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Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft (Autobiografie)
 

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Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft (Autobiografie)

 
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Buchausgabe: 24,90€
Download-Version: 20,99€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Alan Greenspan
Verlag: Campus Verlag
Version: 1. Auflage, 2007
Umfang: 629 Seiten
Format: PDF: 5,11MB
ISBN: 3593384094
Bestell-Nr.: 59338409P
Artikeltyp: E-Book
 

Die Autobiografie
Alan Greenspan ist der bekannteste Banker der Welt. 18 Jahre lang war er als Vorsitzender der amerikanischen Notenbank der mächtigste Mann der Weltwirtschaft – und damit vermutlich mächtiger als der amerikanische Präsident. Niemand verfügt über tiefere Einsichten in die globale Wirtschaft als Greenspan. Jetzt berichtet er erstmals von seinen faszinierenden Erfahrungen und sagt uns, wie sich die Weltwirtschaft entwickeln wird.

Schon ein Stirnrunzeln von Alan Greenspan konnte die Börsenkurse erschüttern, seine Entscheidungen bestimmten die internationalen Finanzmärkte und oft auch die Politik der USA. Sein Buch bietet neben spannenden Einblicken in die Geschichte der Wirtschaftspolitik und einer Fülle von scharfsichtigen Beobachtungen über die Mächtigen der Welt vor allem tiefgründige Analysen zur Gegenwart und Zukunft der Weltwirtschaft. Als Notenbankchef war Greenspan berühmt für seine Kunst der Kommunikation mittels Andeutungen. Frei von den Verpflichtungen des Amtes muss er sich endlich nicht mehr auf Andeutungen beschränken: Greenspan liefert Klartext – eine fesselnde und intelligente Analyse der globalen Wirtschaft und Politik.

Über den Autor

Alan Greenspan, geboren 1926, promovierte in Volkswirtschaft und war professioneller Jazzmusiker. Nachdem er in verschiedenen Bands gearbeitet hatte, wechselte er den Beruf und wurde Wirtschaftsberater. Später war er wirtschaftspolitischer Berater der US-Präsidenten Nixon und Ford. Von 1987 bis 2006 war Greenspan Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve Board.




Leseprobe:

Kapitel 10
Abschwung
(S. 239)

Mein erste Begegnung mit dem neu gewählten Präsidenten George W. Bush fand am 18. Dezember 2000 statt, nicht einmal eine Woche nachdem der Oberste Gerichtshof ihn zum Wahlsieger erklärt hatte. Wir trafen uns im Hotel Madison, etwa fünf Straßenzüge vom Weißen Haus entfernt, wo er und sein Team ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatten. Wir hatten uns im Laufe der Jahre ein paar Mal gesehen, aber uns nur einmal bei einem Festakt im Frühsommer des Jahres unterhalten. An unserem Frühstück im Madison-Hotel nahmen auch Bushs zukünftiger Vizepräsident Cheney, sein Stabschef Andy Card und eine Reihe von Mitarbeitern teil. Mir kam die Situation vertraut vor: Ich hatte fünf neuen Präsidenten einen Lagebericht über die Wirtschaft gegeben, darunter auch dem Vater des künftigen Präsidenten.

An diesem Morgen musste ich berichten, dass die kurzfristigen Aussichten nicht sehr gut waren. Zum ersten Mal seit langer Zeit sahen wir uns der sehr realen Möglichkeit einer Rezession gegenüber. Das Platzen der Dotcom-Blase war das große finanzielle Drama der vergangenen Monate gewesen. Der Technologieindex NASDAQ hatte seit März erschreckende 50 Prozent seines Wertes verloren. Der Gesamtmarkt war weniger betroffen gewesen: Der S&P 500 war um 14 Prozent gesunken und der Dow Jones um 3 Prozent. Das war zwar wenig im Vergleich zu dem Wohlstand, den der Bullenmarkt geschaffen hatte, doch der Rückgang war erheblich, die Aussichten an der Wall Street waren trübe und die Stimmung der Öffentlichkeit gedämpft.

Größeren Anlass zur Sorge bot der Zustand der Gesamtwirtschaft. Lange Zeit hatte es so ausgehen, als handelte es sich um eine milde zyklische Konjunkturabschwächung, wie sie zu erwarten war, wenn sich Unternehmen und Konsumenten an die Auswirkungen der langen Boom- Phase, die großen technologischen Veränderungen und das Platzen der Spekulationsblase anpassten. Um diesen Anpassungsprozess zu erleichtern, hatte die Notenbank zwischen Juli 1999 und Juni 2000 die Zinsen erhöht, in der Hoffnung, auf diese Weise eine weitere weiche Landung zu ermöglichen.



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