Wie ich Günther Jauch schaffte
| Autor(en): | Hermann Bausinger |
| Verlag: | Klöpfer und Meyer |
| Auflage: | 2011 |
| Umfang: | 200 Seiten |
| Format: | 19 cm |
| Gewicht: | 278 g |
| Einband: | Gebunden |
| ISBN: | 3863510208 |
| Bestell-Nr.: | 86351020A |
Kurzbeschreibung:
Erzählungen rund ums Fernsehen, in denen alltägliche Zuschauererfahrung auf televisionäre Hintergründigkeit trifft.
Klappentext:
In diesem Buch geht's ums Fernsehen.
Aber nicht nur um das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Vielmehr schildern die Geschichten, was von den bunten Bilderfolgen ausgelöst wird: Begeisterung, Enttäuschung, Gewissensbisse, Fluchtversuche, Gemeinsamkeit und auch Streit.
Die Reaktionen von uns Zuschauern beschränken sich ja nicht nur aufs Ein- oder Abschalten, aufs Hin- oder Wegschauen. Sondern sie offenbaren sich in oft merkwürdigen Kapriolen der Anhänglichkeit oder Abneigung.
Diese dreizehn "Zappgeschichten" erzählen also, mit Hintersinn und Witz, was das Fernsehen mit uns anstellt - und was wir mit dem Fernsehen anstellen.
Autorenporträt:
Hermann Bausinger, geboren 1926, Studium der Germanistik, Anglistik, Geschichte und Volkskunde, war bis zu seiner Emeritierung 1992 Professor für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Alltagskultur, Kultur- und Sozialgeschichte, Volks- und Jugliteratur, Sprach- und Dialektprobleme und Landeskunde.
Leseprobe:
»(...) Aber sie blieb bei Ihrem Standpunkt. Sie nahm Zitate zu Hilfe, Bilderflut und Dauerbeschallung sind Zivilisationszerstörer, stehe bei Sibylle Lewitscharoff (die ich nicht kannte), und man dürfe kein falsches Leben im richtigen dulden, habe schon Adorno gesagt (den kannte ich). Ich erwiderte, nicht ganz ohne triumphierenden Unterton, bei Adorno stehe gerade das Gegenteil: es gebe kein richtiges im falschen, aber Silke sagte, das sei nicht das Gegenteil, sondern laufe auf dasselbe hinaus - womit sie zweifellos recht hatte.
Ich war so verliebt, dass ich selbst dann eingelenkt hätte, wenn ich von meiner Einstellung hundertprozentig überzeugt gewesen wäre; aber es gab ja auch kein wirklich bündiges Argument dafür, dass man Sonntag für Sonntag in der Lindenstraße einkehren müsse - und außerdem war ich schon sehr zufrieden damit, dass Silke die gelegentliche Übertragung von Fußballspielen oder anderen Sportereignissen nicht schlechterdings zum falschen Leben rechnete (...)«
Rezension:
"Hermann Bausingers Geschichten aus der virtuellen Welt des Fernsehens, der unsere Wirklichkeit und unser reales Leben längst dienend untergeordnet ist, als zweite Welt, handeln von grotesken Szenen, mit denen uns das Fernsehen in seine großen Rate-Spiele, Fußball-Übertragungen und geheimen allzeit offenen Porno-Kammern zappt - komische und unheimliche Geschichten wie die Vexierbilder von Maurits Cornelis Escher. Eine Welt, die uns in unserem Kopf auf den Kopf stellt." Hellmuth Karasek
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
bei uns nur: 4,99€

