Die Kippe
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| Autor(en): | Will Self |
| Verlag: | Berlin Verlag |
| Auflage: | 2011 |
| Umfang: | 396 Seiten |
| Format: | 21 cm |
| Gewicht: | 482 g |
| Einband: | Gebunden |
| ISBN: | 3827008514 |
| Bestell-Nr.: | 82700851A |
Kurzbeschreibung:
- preisgekrönter Roman
- politische Brisanz in unterhaltsamem Plot
Man verlege Conrads Heart of Darkness ins 21. Jahrhundert, nehme dazu einen schrägen Einfall und eine große Portion Misanthropie, sample Pop, Politik und Dekonstruktion und herauskommt: ein echter Will Self.
Klappentext:
Tom Brodzinski wollte eigentlich nur mit dem Rauchen aufhören. Mit der letzten Zigarette alle Laster von sich schnipsen. Ein guter Mensch sein. Versonnen sieht er noch die Kippe durch die Inselluft des Apartmenthotels "Mimosa" segeln, dann hört er einen Schrei von der unteren Terrasse, wo dieser ziemlich alte Mann mit der ziemlich jungen Frau sein Sonnenbad genommen hat - ausgerechnet in der Einflugschneise von Toms Zigarettenstummel. Weil der Geschädigte mit einer kleinen Brandblase davonkommt, scheint trotz des strengen Rauchverbots auf dem fiktiven exotischen Eiland auch bald der Ärger verpufft. Als der Mann aber wenig später nach einem Kollaps in Lebensgefahr schwebt, beginnt für Tom eine Odyssee durch das Land und das Netz einer undurchsichtigen Justiz. Denn auf der Insel, die zuerst Australien und dann doch eher dem Irak ähnelt, existiert ein undurchdringliches Gewirr von Werten und Rechtsauffassungen. Die Lage wird nicht besser dadurch, dass Toms Landsleute, die "Anglos", als Nachkommen der früheren Kolonialherren die Verwaltungen dominieren und für die Gesetze und Denkweisen der Ureinwohnerstämme äußerst fragwürdige Vermittler abgeben. Und auch der Leser sieht sich einem Erzähler gegenüber, der mindestens so zwielichtig ist wie die Figuren und so ambivalent wie Joseph Conrads umstrittener Vorlagentext. Will Selfs anspielungsreiche Satire lässt sich als politische Parabel lesen, als Skizze eines freudianischen Selbsterfahrungstrips oder als Abbild einer Welt, in der kein konsensfähiger Wertekompass existiert. Und bevor eine Deutung aufgeht, schlägt Will Self noch eine Volte.
Autorenporträt:
Will Self, geb. 1961 in London, studierte in Oxford, gründete eine Punkband, arbeitete als Journalist und Kartoonist, 1991 veröffentlichte er sein erstes Buch. "Die Quantitätstheorie des Irrsinns", wurde für den John Llewellyn Rhys Prize nominiert, erhielt 1992 den Geoffrey Faber Memorial Prize, kam 1993 auf die Granta-Liste der 20 besten jungen Autoren Großbritanniens.Robin Detje, geb. 1964 in Lübeck, Theaterkritiker und Literaturredakteur bei 'Die Zeit', Übersetzer von Theaterstücken und freier Autor, ist jetzt Kulturredakteur der 'Berliner Zeitung', lebt in Berlin und New York.
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