92MB
ISBN: 3486586130
Bestell-Nr.: 48658613P
Artikeltyp: E-Book
 

Marion Steven
BWL für Ingenieure
3., korrigierte und aktualisierte Auflage 2008. XII, 367 S., br.
ISBN 978-3-486-58613-8


Für den in der Praxis tätigen Ingenieur ist es unabdingbar, sich auch in Bereichen der Wirtschaft kompetent verständigen zu können.

Das Ziel des vorliegenden Lehrbuchs besteht darin, die erforderlichen Grundlagen hierfür zu vermitteln. Mit diesem Wissen ist es möglich, sich in häufig auftretenden ökonomischen Sachverhalten zu orientieren, vorliegende Lösungsansätze zu beurteilen und eigene Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Es werden die wichtigsten betrieblichen Bereiche - die Güterwirtschaft, die Finanzwirtschaft, die Informationswirtschaft und die Unternehmensführung - in Grundzügen behandelt und ihre Interdependenzen aufgezeigt. Soweit möglich werden dabei praktische Beispiele mit Bezug zur Berufswelt des Ingenieurs verwendet.

Ein Glossar betriebswirtschaftlicher Fachbegriffe am Schluss des Buchs hilft nicht nur beim Erlernen der Fachterminologie, sondern erlaubt auch seine zusätzliche Nutzung als Nachschlagewerk.


Leseprobe:

2 Die Güterwirtschaft (S. 49-50)

Gegenstand der Güterwirtschaft sind mit der Beschaffung (Abschnitt 2.1), der Produktion (Abschnitt 2.2), dem Absatz (Abschnitt 2.3), der Entsorgung (Abschnitt 2.4) und der Logistik (Abschnitt 2.5) diejenigen betrieblichen Funktionen, die sich mit der Bereitstellung, der Verarbeitung, der Verwertung, der Beseitigung und dem Transport materieller Güter befassen.

2.1 Beschaffung

Die Beschaffung dient der Versorgung der Produktion mit dem benötigten Material. Dabei befasst sich die Materialwirtschaft (Abschnitt 2.1.1) mit der Organisation der Materialbeschaffung. Die für die Produktion erforderlichen Materialmengen werden teilweise mithilfe von Prognosetechniken (Abschnitt 2.1.2) bestimmt und teilweise im Rahmen der Materialbedarfsplanung (Abschnitt 2.1.3) aus dem Produktionsprogramm abgeleitet. Die Lagerhaltung dient als Puffer zwischen der Beschaffung und der nachfolgenden Produktion, hier steht die Bestimmung der optimalen Losgröße im Vordergrund (Abschnitt 2.1.4).

2.1.1 Materialwirtschaft

Die Aufgabe der Materialwirtschaft besteht darin, den gesamten Materialfluss im Unternehmen zu steuern und zu kontrollieren. Der Materialfluss beginnt mit der Einlagerung der als Einsatzstoffe bezogenen Rohmaterialien und Zukaufteile, er endet mit der Auslieferung der marktfähigen Produkte. Dabei lassen sich folgende Materialarten unterscheiden:

• Rohstoffe sind Materialien auf einer niedrigen Veredlungsstufe, die zum wesentlichen Bestandteil der Produkte werden, z.B. Holz in der Möbelindustrie, Stahl in der Automobilindustrie, Quarz in der Glasindustrie.

• Hilfsstoffe gehen ebenfalls direkt in die Produkte ein, leisten jedoch nur einen untergeordneten Beitrag zum Endprodukt, z.B. Schrauben, Lacke, Glasuren.

• Betriebsstoffe gehen nicht direkt in die Produkte ein, sondern ihr regelmäßiger Einsatz ist zum Betrieb der Maschinen erforderlich. Dazu zählen z.B. Schmiermittel, Werkzeuge, Schleifpasten, Energieträger.

• Halbfabrikate bzw. Bauteile stehen im Materialfluss zwischen den Einsatzstoffen und den Endprodukten. Bei ihnen ist ein bestimmter Teil an Bearbeitung bzw. Veredlung bereits erfolgt. Soweit Halbfabrikate getrennt marktfähig sind, können sie von Lieferanten bezogen oder an andere Unternehmen verkauft werden. Teilweise finden sie auch als Ersatzteile Verwendung.

• Fertigfabrikate sind die Endprodukte, die das Unternehmen in seinem Fertigungsprogramm anbietet.

• Schließlich zählen zum Material auch Abfälle und Rückstände, die als unerwünschte Kuppelprodukte auf den einzelnen Produktionsstufen anfallen und für deren ordnungsgemäße Entsorgung das Unternehmen verantwortlich ist.

Die Zielsetzung der Materialwirtschaft lässt sich in eine technische und eine ökonomische Komponente zerlegen:

In technischer Sicht geht es um die bedarfsgerechte Versorgung des Produktionsbereichs mit den benötigten Materialien, d.h. im Vordergrund steht die Bereitstellung des Materials

• in der richtigen Menge,
• in der richtigen Qualität,
• am richtigen Ort,
• zur richtigen Zeit.

Das ökonomische Ziel ist die Minimierung der bei der Materialbereitstellung anfallenden Kosten. Dabei treten Zielkonflikte zwischen technischen und ökonomischen Zielen auf, wenn eine Verbesserung des Lieferservice mit höheren Kosten verbunden ist.

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