Adobe Camera Raw - RAW-Daten entwickeln
Buchausgabe: 19,95€
Download-Version: 11,95€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Karl Obermayr |
| Verlag: | Franzis Verlag |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 155 Seiten |
| Format: | PDF: 11,85MB |
| ISBN: | 3772362567 |
| Bestell-Nr.: | 77232487P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Kamera-RAW-Daten in perfekte Bilder verwandeln So retten Sie misslungene Aufnahmen Bilderflut im Griff: Bilddaten effektiv sichern und archivieren Warum im RAW-Format fotografieren, wenn doch alles mit JPEG viel einfacher und platzsparender geht? Ganz einfach: Nur mit RAW-Daten haben Sie als engagierter Fotograf die volle Kontrolle über alle bildwichtigen Details.
Dieses Buch zeigt, wie Sie Ihre RAW-Daten mit Adobe Camera Raw (ACR) in perfekte Bilder verwandeln. Herausragendes Merkmal von Adobe Camera Raw ist die perfekte Integration in die Adobe-Produktfamilie. Egal ob Sie Photoshop oder Photoshop Elements einsetzen - mit ACR geht Ihnen die RAW-Entwicklung und Optimierung besonders leicht von der Hand. Vom Einlesen der Fotos von der Kamera über das Sichten, Verwalten und Archivieren bis zum Bearbeiten und Konvertieren beherrscht Adobe Camera Raw den kompletten RAW-Workflow.
Beeindruckend übersichtlich managt ACR die Feinregulierung aller Bild- und Farbparameter und bietet insbesondere ein umfangreiches und sehr intuitives Parametermanagement - vom korrekten Weißabgleich bis zur automatischen Korrektur von Objektiv-Fehlern. Das Buch nimmt den anspruchsvollen Fotografen, der das Optimum aus seinen Bildern herausholen möchte, an die Hand und ebnet ihm den oft unüberschaubaren Weg zur effektiven Arbeit mit RAW-Dateien und dem RAW-Format. Darüber hinaus zeigt das Buch Strategien und Wege aus dem Dickicht der Bilddaten.
Leseprobe:
RAW-Formate: RAW, DNG, OpenRAW (S. 26-27)
DAS RAW-Format gibt es nicht – es gibt viele RAW-Formate. RAW-Daten sind, wie schon erwähnt, nicht nur von Sensortyp zu Sensortyp, sondern auch von Kameratyp zu Kameratyp unterschiedlich. Es gibt etwa so viele RAW-Dateiformate, wie es digitale Kameratypen gibt. Auch wenn also alle RAW-Dateien, die von DSLRKameras der Firma Nikon erzeugt werden, die Endung NEF (Nikon Electronic Format) haben, sind es dennoch, auch innerhalb der Nikon-Familie, unterschiedlich aufgebaute Dateien. Nicht anders bei Canon, wo die RAW-Dateien auf CR2 (Canon RAW 2 format), CRW oder CIFF (Canon RAW Camera Image File Format) enden. Auch diese Dateiformate sind von Kameratyp zu Kameratyp unterschiedlich. Bei allen anderen Herstellern ist die Vielfalt, oder sollte man es Wildwuchs nennen, ähnlich.
Zu viele RAW-Formate Für jeden RAW-Konverter und jede Art von Software, die RAW-Dateien lesen können, sind daher zwingend permanente Updates erforderlich, um mit neueren Entwicklungen am Kameramarkt konform zu gehen und die RAW-Formate neuerer Kameras verarbeiten zu können. Bringt ein Kamerahersteller ein neues Modell auf den Markt, müssen die Hersteller der RAW-Konverter nachziehen und ihre Software auch an das Dateiformat und die in der Datei kodierten Informationen des Sensors anpassen.
Eine noch größere Dimension erhält das Problem im Hinblick auf Langzeitarchivierung von RAW-Dateien. Auch für zukünftige Betriebssysteme ist dann Software erforderlich, die genau auf alle Details möglicherweise längst vergangener RAW-Formate abgestimmt ist, um diese überhaupt lesen zu können. Um diese Probleme zu entschärfen, gibt es seit geraumer Zeit Bemühungen, ein definiertes und herstellerneutrales RAW-Format einzuführen, das natürlich den gesamten Informationsumfang eines generischen RAW-Formats verlustfrei zu enthalten hätte.
Bereits in der Kamera – und damit gesteuert vom Kamerahersteller – sollten die rohen Sensordaten zusammen mit allen Metadaten in diesem neutralen RAW-Format abgelegt werden. Damit ist keinesfalls, wie dies etwa bei einem kamerainternen JPEG-Prozess der Fall ist, eine Interpretation oder Verarbeitung der Daten das Ziel, sondern nichts weiter als eine hardwareund herstellerübergreifend neutrale Darstellung der Rohdaten. Heutige und künftige RAW-Konverter wären damit befreit von der Notwendigkeit, immer neue Sensorformate lesen und verstehen zu können, sondern könnten auf einem einzigen, normierten Datenformat aufsetzen.
DNG-Format
Die bekannteste Initiative in diesem Bereich ist das von Adobe offen spezifizierte und propagierte DNG-Format. DNG steht dabei für „Digital Negativ" (www.adobe.com/dng). Ein Digital Negativ ist demnach die Obermenge aller RAW-Formate und hat das Bestreben, auch tatsächlich alle Informationen, die in sensorspezifischen RAWFormaten enthalten sind, wiederzugeben. Sensor- und Kamerahersteller sind demnach gehalten, bereits ihre Kamerasoftware so auszustatten, dass sie nicht mehr – unnormiert – die rohen Sensordaten als RAW-File liefert, sondern diese rohen Sensordaten zusammen mit allen Aufnahme- und Kamera-Metadaten – normiert – im Dateiformat eines Digital Negativ abliefert. Die komplette Spezifikation von „Digital Negativ" ist offengelegt und für jeden frei verfügbar.
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Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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