Analyse und Planung im Outfit-Einzelhandel
Buchausgabe: 98,00€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Peter Anklam |
| Verlag: | Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 266 Seiten |
| Format: | PDF: 3,32MB |
| ISBN: | 3866410697 |
| Bestell-Nr.: | 86641069P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Der Autor
Peter Anklam (43) ist nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre seit 1990 als Unternehmensberater und Betreuer von ERFA-Gruppen tätig. Zudem betreibt er mehrere vertikale Einzelhandelsgeschäfte in den Bereichen DOB und HAKA sowie einen Online-Wäsche-Versandhandel. Im Mittelpunkt steht jedoch seine langjährige Tätigkeit als Dozent an der Fachakademie für Textil und Schuhe LDT Nagold mit den Fachgebieten Controlling (Wholesale/ Retail), Marketing.
Leseprobe:
1 Tipps zum Datenmanagement (S. 91)
Ein Handelsbetrieb bietet vielerlei Möglichkeiten, Daten für das Controlling zu produzieren. Viele Händler jedoch verwenden nur sehr wenige Zahlen zur Steuerung ihres Betriebs. Nach Studien des Verfassers kontrollieren:
• 100 % der Händler ihre Liquidität, z.B. über das morgendliche Anschauen des Bankkontoauszugs oder über das abendliche Kontrollieren des Tagesumsatzes und des Kassenbestands
• etwa nur ein Drittel der Händler regelmäßig ihre Erfolgszahlen und sind in der Lage, ein Betriebsergebnis (inkl. kalkulatorischer Kosten) zu ermitteln bzw. zu interpretieren
Wenig Priorität auf die Steuerung von Daten zu legen, gleicht dem Steuern eines Flugzeugs ohne Navigation in der vergleichsweise turbulenten Outfitbranche. Das Nicht-Nutzen vielseitig vorhandener Daten gleicht einem Satellitenanschluss, der jedoch fortwährend nur für das Betrachten des ersten Programms verwendet wird.
Ohne Zahlen und Fakten führt man ein Unternehmen im Blindflug!
Folgende Daten sollten als Voraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsführung in jedem Handelsbetrieb vorliegen:
(1) Unabdingbar (Grundausstattung):
• Kassenbuch oder Monatstabelle (Tagesumsatzstatistik) mit Tagesumsätzen diesen Jahres – Vergleich mit dem Vorjahr
• Monats-BWA aus der Buchhaltung (oder vom Steuerberater bzw. von der DATEV) – monatlich und kumuliert, jeweils mit Vorjahresvergleich
• kurzfristige Erfolgsrechnung (KER) nach Haupt-Warengruppen (z.B. Herren- Hosen, Damen-Jeans, Damen-Strick, Herren-Shirts, Damen-Mäntel, ...) und nach Lieferanten – monatlich, halbjährlich und jährlich, manuell geführt oder über eine EDV-Warenwirtschaft mit Vorjahresvergleich
• Jahresabschluss (GuV und Bilanz) mit handelsorientierter Kostenaufsplittung (Personal-, Raum- und sonstige Kosten) und Vorjahresvergleich sowie Vergleichszahlen als Benchmark (z.B. aus ERFA-Gruppen oder von Universitäten wie Berlin / Köln)
(2) Weiterhin wichtig („Pflicht"):
• Jährlicher Finanzplan mit Abgleich Plan versus Ist
• Umsatzplan (Jahr ? Monat ? Tag) mit Abgleich Plan gegen Ist
• Kostenrechnung: (a) Aufstellung einer Kostenübersicht halbjährlich sowie jährlich mit Benchmarkvergleich inklusive kalkulatorischer Kosten, (b) Deckungsbeitragsrechnung halbjährlich und jährlich – getrennt nach Abteilungen oder Etagen oder Filialen
• Monats-KER, getrennt nach Abteilungen, um die Monatsanteile zu überprüfen
• Bei Shopsystemen/Monostores: Monats-KER nach Haupt-Warengruppen pro Lieferant (sollten von einem Lieferanten verschiedene Divisions geführt werden, so sind diese getrennt zu führen, z.B. Esprit-EDC oder S.Oliver Casual – Selection oder Gerry Weber – Edition).
• Bei Stammabteilungen: Monats-KER nach Lieferant pro Haupt-Warengruppe (sollte die NOS-Ware eine wichtige Rolle spielen, sollten die Lieferanten getrennt geführt werden, z.B. Mac – Mac NOS)
• Bei Shopsystemen/Monostores: Größenstatistik pro Lieferant halbjährlich und jährlich, ggf. sogar eine Formenstatistik (z.B. Längen oder Schnitte bei Jeans) mit Ausweis der Umsatzanteile in % und Bestandsanteile in % (jeweils zum 30.06. und zum 31.12.)
• Bei Stammabteilungen: (a) Größenstatistik pro Warengruppe halbjährlich und jährlich, ggf. sogar eine Formenstatistik (z.B. Längen oder Schnitte bei Jeans) mit Ausweis der Umsatzanteile in % und Bestandsanteile in % (jeweils zum 30.06. und zum 31.12.) sowie (b) Preislagenstatistik pro Warengruppe nach dem gleichen Muster (c) Lieferantenstatistik pro Warengruppe nach dem gleichen Muster.
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Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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