Kommen Sie, Cohn!
Friedrich Cohn und Clara Viebig
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| Autor(en): | Carola Stern |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch |
| Auflage: | 2006 |
| Umfang: | 168 Seiten |
| Gewicht: | 268 g |
| Einband: | Gebunden |
| ISBN: | 3-462-03724-2 |
| Bestell-Nr.: | 46203724 |
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Carola Sterns Vermächtnis - ein Buch über die Schriftstellerin Clara Viebig und den Verleger Friedrich Theodor Cohn. Carola Stern erzählt in ihrem letzten Buch die Geschichte einer jüdisch-christlichen Familie zur Zeit der Jahrhundertwende, als die von Fontane beschriebene Welt des preußischen Adels unterging und Berlin zu einer Metropole der wirtschaftlichen und kulturellen Moderne wurde. Ein neues Wort kam damals auf, das Geschichte machen sollte: Antisemitismus. Zu Hause beim alten Fontane hat alles begonnen: Die angehende Autorin Clara Viebig erbittet sich Rat von dem großen Berliner Schriftsteller. Und der reicht ihre Manuskripte weiter an den Verlag seines Sohnes. Teilhaber dieses Verlages ist Friedrich Theodor Cohn, weit gereister Sohn einer gebildeten jüdisch-bürgerlichen Familie. In »Fritz« findet Clara einen verständnisvollen Zuhörer, der an ihrer literarischen Arbeit interessiert ist. Mit seiner Hilfe wird die Chronistin der kleinen Leute, die »deutsche Zola«, eine Bestsellerautorin. 1896 heiraten die beiden - eine jüdisch-christliche Ehe ist zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit. Ihre Familien sind von der Verbindung nicht begeistert. Bei Claras Mutter muss Fontane vermitteln: Cohn gehöre doch zu den »feinen Juden«, nicht zu den Ostjuden, die der Berliner Historiker Heinrich Treitschke als »unser Unglück« bezeichnet hat. Carola Stern erzählt von Fritz und Clara, von den politischen und amourösen Affären ihres Sohnes Ernst, der komponiert und dirigiert und später emigriert, von dem Freundeskreis, zu dem Rudolf Steiner gehört, und von »Min«, dem politisch couragierten Schriftsteller Armin T. Wegner, der 1933 einen berühmten Brief an Hitler schreibt.
Carola Stern, geb. am 14. November 1925 im Seebad Ahlbeck, lebte bis 1951 in der DDR. Nach einem Studium der politischen Wissenschaften und der Soziologie an der Freien Universität Berlin arbeitete Sie als Verlagslektorin in Köln und von 1970 bis 1985 als Redakteurin und Kommentatorin im WDR. Sie ist Mitbegründerin von 'amnesty international'. Heute eine der bedeutendsten politischen Publizistinnen in der Bundesrepublik, veröffentlichte Carola Stern eine Reihe erfolgreicher Biographien, unter anderem über Dorothea Schlegel und Rahel Varnhagen.Ingke Brodersen hat viele Jahre für den Rowohlt Verlag gearbeitet und den Verlag Rowohlt Berlin geleitet. Heute arbeitet sie frei, betreut aber immer noch Autoren und Buchprojekte für verschiedene Verlage und arbeitet für die Zeitschrift Kafka. Ihr Sohn Paul ist 1987 geboren, ihre Tochter Hannah 1989.
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